Kom­men­tar Gro­ßer Kraft­akt für die ITR

AUTO ZEITUNG - - DTM · SPORT - Gre­gor Mes­ser

Der Rück­zug von Mer­ce­des nach 2018 ist ein har­ter Bro­cken – im in­ter­na­tio­na­len, mehr aber noch im deut­schen Mo­tor­sport, wo die Se­rie ei­ne wich­ti­ge Platt­form für vie­le Rah­men­se­ri­en bie­tet. Ei­ne DTM oh­ne Mer­ce­des lässt sich kaum vor­stel­len. Ge­nau da­mit muss man sich ab 2019 aber ab­fin­den. Durch die frü­he Be­kannt­ga­be des Rück­zugs hat Mer­ce­des den Mit­ar­bei­tern vom Ein­satz­team HWA, dem Se­ri­en­be­trei­ber ITR und al­len wei­te­ren Part­nern ein Mi­ni­mum an Pla­nungs­si­cher­heit ge­ge­ben. Wie es je­doch nach 2018 mit der po­pu­lärs­ten Tou­ren­wa­gen-Se­rie Eu­ro­pas wei­ter­ge­hen wird, bleibt vor­erst Spe­ku­la­ti­on. Vo­rei­li­ge Kri­ti­ker, die die DTM stets nur als Mar­ke­tin­g­ori­en­tier­te Pseu­do-Show mit ver­schenk­ten Ti­ckets und mar­ken­stra­te­gisch ge­steu­er­tem Renn­aus­gang be­trach­ten, sei­en je­doch ge­warnt, wenn sie jetzt den Tod der Se­rie her­bei­re­den wol­len. Die Da­ch­or­ga­ni­sa­ti­on ITR setzt al­les dar­an, ih­re Se­rie zu ret­ten. Aber: Ab so­fort muss sie Neu­ein­stei­ger für die DTM gewinnen. Das wird nicht ein­fach, wo der­zeit doch der all­ge­mei­ne Trend für Werks­en­ga­ge­ments in Rich­tung For­mel E geht. Und mit nur zwei Her­stel­lern – wie 2006 bis 2011 mit Mer­ce­des und Au­di – wird die Se­rie dau­er­haft kaum noch ein­mal funk­tio­nie­ren.

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