Vw po­lo

AUTO ZEITUNG - - NEUHEITEN · AUDI GEGEN BMW -

Der VW Po­lo mar­kiert den Sport­ler in die­sem Ver­gleichs­test. Das liegt zum ei­nen an sei­nem an­tritts­star­ken Tur­bo-Drei­zy­lin­der mit 110 PS, der den 1118 Ki­lo­gramm schwe­ren Wolfs­bur­ger mit Nach­druck an­treibt. Die 100-km/ h-Mar­ke knackt der VW nach nur 9,1 Se­kun­den und da­mit 1,1 Se­kun­den schnel­ler als der flot­tes­te Wett­be­wer­ber, der Ci­tro­ën C3. Zu­sätz­lich gibt der Po­lo auch quer­dy­na­misch den Ton an. Mit sei­ner haft­star­ken, ver­gleichs­wei­se brei­ten Dun­lop-Be­rei­fung und der ins­ge­samt sport­li­chen Fahr­werks­ab­stim­mung um­run­det der Nie­der­sach­se den Hand­ling­kurs mit gro­ßem Ab­stand auf die Kon­kur­renz am schnells­ten. Al­ler­dings kos­tet den Rou­ti­nier die straf­fe Fe­der-/Dämp­fer-Ab­stim­mung vie­le Punk­te im Fahr­kom­fort, denn das Set-up gleicht Fahr­bahnu­n­eben­hei­ten nur un­zu­läng­lich aus. Selbst auf ver­meint­lich ebe­nen Au­to­bah­nen ist der VW stän­dig in Be­we­gung. Bei kurz auf­ein­an­der­fol­gen­den An­re­gun­gen zeigt der Po­lo zu­dem ein kräf­ti­ges Stu­ckern.

Der Po­lo ge­hört heu­te zu den klei­ne­ren Mo­del­len im Seg­ment

Im In­nen­raum merkt man dem seit 2009 ge­bau­ten Po­lo in­des sein fort­ge­schrit­te­nes Al­ter an. Das be­zieht sich je­doch kei­nes­wegs auf die Ma­te­ri­al- und Ver­ar­bei­tungs­gü­te. In die­ser Dis­zi­plin ist der Ol­die der Kon­kur­renz im­mer noch vor­aus. Das Rau­m­an­ge­bot ist es, das ge­ra­de auch im Ver­gleich zu mo­der­nen Klein­wa­gen vom Schlag ei­nes Hy­un­dai i20 ent­täuscht. Vor al­lem in der Brei­te man­gelt es an Platz, und auch die ho­he Sitz­po­si­ti­on kos­tet wert­vol­le Luft über dem Schei­tel der Fahr­gäs­te in Rei­he eins. Voll auf der Hö­he der Zeit ist der Po­lo auf­grund ste­ti­ger Mo­dell­pfle­ge­maß­nah­men, was die Si­cher­heits­aus­stat­tung an­geht. Und auch die Be­die­nung ist über je­den Zwei­fel er­ha­ben. Sämt­li­che Fahr­zeug- und Mul­ti­me­di­a­funk­tio­nen er­schlie­ßen sich dank ein­deu­tig be­schrif­te­ter Tas­ten und in­tui­ti­ver Me­nü­füh­rung auf An­hieb. Al­ler­dings ge­hört der Po­lo im­mer noch zu den kost­spie­ligs­ten An­ge­bo­ten im Seg­ment. Dass der Rou­ti­nier mit hauch­dün­nem Rück­stand auf den Hy­un­dai den­noch auf dem zwei­ten Ge­samt­platz lan­det, be­weist sei­ne gan­ze Klas­se – trotz oder viel­leicht we­gen des fort­ge­schrit­te­nen Al­ters.

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