HON­DA JAZZ

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Eher Mi­ni­van als klas­si­scher Klein­wa­gen ist der Hon­da Jazz: Er baut nicht nur hö­her als die Kon­kur­renz, son­dern bie­tet auch den groß­zü­gigs­ten so­wie va­ria­bels­ten In­nen­raum. Vorn lie­gen die Platz­ver­hält­nis­se zwar auf Hy­un­dai- und Nis­san-Ni­veau, hin­ten spielt der Jazz raum­tech­nisch je­doch in sei­ner ei­ge­nen Li­ga. Die für die Fahr­zeug­klas­se gi­gan­ti­sche Bein­frei­heit über­zeugt eben­so wie die üp­pi­ge Kopf­frei­heit. Die Sitz­flä­chen der Rück­bank las­sen sich au­ßer­dem hoch­klap­pen, so­dass sper­ri­ges Trans­port­gut wie Topf­pflan­zen oder Fahr­rä­der leicht ver­staut wer­den kann – ein klas­sen­über­grei­fend kon­kur­renz­lo­ses Kon­zept. Mit ei­nem Vo­lu­men von 354 bis 1314 Li­tern trumpft das La­de­ab­teil des Ja­pa­ners auf. Klappt man die Rück­sitz­leh­nen um, ent­steht so­gar ei­ne kom­plett ebe­ne La­de­flä­che. Im Ge­gen­satz zum ein­fa­chen Ci­tro­ën prä­sen­tie­ren sich die Kunst­stof­fe an Ar­ma­tu­ren­trä­ger und Tür­ver­klei­dun­gen et­was hoch­wer­ti­ger, und auch ih­re Ver­ar­bei­tung wirkt im De­tail durch­aus so­li­de.

Bei Fahr­kom­fort und -Dy­na­mik kann der Jazz nicht mit­hal­ten

So ge­schickt sich der Jazz beim Per­so­nen­und Ge­päck­trans­port an­stellt, so be­schei­den schnei­det er beim Fahr­kom­fort ab. Das Fahr­werk fil­tert na­he­zu al­le Ar­ten von Fahr­bahn­schä­den nur un­zu­rei­chend, bei nach­ein­an­der fol­gen­den An­re­gun­gen neigt der Hon­da so­gar zum Stu­ckern. Als ein­zi­ges Fahr­zeug im Test tritt der Ja­pa­ner mit klas­si­schem Saug­mo­tor an, der aus 1,3 Li­ter Hu­b­raum 102 PS schöpft. Das Trieb­werk ver­langt bei zü­gi­ger Fahrt nach ho­hen Dreh­zah­len. Die­se wer­den al­ler­dings von un­schö­nen Dröhn­ge­räu­schen be­glei­tet. Im­mer­hin: In punc­to Test­ver­brauch steht der Jazz mit durch­schnitt­lich 5,5 Li­tern bes­ser da als all sei­ne Wett­strei­ter. Auf dem Hand­ling­kurs bleibt er da­ge­gen hin­ter sei­nen Ri­va­len zu­rück. Er un­ter­steu­ert sehr stark und lässt sich auf­grund der ge­fühl­lo­sen Len­kung nicht son­der­lich prä­zi­se durch Kur­ven di­ri­gie­ren. War­um der Hon­da am En­de auf dem letz­ten Platz lan­det, ob­wohl er in der Ei­gen­schafts­wer­tung noch vor dem C3 liegt? Die am Test­wa­gen ver­bau­te 16-Zoll-Be­rei­fung ist nur für die höchs­te Aus­stat­tungs­li­nie er­hält­lich – so kos­tet der Jazz 19.740 Eu­ro.

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