„An der Elek­tro­mo­bi­li­tät führt kein Weg vor­bei“

AUTO ZEITUNG - - SAISON 2016/17 - Das Ge­spräch führ­te Gre­gor Mes­ser

Die For­mel E ist das sport­li­che Aus­hän­ge­schild der Elek­tro­mo­bi­li­tät. Wel­chen Nut­zen se­hen Sie in die­ser Ka­te­go­rie für die Ent­wick­lung von Se­ri­en­au­to­mo­bi­len mit Elek­tro­an­trieb?

Aus mei­ner Sicht ei­ne ähn­li­che wie in den tra­di­tio­nel­len – von Ver­bren­nungs­mo­to­ren an­ge­trie­be­nen – Renn­se­ri­en. Wir ler­nen hier bei­spiels­wei­se et­was über su­per­kom­pak­te Elek­tro­mo­to­ren mit nied­ri­gem Ge­wicht und ho­her Leis­tungs­dich­te. Auch über Bat­te­ri­en, die ei­ne ent­spre­chen­de Leis­tungs­dich­te ha­ben, die un­ter ther­mi­schen Ex­trem­be­din­gun­gen die Renn­dis­tanz über­ste­hen müs­sen. So­wie na­tür­lich über die klas­si­schen Mecha­nis­men des Renn­sports: „Sei bes­ser als dein Wett­be­werb.“

Se­hen Sie die For­mel E auf dem rich­ti­gen Weg?

Ja, se­he ich. Serien-Pro­mo­tor Ale­jan­dro Agag und sein Team ha­ben bis­lang al­les rich­tig ge­macht. Sie ge­hen ei­nen Pfad des lang­sa­men Wachs­tums. Sie ge­hen nicht zu ag­gres­siv an die Sa­che her­an, son­dern bau­en die Se­rie be­hut­sam auf. Das ent­wi­ckelt sich aus un­se­rer Sicht sehr gut.

Au­di hat sein Werks­en­ga­ge­ment mit dem Abt-Scha­eff­ler-Team ab der vier­ten Sai­son 2017/18 be­reits im ver­gan­ge­nen Som­mer of­fi­zi­ell ver­kün­det. BMW und Mer­ce­des wer­den in der fünf­ten Sai­son 2018/19 fol­gen. Wer­den noch mehr Her­stel­ler in die For­mel E ein­stei­gen?

An der Elek­tro­mo­bi­li­tät im Stra­ßen­ver­kehr führt kein Weg vor­bei. Des­we­gen wird sich je­der Her­stel­ler in der For­mel E en­ga­gie­ren, der un­ter Per­for­mance-Aspek­ten et­was auf sich hält und bes­ser sein möch­te als der stan­dar­di­sier­te Wett­be­werb.

Wolf­gang Dür­hei­mer (l.) zeich­net im Volks­wa­genKon­zern für den Motorsport ge­samt­ver­ant­wort­lich

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