Peu­geot 208

AUTO ZEITUNG - - FORD F-150 RAPTOR & FORD GT · FASZINATION -

Den 1,2-Li­ter-Drei­zy­lin­der in der Leis­tungs­stu­fe mit 110 PS gibt es für den Peu­geot 208 nur in Kom­bi­na­ti­on mit der To­paus­stat­tung Allu­re. Das be­schert dem Fran­zo­sen den Nach­teil des höchs­ten be­wer­te­ten Prei­ses in die­sem Test. Auf der Ha­ben­sei­te kann der 208 da­für sei­nen um­fang­rei­chen se­ri­en­mä­ßi­gen Lie­fer­um­fang ver­bu­chen, der un­ter an­de­rem Blue­too­thSchnitt­stel­le, Kli­ma­an­la­ge und Leicht­me­tall­fel­gen um­fasst. Eben­falls po­si­tiv: Der no­mi­nell stärks­te Mo­tor im Feld hat mit dem Ge­wicht von 1109 Ki­lo­gramm im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes leich­tes Spiel. Als ein­zi­ger der sechs Test­kan­di­da­ten knackt der 208 Pu­reTech 110 bei der Be­schleu­ni­gung aus dem Stand auf 100 km/ h die Zehn-Se­kun­den-Mar­ke, mar­kiert zu­dem bei den Elas­ti­zi­täts­mes­sun­gen so­wie bei der an­ge­ge­be­nen Höchst­ge­schwin­dig­keit Best­wer­te. Hin­zu kommt der ge­mein­sam mit dem Seat zweit­nied­rigs­te Test­ver­brauch (6,4 l/100 km), was ihm den Sieg in der An­triebs­wer­tung be­schert.

Bei Kom­fort und Fahr­dy­na­mik ver­liert der Peu­geot an Bo­den

Als kür­zes­tes Fahr­zeug bie­tet der 208 sei­nen In­sas­sen ei­nen vor­ne wie hin­ten ver­gleichs­wei­se knapp ge­schnit­te­nen In­nen­raum, der in Sa­chen Ma­te­ri­al­gü­te und An­mu­tung das ho­he Ni­veau der Kon­kur­renz nicht ganz er­rei­chen kann. Fah­rer und Bei­fah­rer neh­men im Peu­geot auf recht klein di­men­sio­nier­ten und weich ge­pols­ter­ten Sit­zen Platz, die nur we­nig Un­ter­stüt­zung bie­ten. Das Cock­pit mit den hoch­ge­setz­ten und zum Teil vom Lenk­rad ver­deck­ten In­stru­men­ten samt der et­was um­ständ­li­chen Be­die­nung über den Touch­screen ist und bleibt ge­wöh­nungs­be­dürf­tig. Die Kom­fort­re­ser­ven der Fahr­werks­ab­stim­mung sind nicht sehr aus­ge­prägt. Auf schlech­ten Wegstre­cken ge­ra­ten Fe­dern und Dämp­fer schnell an ih­re Gren­zen. Hin­zu kommt das ho­he Ge­räusch­ni­veau im In­nen­raum. Da­für ist der Peu­geot ne­ben dem Seat Ibi­za der Ein­zi­ge, des­sen op­tio­na­le Kli­ma­au­to­ma­tik (400 Eu­ro) sich für Fah­rer und Bei­fah­rer ge­trennt re­geln lässt. Kri­tik ver­die­nen die Brem­sen: Aus 100 km/ h kommt der 208 erst nach über 37 Me­tern zum Ste­hen. Nicht nur des­we­gen bleibt ihm in die­sem star­ken Wett­be­werbs­um­feld nur der letz­te Platz.

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