Phan­tom VIII.

Rolls-Roy­ce Phan­tom Nach 14 Jah­ren über­nimmt der neue der ach­ten Ge­ne­ra­ti­on das Zep­ter und be­steigt den Thron im Lu­xus­seg­ment

AUTO ZEITUNG - - VORSTELLUNG · ROLLS-ROYCE PHANTOM VIII - Martin Ur­ban­ke

Auf den ers­ten Blick mag die Ähn­lich­keit zwi­schen dem neu­en und dem bis­he­ri­gen Phan­tom-Mo­dell frap­pie­rend er­schei­nen. Nur wah­ren Ken­nern fällt ins Au­ge, dass es sich um ein voll­stän­dig neu­es Au­to­mo­bil han­delt: Die Schein­wer­fer sind klei­ner und schär­fer ge­zeich­net und der mar­ken­ty­pi­sche „Pan­the­on“-Grill baut nicht nur hö­her als bis­her, son­dern wur­de erst­ma­lig in die Front in­te­griert. Ein Strei­fen aus po­lier­tem Edel­stahl, der Grill, Hau­be und Wind­schutz­schei­be um­spannt, zeugt als wei­te­res ex­klu­si­ves Gestal­tungs­merk­mal von der kom­plett neu­en, nun­mehr ach­ten Ge­ne­ra­ti­on in der lan­gen Ah­nen­rei­he de­rer vom Ty­pus Rolls-Roy­ce Phan­tom. Doch der Ge­ne­ra­ti­ons­wech­sel be­schert dem Ober­haupt der er­lauch­ten Hier­ar­chie nicht nur ei­ne mo­der­ni­sier­te Li­ni- en­füh­rung, son­dern mar­kiert zu­gleich den Be­ginn ei­ner neu­ar­ti­gen Fahr­zeu­gAr­chi­tek­tur: Statt auf dem bis­he­ri­gen Mo­no­co­que-Kon­zept ba­siert der ak­tu­el­le Phan­tom auf ei­nem von Roll­sRoy­ce kon­stru­ier­ten Alu-Space­frame, den die No­bel-Ka­ros­se mit kei­nem Groß­se­ri­en­mo­dell tei­len muss.

Das Alu-Space­frame bil­det das Fun­da­ment für Ex­klu­si­vi­tät

So konn­ten die In­ge­nieu­re ei­ne für ih­re An­sprü­che maß­ge­schnei­der­te Ar­chi­tek­tur schaf­fen, die mit nied­ri­gem Ei­gen­ge­wicht und höchs­ter Tor­si­ons­stei­fig­keit glänzt, wäh­rend sie so weit ska­lier­bar ist, dass sich ne­ben dem neu­en Phan­tom mit kur­zem und lan­gem Rad­stand – Ex­ten­ded Whee­l­ba­se (EWB) wie auf un­se­ren Fo­tos – selbst Ein­zel­an­fer­ti­gun­gen mit na­he­zu frei­er Ka­ros­se­rie­ge­stal­tung dar­stel­len las­sen. Auch die zu­künf­ti­gen Ghost-, Wraith- und Dawn-Mo­del­le, ja so­gar das de­si­gnier­te SUV-Mo­dell Cul­li­nan wer­den auf die­ser Ar­chi­tek­tur auf­bau­en. Die von Rolls-Roy­ce auf den Na­men „Ar­chi­tec­tu­re of Lu­xu­ry“ge­tauf­te Kon­struk­ti­on soll um 30 Pro­zent stei­fer aus­fal­len als die des vor­he­ri­gen Phan­tom und die An­sprü­che an Akus­tik, Kom­fort und Rau­m­an­ge­bot noch kon­se­quen­ter be­rück­sich­ti­gen. Das Fahr­werk des neu­en Phan­tom ver­fügt über Dop­pel­quer­len­ker an der Vor­der­ach­se so­wie ei­ne Mehr­fach­len­ker­ach­se hin­ten und kom­bi­niert dies mit ei­ner ad­ap­ti­ven Luft­fe­de­rung samt au­to­ma­ti­schem Ni­veau­aus­gleich. Hin­zu kom­men di­ver­se Re­gel­sys­te­me so­wie ei­ne Vier­rad­len­kung. Und: Bis 100 km/ h scannt ei­ne Ste­reo­ka­me­ra die Fahr­bahn, um das Fahr­werk den Er­for­der­nis­sen si­tua­tiv op­ti­mal an­pas­sen zu

kön­nen. Stich­wort: „Ma­gic Car­pet Ri­de“– flie­gen­der Tep­pich. Zu ei­nem er­le­se­nen Fahr­kom­fort ge­hört selbst­ver­ständ­lich auch ei­ne wirk­sa­me Ge­räusch­däm­mung. Rolls-Roy­ce ver­spricht dank des Ein­sat­zes von sechs Mil­li­me­ter star­kem, zwei­la­gi­gem Akus­tik­glas rundum, über 130 Ki­lo schall­ab­sor­bie­ren­der Däm­mung und ei­ner auf­wen­di­gen Iso­lie­rung durch dop­pel­wan­di­ge Ble­che im Be­reich des Fahr­zeug­bo­dens so­wie der Spritz­wand ei­ne Ver­bes­se­rung um zehn Pro­zent bei 100 km/ h ge­gen­über dem Vor­gän­ger – der be­reits als ei­nes der lei­ses­ten Au­to­mo­bi­le über­haupt galt. So­gar die (pan­nen­si­che­ren) 22-Zoll-Rei­fen tra­gen ei­nen Schall­schutz im In­ne­ren, um das Ab­roll­ge­räusch zu mi­ni­mie­ren. Ex­trem lei­se soll auch der neue 6,75Li­ter-V12 zu Wer­ke ge­hen, der dank Bi­tur­bo-Tech­nik bis zu 571 PS mo­bi­li­siert und be­reits ab 1700 Um­dre­hun­gen be­ein­dru­cken­de 900 Nm Dreh­mo­ment be­reit­stellt. Im Zu­sam­men­spiel mit ei­ner Acht­stu­fen-Au­to­ma­tik von ZF, die ih­re Schalt­stra­te­gie so­gar mit­tels GPS-Da­ten ad­ap­tie­ren kann, soll der Phan­tom ein eben­so mü­he­lo­ses wie stil­vol­les Fahr­ge­fühl rea­li­sie­ren. Um­fang­rei­che As­sis­tenz- und Si­cher­heits­sys­te­me so­wie ei­ne zeit­ge­mä­ße Kon­nek­ti­vi­tät sind selbst­ver­ständ­lich – ge­nau wie das prä­zi­se Fi­nish und die vir­tuo­se Ver­wen­dung al­ler­feins­ter Ma­te­ria­li­en, die ein na­he­zu fu­gen­frei­es Er­schei­nungs­bild sug­ge­rie­ren. Neu­ar­tig sind in­des Ex­te­ri­eur-Akzente aus po­lier­tem Edel­stahl, La­ser-Schein­wer­fer mit bis zu 600 Me­ter Reich­wei­te so­wie Tü­ren, die – vom Per­so­nal per Sen­sor­tas­ten ak­ti­viert – an­nä­hernd ge­räusch­los schlie­ßen und so ei­nen un­ver­gleich­lich lu­xu­riö­sen Zustieg ins In­ne­re ze­le­brie­ren. Wer dort Platz neh­men darf, den er­war­tet ei­ne At­mo­sphä- re, die von Ru­he, Lu­xus und Kunst ge­prägt wird. Die schier un­end­li­che Aus­wahl bei Ma­te­ria­li­en, Far­ben und Sitz­kon­fi­gu­ra­tio­nen wird ab­ge­run­det durch „The Gal­le­ry“: ei­ne Art Kunst­ga­le­rie im Be­reich der Ar­ma­tu­ren­ta­fel vor dem Bei­fah­rer, die sich auf Wunsch mit in­di­vi­du­el­len Kunst­wer­ken aus­stat­ten lässt, die hin­ter ei­ner Glas­schei­be ge­schützt im Blick­feld der Pas­sa­gie­re lie­gen. Frei nach dem Mot­to: Er­laubt ist, was ge­fällt.

ex­klu­si­ve Ar­chi­tek­tur: ein Alu­mi­ni­um-space­frame er­laubt viel­fäl­ti­ge va­ria­tio­nen

Ed­les In­te­ri­eur mit LED-Ster­nen­him­mel und fürst­li­chem Raum­ge­fühl. Das De­sign der Tür­ta­feln wur­de vom Yacht­bau in­spi­riert

So­ge­nann­te Coach Doors öff­nen weit und er­lau­ben ei­nen ad­äqua­ten Zustieg zum Fond. Die lu­xu­riö­sen Ein­zel­sit­ze sind ein­an­der leicht zu­ge­wandt

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