Es tut sich was!

Images von Mar­ken sind nicht mehr so ze­men­tiert wie frü­her. Ein im­mer schnell­le­bi­ge­rer Au­to­mo­bil­markt und ab­neh­men­de Mar­ken­loya­li­tät hin­ter­las­sen ih­re Spu­ren

AUTO ZEITUNG - - MEINUNG - Vol­ker Ko­erdt, Chef­re­dak­teur

Je­des Jahr ge­ben Au­to­mo­bil­her­stel­ler Mil­lio­nen für die Wer­bung und letzt­end­lich den Auf­bau ih­res Mar­ken­images aus. Da wird in Fuß­ball in­ves­tiert, in Li­fe­style-Kam­pa­gnen, und es wer­den vie­le flot­te Wer­be­sprü­che ge­tex­tet. Doch am En­de, das zeigt zu­min­dest die Be­fra­gung un­ter den Ex­per­ten der AU­TO ZEI­TUNG-Le­ser, zählt nur das Pro­dukt – näm­lich Qua­li­tät, De­sign und Per­for­mance. Auf­stei­ger des Jah­res ist dies­mal Ford. Die Mar­ke prescht von Rang 16 auf Rang 7. Ford lebt vom emo­tio­na­len Auf­schwung und vom Ver­kaufs­er­folg des Mustang, aber auch von den ST-Mo­del­len, dem Fo­cus RS, dem Le Mans-Sieg und ge­konn­ten Fa­mi­li­en­au­tos wie dem S-MAX. Das Gu­te für Ford: Das ver­bes­ser­te Image trägt Früch­te beim Ver­kauf. So konn­ten die Köl­ner im April die­ses Jah­res erst­mals den gro­ßen Ri­va­len Opel in der Zu­las­sungs­sta­tis­tik hin­ter sich las­sen und ver­kauf­ten auch mehr Au­tos als BMW (sie­he da­zu In­ter­view mit den Ford-Deutsch­land-Chefs Gun­nar Herr­mann und Wolf­gang Kopp­lin ab Sei­te 28). Dass Ford-Chef Mark Fiel­ds sei­nen Hut neh­men muss­te, liegt je­den­falls nicht am Eu­ro­pa­ge­schäft. Die Ak­tio­nä­re wa­ren mit der Ent­wick­lung des USA-Ge­schäfts und des Ak­ti­en­kur­ses nicht zu­frie­den. Drei Plat­zie­run­gen ma­chen auch Seat, Hy­un­dai, Al­fa Ro­meo und Kia gut. Al­le die­se Mar­ken brach­ten jüngst über­zeu­gen­de Mo­del­le auf den Markt. Spe­zi­ell die bei­den süd­eu­ro­päi­schen Mar­ken Seat und Al­fa Ro­meo leg­ten in den letz­ten Mo­na­ten bei den Zu­las­sungs­zah­len stark zu. Doch wo Licht ist, ist be­kannt­lich auch Schat­ten. Zu den gro­ßen Ver­lie­rern zählt, zu­min­dest was die Zu­stim­mung an­be­trifft, VW. Zwar hal­ten die Wolfs­bur­ger den vier­ten Rang, je­doch mit rie­sen­gro­ßem Ab­stand zu den drei Erst­plat­zier­ten. In­ter­es­sant ist da­bei, dass Au­di – im ver­gan­ge­nen Jahr noch auf Rang drei zu­rück­ge­fal­len – nun wie­der den ers­ten Platz er­gat­tert und sich auch BMW auf Platz zwei noch vor Mer­ce­des schiebt. Bei Au­di war in ers­ter Li­nie das Pro­dukt­feu­er­werk des ver­gan­ge­nen Jah­res da­für ver­ant­wort­lich, wäh­rend BMW just zum Zeit­punkt der Be­fra­gung mit dem neu­en 5er punk­te­te. Die E-Klas­se, be­reits An­fang des ver­gan­ge­nen Jah­res ein­ge­führt, war da schon nicht mehr so prä­sent. Vier Plät­ze muss auch Opel ein­bü­ßen – die Rüs­sels­hei­mer ran­gie­ren noch auf Platz zehn. Of­fen­sicht­lich war­ten die AU­TO ZEITUNGLe­ser sehn­süch­tig auf die neu­en Pro­duk­te. Man darf ge­spannt sein, ob der Cross­land X, der neue In­si­gnia und auch der Grand­land X bei der nächs­ten Be­fra­gung Opel zu ei­nem bes­se­ren Image ver­hel­fen kön­nen. Ih­ren Ruf wie­der auf­po­lie­ren soll­te auch die Mar­ke Mi­ni, die um fünf Plät­ze ab­rutscht. Die Mar­ken des PSAKon­zerns zäh­len eben­falls zu den Ver­lie­rern – Peu­geot, de­ren bes­te Plat­zie­rung einst Rang zehn war, düm­pelt in­zwi­schen auf Rang 30 und die Pre­mium­mar­ke DS auf dem zweit­letz­ten Rang, auf Platz 40. Hier gibt es noch viel zu tun. Das Vo­tum der fast 30.000 Le­ser se­hen Sie de­tail­liert ab Sei­te 60.

Der neue Mustang hat Ford zu ei­nem deut­lich bes­se­ren Image ver­hol­fen: Die Mar­ke macht neun Plät­ze gut

Trotz Pro­ble­men mit den Die­sel­mo­to­ren er­ringt Au­di wie­der den ers­ten Platz. Die neu­en Mo­del­le wie der Q2 kom­men an

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