Krie­cher auf der Au­to­bahn

Staat­li­che För­de­rung von Elek­tro-Au­tos

AUTO ZEITUNG - - LESERWAHL · DESIGN TROPHY 2017 -

Ich emp­fin­de die staat­li­che För­de­rung für Stro­mer bis 60.000 Eu­ro als Ver­dum­mung. Da­mit kom­men teu­re­re Mo­del­le wie di­ver­se Tes­la als Al­ter­na­ti­ve nicht mehr in Fra­ge. Mit die­ser Re­ge­lung wird so nur der deut­sche Schrott ge­för­dert, der nicht zu­kunft­wei­send ist: Fahr­zeu­ge mit ma­xi­mal 150 km Reich­wei­te – un­ter rea­len Be­din­gun­gen und im Win­ter ver­blei­ben viel­leicht 50 bis 80 km. Da­mit wird ein E-Au­to auf der Au­to­bahn schnell zum Hin­der­nis. Im­mer wie­der sich­te ich Au­tos, de­ren Fah­rer krampf­haft ver­su­chen, ihr Ziel zu er­rei­chen und des­we­gen strom­spa­rend mit 60 bis 80 km/ h fah­ren. Doch die­se Krie­cher stel­len auf der Au­to­bahn ei­ne Ge­fahr da. Wir ha­ben schon ge­nü­gend Bau­stel­len, die den Ver­kehrs­fluss hem­men, da brau­chen wir nicht noch Stro­mer. Der Ver­kehrs­fluss wird aus­ge­bremst, Eng­päs­se ent­ste­hen– die Fol­ge sind Staus, die Ge­fahr von Auf­fahr­un­fäl­len steigt. Und das al­les we­gen ei­nes Au­tos, das nur auf dem Pa­pier um­welt­freund­lich ist, da mit je­dem Fahr­zeug die Pro­duk­ti­on der Strom­ge­win­nung in den Koh­le­kraft­wer­ken steigt – das hat der Ver­gleich 2015 zu 2016 ge­zeigt, ob­wohl im Haus­halt im­mer mehr Strom ein­ge­spart wird. H. Ra­de­ma­cher Mett­mann

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