Fi­at 500L

Fünf Jah­re nach dem Markt­start über­ar­bei­tet Fi­at den 500L – die Ver­si­on im Of­f­road-Look hört künf­tig auf den Na­men Cross

AUTO ZEITUNG - - INHALT - Klaus Uck­row

Mehr als 400.000 Fi­at 500 wur­den im ver­gan­ge­nen Jahr welt­weit aus­ge­lie­fert. Et­wa je­der vier­te da­von war ein 500L – wo­bei das L hier für Lar­ge (Eng­lisch: groß) steht. Nicht zu Un­recht: Der Cross­over auf der Platt­form des Klein­wa­gens Pun­to ist rund 60 Zen­ti­me­ter län­ger als das Kult­au­to aus Bel­la Ita­lia. Ab Mit­te Ju­li rollt der über­ar­bei­te­te 500L zu den deut­schen Händ­lern – mit ver­bes­ser­ter Aus­stat­tung und leicht ver­än­der­ter Front, die jetzt noch stär­ker der des Fi­at 500 äh­nelt. An den Mo­to­ren und den Ab­mes­sun­gen än­dert sich nichts, da­für aber an den Mo­dell­be­zeich­nun­gen: Der 4,24 Me­ter lan­ge, nor­ma­le 500L trägt den Zu- satz Ur­ban, die 4,38 Me­ter lan­ge Kom­bi­va­ri­an­te mit bis zu sie­ben Sit­zen heißt nun Wa­gon statt wie bis­her Li­ving, und die der­zeit in Deutsch­land be­lieb­tes­te Va­ri­an­te, der 4,28 Me­ter lan­ge Cross­over Tre­cking, läuft jetzt un­ter dem Na­men Cross. Mit der um 25 mm hö­her­ge­leg­ten Ka­ros­se­rie, ei­ner zu­schalt­ba­ren elek­tro­ni­schen Dif­fe­ren­zi­al­sper­re an der an­ge­trie­be­nen Vor­der­ach­se und der Bergab­fahr­hil­fe be­wäl­tigt der Fi­at oh­ne Pro­ble­me auch grö­be­re Feld­we­ge. Am bes­ten mit dem kräf­ti­gen 1,6-Li­ter-Tur­bo­die­sel, der 120 PS und ein sat­tes Dreh­mo­ment von 320 Nm zur Ver­fü­gung stellt. Das Trieb­werk er­wies sich bei un­se­rer Fahrt rund um Tu­rin ein­schließ- lich ei­ner Tour über ver­nach­läs­sig­te Feld­we­ge als durch­zugs­stark und sehr kul­ti­viert. Be­son­ders bei der Ge­räusch­däm­mung hat Fi­at hier gu­te Ar­beit ge­leis­tet. Das fällt ge­ra­de im di­rek­ten Ver­gleich mit dem Zwei­zy­lin­der-Ben­zi­ner des 105 PS star­ken Mo­dells 0.9 Twi­nAir Tur­bo auf, der sich schnar­rend und schlapp durch den Ver­kehr quält. Al­len 500L ge­mein sind üb­ri­gens die un­prä­zi­se Len­kung und ei­ne schwer do­sier­ba­re Brem­se. Das In­te­ri­eur wirkt hoch­wer­ti­ger als bis­lang, die vor­de­ren Sit­ze sind aber im­mer noch zu klein und die Kopf­stüt­zen der Rück­bank zu nied­rig an­ge­bracht. Da­für über­zeugt der Fi­at mit ei­nem gro­ßen so­wie va­ria­blen La­de­raum. Dank der um­klapp­ba­ren Leh­ne des Bei­fah­rer­sit­zes las­sen sich bis zu 2,50 Me­ter lan­ge Ge­gen­stän­de ver­stau­en. Neu sind ein op­tio­na­ler Ci­ty­Not­brems­as­sis­tent und die Kon­nek­ti­vi­tät über App­le CarPlay und An­dro­id Au­to. Die Prei­se für den 500L mit 95-PS-Ben­zi­ner star­ten bei 16.490 Eu­ro, für den Cross bei 18.490 Eu­ro.

FA­ZIT: Fi­at hat die Mo­dell­fa­mi­lie rund um den 500L ge­zielt auf­ge­wer­tet. Ge­blie­ben ist die gro­ße Va­ria­bi­li­tät, bei den As­sis­tenz­sys­te­men fin­den sich aber noch Lü­cken.

Wer­ti­ges Cock­pit mit sie­ben Zoll gro­ßem Touch­screen (Op­ti­on)

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