Sko­da Oc­ta­via RS 245

Sko­da schärft den Oc­ta­via RS mit 15 PS mehr und straf­fem Fahr­werk nach

AUTO ZEITUNG - - INHALT - Jür­gen Wolff

B is­her hat der Mix aus funk­tio­na­lem Fa­mi­li­en­kom­bi und hei­ßem Wo­che­n­end­sport­ler beim Sko­da Oc­ta­via RS pri­ma funk­tio­niert: Seit die Tsche­chen ih­re RS-Mo­del­le ein­ge­führt ha­ben, wur­den mehr als 200.000 Ex­em­pla­re ver­kauft, die meis­ten da­von als Kom­bi. Mit dem frisch auf­ge­leg­ten Oc­ta­via RS 245 legt Sko­da noch­mal nach. Da­zu leis­tet der Vier­zy­lin­der-Tur­bo­ben­zi­ner un­ter der Front­hau­be nun 15 PS mehr als bis­her – ins­ge­samt al­so 245 PS. Da­zu kommt ein ma­xi­ma­les Dreh­mo­ment von 370 Nm, das ab 1600 Tou­ren an­liegt. Ne­ben der se­ri­en­mä­ßi­gen Sechs­gang-Schal­tung bie­tet Sko­da im RS 245 nun auch ein Sie­ben­gang- Dop­pel­kupp­lungs­ge­trie­be an. Das Kraft­pa­ket passt: Der 1,5 Ton­nen schwe­re und 4,70 Me­ter lan­ge Kom­bi legt nach ei­ner kur­zen Ge­denk­pau­se los und zieht laut Sko­da in 6,7 Se­kun­den von null auf Tem­po 100. Bei 250 km/ h wird ab­ge­re­gelt. Das sind Wer­te auf VW Golf GTI-Ni­veau. Beim Fahr­werk ha­ben es die In­ge­nieu­re al­ler­dings et­was über­zo­gen. Nicht we­gen der Tie­fer­le­gung um 15 Mil­li­me­ter ge­gen­über der nor­ma­len Bau­rei­he und auch nicht we­gen der um 30 Mil­li­me­ter brei­te­ren Spur hin­ten. Nein, es ist der Fe­de­rungs­kom­fort, über den es sich strei­ten lässt. Schon im Com­fort-Mo­dus ge­lan­gen auf Rum­pel­pis­ten die Stö­ße un­sanft ins Fahr­zeu­gin­ne­re. Wählt man den VRS-Mo­dus, ver­steift sich das Fahr­werk und reicht al­le Une­ben­hei­ten un­ge­fil­tert wei­ter. Im­mer­hin brin­gen die Vor­der­rä­der die 245 PS pro­blem­los auf die Stra­ße. Selbst bei vol­ler Be­schleu­ni­gung wer­den kaum An­triebs­kräf­te auf die Len­kung über­tra­gen. Zu­dem zieht sich der RS 245 mit gut por­tio­nier­ter Kraft si­cher und sta­bil durch Kur­ven. Der Grund liegt in der mit elek­tro­nisch ge­re­gel­ter La­mel­len-Kupp­lung ar­bei­ten­den Vor­der­achsQu­er­sper­re. Je nach Be­darf kön­nen bis zu 100 Pro­zent der An­triebs­kraft auf ein Rad ge­lei­tet wer­den. Die prä­zi­se Pro­gres­siv­len­kung sorgt da­für, dass man auch auf kur­vi­ger Stre­cke we­nig am Lenk­rad kur­beln und kaum um­grei­fen muss. Ob je­doch der Sound­ge­ne­ra­tor nö­tig ist, der den RS in­nen klin­gen lässt wie ei­nen V6 und selbst Zwi­schen­gas­stö­ße si­mu­liert, bleibt Ge­schmacks­sa­che. Über die Prei­se ver­rät Sko­da auch kurz vor dem Ver­kaufs­start noch nichts. „Um die 34.500 Eu­ro“heißt die Stan­dard­aus­sa­ge.

FA­ZIT: Der Sko­da Oc­ta­via RS 245 ist noch mehr Sport­ler als der frü­he­re RS. Der Kom­fort bleibt al­ler­dings et­was auf der Stre­cke.

RS-Look: Le­derS­port­lenk­rad, ro­te Näh­te, Alu-Pe­da­le­rie

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