VWGolf

Der Best­sel­ler aus Wolfs­burg be­kam ein Up­date mit leich­tem Face­lift, auf­ge­wer­te­ter Con­nec­tivi­ty und neu­en As­sis­tenz­sys­te­men. Wir fuh­ren den Golf 2.0 TDI

AUTO ZEITUNG - - INHALT -

Ei­ne Evu­lo­tion, die Be­stands­fahr­zeu­ge nicht alt aus­se­hen lässt, will ge­konnt sein. VW be­weist aber­mals, wie sie glückt: Mit smar­ten De­sign-Mo­di­fi­ka­tio­nen an den Stoß­fän­gern und neu­en Ha­lo­gen­schein­wer­fern in­klu­si­ve LED-Tag­fahr­licht wirkt der Golf in der Sum­me nur et­was nach­ge­schärft, aber kraft­vol­ler. Bei den Top­mo­del­len leuch­ten Voll-LEDstatt Xe­non- Schein­wer­fer die Stra­ße deut­lich hel­ler und zu­dem brei­ter aus. Für un­se­ren Test wähl­ten wir das nach wie vor be­lieb­te Modell mit dem 2.0-Li­ter-TDI-Mo­tor. Mit den 150 PS fühlt man sich stets gut mo­to­ri­siert. Der Sprint auf 100 km/ h dau­ert 8,3 Se­kun­den, was kur­ze Über­hol­we­ge ga­ran­tiert, und auf frei­en Au­to­bahn­ab­schnit­ten durch­eilt der Golf mit sei­nem Tur­bo­die­sel zü­gig und mü­he­los die 200er-Mar­ke, Spit­ze: 216 km/ h. Da­bei bleibt der Vier­zy­lin­der dank sei­ner bei­den Aus­gleichs­wel­len stets er­freu­lich lauf­ru­hig. Auch in punc­to Kraft­stoff­ver­brauch gibt sich der Wolfs­bur­ger Best­sel­ler recht ge­nüg­sam: Im Test­mit­tel ver­buch­ten wir 5,3 Li­ter Die­sel pro 100 Ki­lo­me­ter. Wer es be­wusst spar­sam an­ge­hen lässt und den Gas­fuß recht­zei­tig lupft, kommt mit we­ni­ger als vier Li­tern aus. Auf un­se­rer Spar­fuchs-Run­de re­gis­trier­ten wir ei­nen Ver­brauch von nur 3,9 l/100 km.

Fahr­ei­gen­schaf­ten oh­ne Fehl und Ta­del

Auch das Fahr­werk des über­ar­bei­te­ten Golf über­zeugt mit har­mo­nisch aus­ge­gli­che­ner Gan­gart. Für die emp­feh­lens­wer­te ad­ap­ti­ve Fahr­werks­re­ge­lung DCC sind zwar 1035 Eu­ro ex­tra fäl­lig, doch wer häu­fi­ger über Pflas­ter- oder ge­flick­te As­phalt­we­ge fah­ren muss, wird die­se In­ves­ti­ti­on nicht be­reu­en. Denn die DCC fil­tert Une­ben­hei­ten ge­konnt her­aus. Die Brem­sen er­fül­len ih­re Auf­ga­be eben­falls mit Bra­vour: Aus Tem­po 100 brin­gen sie den 1,4-Ton­ner nach 35,2 (kalt) oder 35,3 Me­tern (warm) zum Ste­hen. Be­grü­ßens­wert sind die neu­en As­sis­ten­ten. So funk­tio­niert der ra­dar­ba­sier­te Ab­stands­re­gel-Tem­po­mat jetzt bis 210 km/ h (bis­her 160 km/ h). Der Emer­gen­cy Assist er­kennt, wenn der Fah­rer aus­fällt – durch feh­len­de Lenk-, Brems- oder Be­schleu­ni­gungs­ak­ti­vi­tä­ten. Dann re­agiert das Sys­tem mit Wach­rüt­teln, Nothalt und Warn­blin­ken. Leich­te Lenk­ma­nö­ver sol­len zu­dem an­de­re Ver­kehrs­teil­neh­mer auf die Ge­fahr hin­wei­sen. Ein High­light im In­nen­raum ist das neue Na­vi­ga­ti­ons­sys­tem „Dis­co­ver Pro“für 2385 Eu­ro. Es ver­fügt über ein rie­si­ges, ge­sto­chen schar­fes Dis­play (23,3 cm Dia­go­na­le), das gut auf Be­rüh­run­gen re­agiert. So lässt sich die Wahl des Ra­dio­sen­ders via Ges­ten­steue­rung vor­neh­men. Lei­der ver­mis­sen wir Laut­stär­ke- und Dreh­reg­ler zum Scrol­len der Me­nüs. Bei schnel­ler Fahrt und auf Hol­per­pis­ten häu­fen sich Fehl­be­die­nun­gen. Da­bei wird ein­mal mehr deut­lich, dass der Bild­schirm im Golf zu tief plat­ziert ist – und so­mit au­ßer­halb des Blick­fel­des liegt.

Das di­gi­ta­le „Ac­tive Info Dis­play“kos­tet ex­tra und lässt sich in den In­hal­ten va­ri­ie­ren. Mit App-Con­nect las­sen sich App­le- und An­dro­idS­mart­pho­nes kop­peln

Be­kann­tes Heck mit neu­ge­stal­te­ten LED-Rück­leuch­ten

Der durch­zugs­star­ke TDI-Mo­tor läuft dank der zwei Aus­gleichs­wel­len ru­hig

Die Sen­der­wahl per Wisch­ges­te funk­tio­niert recht zu­ver­läs­sig

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