Re­nault Zoe

Der Re­nault ZOE ist nach wie vor Deutsch­lands meist­ver­kauf­tes Elek­tro­au­to. Mit dem op­tio­nal ver­füg­ba­ren 41-kWh-Ak­ku wird der Stro­mer nun noch in­ter­es­san­ter

AUTO ZEITUNG - - INHALT -

Es kommt nicht von un­ge­fähr, dass sich der Re­nault ZOE in Deutsch­land zum Best­sel­ler un­ter den E-Au­tos ge­mau­sert hat. Schon ab 22.100 Eu­ro of­fe­rie­ren die Fran­zo­sen ei­nen op­tisch an­spre­chen­den, voll­wer­ti­gen Klein­wa­gen mit Platz für fünf Per­so­nen und all­tags­taug­li­cher Elek­tro-Tech­nik. Bis­lang al­ler­dings ging dem Ak­ku mit 22 kWh im Test meist schon nach knapp 150 Ki­lo­me­tern die Pus­te aus, was den Ak­ti­ons­ra­di­us des ZOE emp­find­lich ein­ge­schränkt hat. Ab­hil­fe ver­spricht nun ei­ne Bat­te­rie mit ei­nem auf 41 kWh ge­stei­ger­ten Ener­gie­ge­halt, der ge­mäß EU-Norm ei­ne Reich­wei­te von 400 Ki­lo­me­tern er­mög­li­chen soll. Der luft­ge­kühl­te Li­thi­um-Io­nen­Spei­cher be­steht auch wei­ter­hin aus zwölf Mo­du­len mit ins­ge­samt 192 Zel­len, wiegt jetzt aber 15 Ki­lo mehr. Die Leis­tung des E-Mo­tors bleibt gleich­falls un­ver­än­dert bei 92 PS in der Spit­ze und 68 PS im Dau­er­be­trieb. Trotz der eher be- schei­den an­mu­ten­den Da­ten, spur­tet der ZOE dank des ab 250 Um­dre­hun­gen ver­füg­ba­ren Dreh­mo­ments von 220 Nm und der Kon­stant­über­set­zung beim Am­pel­start tem­pe­ra­ment­voll los: Tem­po 50 er­reicht der Re­nault be­reits nach 3,8 s. Auch wenn der Test­wa­gen die Werks­an­ga­be von 13,2 s für den Sprint von null auf 100 km/ h um 0,3 Se­kun­den un­ter­bie­tet – ober­halb von 80 km/ h ver­liert er spür­bar an Sprit­zig­keit.

Im ECO-Mo­dus re­du­ziert der ZOE die Leis­tung

Wer den ECO-Mo­dus ak­ti­viert hat, braucht oh­ne­hin et­was mehr Ge­duld, weil der Stro­mer dann die Po­wer des Dreh­strom­mo­tors li­mi­tiert und das Tem­po auf et­wa 90 km/ h be­grenzt. Per Kick­downFunk­ti­on lässt sich aber zum Über­ho­len je­der­zeit die vol­le Leis­tung ab­ru­fen. Doch ei­ne all­zu sport­li­che Fahr­wei­se min­dert die Reich­wei­te des E-Klein­wa­gens oh­ne­hin un­nö­tig, eben­so wie flot­te Fahr­ten auf der Au­to­bahn – zu­mal der ZOE oh­ne­hin bei 135 km/ h ab­ge­re­gelt wird. Im All­tag wirkt der Re­nault nie un­ter­mo­to­ri­siert, fühlt sich aber na­tur­ge­mäß in der Ci­ty und auf Kurz­stre­cken am wohls­ten. Das Fahr­ver­hal­ten zeigt sich pro­blem­los, die Brem­sen las­sen sich er­freu­lich gut do­sie­ren und pa­cken ver­läss­lich zu. Hilf­reich hier­bei ist si­cher­lich die op­tio­na­le 17-Zoll-Be­rei­fung (ab 350 Eu­ro) des Test­wa­gens, weil in die­ser Di­men­si­on kon­ven­tio­nel­le Som­mer­rei­fen statt der üb­li­chen Sprit­s­par-Pro­fi­le mon­tiert wer­den. Kri­tik­punk­te bil­den die nur kom­plett um­leg­ba­re Rück­bank, der et­was rup­pi­ge Fe­de­rungs­kom­fort und das trotz des E-Mo­tors recht lau­te Fahr­ge­räusch: Ab 80 km/ h pfeift der Fahrt­wind näm­lich um die vor­de­ren Dach­säu­len. Doch das gu­te Ge­fühl, lo­kal emis­si­ons­frei zu fah­ren, und die nied­ri­gen Un­ter­halts­kos­ten über­wie­gen. Das Bes­te ist aber, dass der ZOE mit dem „Z.E. 40-Ak­ku“nun – rea­lis­ti­sche – 280 km weit kommt.

Fu­tu­ris­tisch an­mu­ten­des Cock­pit mit ver­spiel­ten Di­gi­talAn­zei­gen, aber ein­fa­cher Be­die­nung

Hin­ter der Heck­klap­pe liegt ein Stau­raum mit bis zu 1225 Li­tern

ECO-Mo­dus: re­du­ziert die Leis­tung und be­grenzt das Tem­po auf 90 km/h

Op­tio­na­le 17-Zoll-Be­rei­fung: kür­ze­re Brems­we­ge, hö­he­rer Roll­wi­der­stand

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