Mi­ni Co­oper S E Coun­try­man All4

Der Mi­ni Plug-in-Hy­brid ist ein quir­li­ger Stadt­flit­zer im Aben­teu­rer-Look, da­bei fa­mi­li­en­taug­lich und mit elek­tri­scher Un­ter­stüt­zung auch all­rad­ge­trie­ben un­ter­wegs

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Die schein­bar un­auf­halt­sa­me Er­folgs­ge­schich­te des Mi­ni kann wei­ter­ge­hen: Im Ju­ni rollt mit dem Co­oper S E Coun­try­man All4 das ers­te Plu­gin-Hy­brid-Mo­dell zu den Händ­lern. Mit die­sem Schritt in Rich­tung E-Mo­bi­li­tät soll die Zu­kunft ge­si­chert wer­den. Da­zu er­hält der auf im­mer­hin 4,30 Me­ter ge­wach­se­ne Cross­over-Mi­ni den Plug-in­Hy­brid-An­triebs­strang des BMW 2er Ac­tive Tou­rer, al­so die Kom­bi­na­ti­on aus Drei­zy­lin­der-Ben­zi­ner mit 1,5 Li­ter Hu­b­raum und ei­ner Syn­chron-Elek­tro­ma­schi­ne. Die Li­thi­um-Io­nen-Bat­te­rie (7,6 kWh) hält Ener­gie für rein elek­tri­sches Fah­ren be­reit. Wir ka­men im lo­kal emis­si­ons­frei­en EV-Mo­dus im­mer­hin 38 Ki­lo­me­ter weit. Spä­tes­tens dann schal­tet sich mit leich­tem Drei­zy­lin­der-Ge­brab­bel der Ver­bren­ner zu. Doch die tech­ni­schen Da­ten deu­ten ganz und gar nicht auf ein Spar­mo­bil hin. Mit ei­ner Sys­tem­leis­tung von 224 PS und ei­nem ma­xi­ma­len Dreh­mo­ment von 385 New­ton­me­tern ver­mu­tet man eher ei­ne sport­li­che Gan­gart. Un­ser Test zeigt: Der Co­oper S E Coun­try­man All4 kann bei­des. Im Stadt­dschun­gel, im Stop-and-goVer­kehr und auch beim all­täg­li­chen Kurz­stre­cken-Pen­deln gibt er sich spar­sam. Wer zu­dem re­gel­mä­ßig zu Hau­se und auf der Ar­beit nach­la­den kann, dem blei­ben vie­le teu­re Ben­zin-Tank­stopps er­spart, denn er kann ei­nen Groß­teil sei­ner Stre­cken rein elek­trisch zu­rück­le­gen. An der Haus-Steck­do­se ist die Bat­te­rie im Un­ter­bo­den nach rund drei St­un­den wie­der voll ge­la­den. La­ter­nen-Par­ker und Langstre­cken­fah­rer müs­sen da­ge­gen häu­fi­ger den kon­ven­tio­nel­len An­trieb mit dem mun­te­ren 136-PS-Ver­bren­ner nut­zen. Oh­ne Elek­tro- Un­ter­stüt­zung wirkt der Drei­zy­lin­der im obe­ren Dreh­zahl­be­reich et­was zu­ge­schnürt, und die grö­ße­re Kraft­an­stren­gung quit­tiert er mit ker­ni­gem Sound. Doch in der Re­gel nutzt der Mi­ni das Zu­sam­men­spiel von Elek­tro­mo­tor und Ver- bren­ner. Ganz leer ist der Ak­ku sel­ten, denn er sam­melt kon­ti­nu­ier­lich und un­be­merkt Ener­gieRe­ser­ven beim Brem­sen oder Aus­rol­len wie­der ein, die dann für zü­gi­ges Be­schleu­ni­gen, Spur­ten oder emis­si­ons­frei­es Da­hin­glei­ten zur Ver­fü­gung ste­hen. Beim Tritt aufs Pe­dal ent­fes­selt der An­trieb sei­ne ge­ball­te Kraft, wo­durch der 1,7-Ton­ner ve­he­ment nach vorn drängt und sei­ne In­sas­sen wie ein Sport­wa­gen in die Le­der­sit­ze presst. Nach 6,5 Se­kun­den sind 100 km/ h er­reicht, bei 198 km/ h ist Schluss. Aufs An­triebs­ma­nage­ment kann der Fah­rer üb­ri­gens Ein­fluss neh­men. Da­zu ste­hen drei Fahr­mo­di be­reit. Beim „ Au­to eD­ri­ve“ent­schei­det der An­trieb selbst über das Zu­sam­men­spiel der Mo­to­ren, der Ver­bren­ner treibt die Vor­der-, die E-Ma­schi­ne die Hin­ter­ach­se an. Bei „Max eD­ri­ve“ruht der Drei­zy­lin­der bis 125 km/ h – der Mi­ni fährt nun aus­schließ­lich hin­ter­rad­ge­trie­ben. Und bei „Sa­ve Bat­te­ry“wird die Bat­te­rie un­ter­wegs ge­zielt durch den Ben­zi­ner ge­la­den.

Der Mo­tor­start er­folgt hier per Knopf­druck via gelb ein­ge­färb­ter Tas­te in der Mit­tel­kon­so­le

Strom wird hier an der Steck­do­se „ge­tankt“ Auch im Fond sitzt man be­quem auf gut aus­ge­form­ten Sit­zen

Ge­räu­mi­ger Mi­ni mit E-Em­blem am Heck

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