VW Golf

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Der Golf ist seit Jahr­zehn­ten das meist­ver­kauf­te Auto Deutsch­lands. Da­mit das so bleibt, hat VW sei­nen Dau­er­bren­ner nun be­hut­sam mo­dell­ge­pflegt. Die wohl größ­te Neue­rung, ne­ben LED-Schein­wer­fern (ab 1085 Eu­ro) oder dem erst­mals an­ge­bo­te­nen Stau­as­sis­ten­ten, ist der 1,5-Li­ter-TSI mit 150. Die­ses Trieb­werk löst den bis­he­ri­gen 1,4-Li­ter-TSI ab, der bei­spiels­wei­se noch im Au­di A3 sei­nen Di­enst ver­rich­tet. Der neue Mo­tor ge­fällt mit sei­ner kul­ti­vier­ten Ar­beits­wei­se so­wie den flot­ten Fahr­leis­tun­gen. So be­schleu­nigt der Golf in nur 8,5 Se­kun­den auf 100 km/ h. Da­mit ab­sol­viert er die­se Übung hin­ter dem Mer­ce­des und dem Au­di, die hier bei­de mit Dop­pel­kupp­lungs­ge­trie­ben an­tre­ten, als Dritt­schnells­ter. Im Ge­gen­zug si­chert sich der Golf mit nur 6,1 Li­ter Durch­schnitts­ver­brauch die Ef­fi­zi­enz-Kro­ne.

Auch nach der Mo­dell­pfle­ge bleibt sich der Golf treu

Trotz der kom­pak­ten äu­ße­ren Ab­mes­sun­gen bie­tet der VW im In­ne­ren ein Platz­an­ge­bot, das al­len Wi­der­sa­chern im vor­lie­gen­den Test­feld über­le­gen ist. Nur beim Kof­fer­raum­vo­lu­men muss er sich dem Peu­geot ge­schla­gen ge­ben. Das ma­kel­los ver­ar­bei­te­te Cock­pit gleicht dem der Vor­face­lif­tVa­ri­an­te. Das High­light im In­nen­raum des über­ar­bei­te­ten Golf ist das neue Na­vi­ga­ti­ons­sys­tem Dis­co­ver Pro für 2385 Eu­ro. Es ver­fügt über ein rie­si­ges Dis­play (23,3 cm Dia­go­na­le), das über­dies ge­sto­chen scharf ist und sehr sen­si­bel auf Be­rüh­run­gen re­agiert. Zu­dem er­laubt es ei­ni­ge Ein­stel­lun­gen, wie et­wa die Wahl des Ra­dio­pro­gramms via Ges­ten­steue­rung. We­ni­ger gut: Ei­nen prak­ti­schen Reg­ler für die Laut­stär­ke ver­mis­sen wir eben­so wie ei­nen Dreh­reg­ler zum Scrol­len durch die Me­nüs. Rein gar kei­nen An­lass zur Kri­tik lie­fern hin­ge­gen die Kom­fort­ei­gen­schaf­ten. Gera­de die im Ver­gleich zu den recht straf­fen Kon­tra­hen­ten von Opel oder Peu­geot wirkt der VW fast schon wie ei­ne Sänf­te und gleicht na­he­zu sämt­li­che Fahr­bahn­schä­den sehr wir­kungs­voll aus. Da­bei hel­fen ihm al­ler­dings die 1045 Eu­ro teu­ren ad­ap­ti­ven Dämp­fer, im VW-Jar­gon DCC ge­nannt, die un­ser Test­wa­gen an Bord hat. In Sum­me sei­ner po­si­ti­ven Ei­gen­schaf­ten si­chert sich der Golf ei­nen wei­te­ren Ge­samt­sieg – trotz des eher ho­hen Prei­ses.

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