Nis­san Mi­cra

AUTO ZEITUNG - - FORD F-150 RAPTOR & FORD GT · FASZINATION -

Mit 0,9 Li­ter Hu­b­raum ist der Mo­tor des Nis­san Mi­cra nicht nur der kleins­te, son­dern mit ei­ner Leis­tung von 90 PS und ei­nem ma­xi­ma­len Dreh­mo­ment von 140 New­ton­me­ter gleich­zei­tig auch der schwächs­te im Test­feld. We­nig über­ra­schend kann der Ja­pa­ner da­mit trotz sei­nes dy­na­mi­schen Äu­ße­ren bei den Fahr­leis­tun­gen nicht mit sei­nen Kon­tra­hen­ten mit­hal­ten. Mit ei­ner Zeit von 11,9 Se­kun­den von null auf 100 km/ h ist er min­des­tens 1,5 Se­kun­den lang­sa­mer als die Kon­kur­renz, mit ei­ner Höchst­ge­schwin­dig­keit von 175 km/ h schafft er zu­dem als Ein­zi­ger nicht den Sprung über die 180-km/ h-Mar­ke. Licht und Schat­ten gibt es beim The­ma Rau­m­an­ge­bot: Wäh­rend die vor­ne Sit­zen­den so viel Platz ge­nie­ßen wie sonst nur im Hy­un­dai i20, geht es im Fond deut­lich be­eng­ter zu. Das Kof­fer­raum­vo­lu­men ist mit 300 bis ma­xi­mal 1004 Li­tern gu­ter Durch­schnitt, die La­de­lu­ke fällt al­ler­dings sehr klein aus.

Der Mi­cra ist er­wach­sen ge­wor­den, zeigt aber Kom­fort­schwä­chen

Der Ar­beits­platz des Fah­rers prä­sen­tiert sich auf­ge­räumt und er­freut mit sehr gu­ter Be­dien­bar­keit. Eben­falls po­si­tiv: Bei der Si­cher­heits­aus­stat­tung er­reicht der Nis­san dank Fea­tu­res wie dem se­ri­en­mä­ßi­gen au­to­no­men Brems­as­sis­ten­ten, der sich op­tio­nal um ei­ne Per­so­nen­er­ken­nung (500 Eu­ro im Pa­ket mit Re­gen­sen­sor, Fern­licht- und ak­ti­vem Spur­hal­teas­sis­tent) er­wei­tern lässt, fast das Ni­veau von Seat Ibi­za und Ford Fies­ta. Glei­ches gilt für die Ma­te­ri­al- und Ver­ar­bei­tungs­qua­li­tät. Nicht zu­letzt die auf Wunsch farb­lich ab­ge­setz­ten Soft-TouchDe­kor-Ele­men­te an Mit­tel­kon­so­le und Ar­ma­tu­ren­trä­ger ver­lei­hen dem In­te­ri­eur ei­ne sehr wer­ti­ge An­mu­tung. Über­haupt hat der neue Nis­san Mi­cra im Ver­gleich mit sei­nem Vor­gän­ger deut­lich an Rei­fe zu­ge­legt – oh­ne dass des­halb der Kauf­preis den so­zi­al­ver­träg­li­chen Rah­men ver­lässt. In der Kom­fort­wer­tung kann der Ja­pa­ner ge­gen­über der hier ver­sam­mel­ten Kon­kur­renz aber un­ter an­de­rem we­gen sei­nes wei­chen Ge­stühls und des zum Teil bo­cki­gen Ver­hal­tens bei Fahr­bahnu­n­eben­hei­ten nicht ganz mit­hal­ten. Die we­nig ge­dämm­ten Rad­käs­ten tra­gen zu­dem über Ge­bühr zur Ge­räusch­ku­lis­se bei. In der End­ab­rech­nung be­legt der Nis­san den fünf­ten Platz.

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