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Der schö­ne Fi­at 500 ist auch ge­braucht ein be­lieb­tes Stadt­au­to – doch sei­ne Tech­nik gibt sich nicht un­pro­ble­ma­tisch

AUTO ZEITUNG - - GEBRAUCHTWAGEN 2017 -

D ie Neu­auf­la­ge ei­ner Le­gen­de mit zeit­ge­mä­ßer Tech­nik im an­ge­sag­ten Re­troDe­sign – so baut man heu­te Klein­wa­gen. Be­reits seit 2007 fährt sich der flin­ke Fi­at 500 mit ge­nau die­sem Er­folgs­re­zept in die Her­zen der ver­lieb­ten Kund­schaft. Und der klei­ne Ita­lie­ner tut wirk­lich ei­ni­ges, um sei­nen zahl­rei­chen Fans den Kopf zu ver­dre­hen. Als 500C fal­tet er – auf Kos­ten der Rund­um­sicht – sein Dach in Rich­tung der Heck­par­tie und gibt als kräf­ti­ge Abarth Sport­ver­si­on mit bis zu 190 PS den har­ten Ty­pen. Prak­ti­sche Wer­te sind al­ler­dings nicht sei­ne Kern­kom­pe­tenz. Der über­frach­te­te Re­tro-Ta­cho ist schlecht ab­les­bar, die Be­die­nung nur zum Teil durch­dacht und das Platz­an­ge­bot im Fond zu knapp. Hin­ter der Heck­klap­pe steckt nicht wie im Ori­gi­nal der Mo­tor, son­dern ein zier­li­cher Kof­fer­raum mit nur 185 bis 550 Li­ter Vo­lu­men. Wer mehr Raum be­nö­tigt, könn­te die grö­ße­ren (teu­re­ren) Mo­del­le Fi­at 500L und 500X auf Pun­toBa­sis in Er­wä­gung zie­hen. Man ist fast schon in­tui­tiv ge­neigt, dem klei­nen Vier­sit­zer sei- ne Schwä­chen zu ver­zei­hen, doch das recht ho­he Preis­ni­veau auf dem Ge­braucht­wa­gen­markt will ein­fach nicht so ganz zur durch­wach­se­nen Stand­fes­tig­keit der Tech­nik pas­sen. Wer nach ei­ner dau­er­haf­ten Be­zie­hung strebt, dem sei der aus­rei­chend flot­te 1,2-Li­ter-Ba­sis­Ben­zi­ner mit 69 PS emp­foh­len. Für wirk­li­chen Fahr­spaß sor­gen da­ge­gen die kräf­ti­gen Abarth-Mo­del­le ab 135 PS.

Mit sei­nem knuffi­gen Re­tro-De­sign ist der Fi­at 500 seit 2007 ein Welter­folg

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