Kom­men­tar

AUTO ZEITUNG - - NEUHEITEN · KOMPAKTKLASSE - Ste­fan Mie­te (Stellv. Chef­re­dak­teur)

Oc­ta­via und den Klas­sen­meis­ter VW Golf. Für das ge­sam­te Mo­dell­trio wird es – un­ter­halb des gera­de ein­ge­führ­ten Tur­bo­ben­zi­ners 1.5 TSI (150 PS) ei­ne grö­ße­re Zahl von Drei­zy­lin­derTur­bo­ben­zi­nern ge­ben. Zu­dem soll das An­ge­bot von Erd­gas­va­ri­an­ten stei­gen. Bis­lang ist nur ein 110 PS star­ker 1,4-Li­ter-Vier­zy­lin­der im Pro­gramm. Der 2,0-Li­ter-Vier­zy­lin­der-Tur­bo im Sport­mo­dell Seat Le­on Cu­pra (der­zeit bis zu 300 PS) wird – wie schon heu­te der Golf R – die 300er-Mar­ke über­tref­fen. Der neue Sko­da Oc­ta­via RS dürf­te zu­min­dest dar­auf zie­len. Für al­le gilt: Touch­screens und Sprach­steue­rung wer­den im­mer mehr Be­di­en­funk­tio­nen steu­ern, und auch die Zahl der se­ri­en­mä­ßi­gen so­wie auf­preis­pflich­ti­gen As­sis­tenz­funk­tio­nen nimmt zu. Da­zu ge­hört et­wa der durch­aus sinn­vol­le Emer­gen­cy As­sist, der, so­fern das Sys­tem kei­ne Ak­ti­vi­tät des Fah­rers re­gis­triert und kur­renz set­zen und zieht be­reits im kom­men­den Ja­nu­ar das Tuch vom neu­en Fo­cus, der im Früh­jahr zu den Händ­ler rollt. Die vier­te Ge­ne­ra­ti­on ist am tie­fer nach un­ten ge­zo­ge­nen Grill er­kenn­bar, der von deut­lich ver­grö­ßer­ten Luft­ein­läs­sen ein­ge­rahmt wird. Im In­nen­raum kom­men hap­tisch hoch­wer­ti­ge­re Ma­te­ria­li­en zum Ein­satz. Ein Be­dien­sys­tem im Stil des Fies­ta ist eben­so neu wie die Zy­lin­der­ab­schal­tung für den 1,5 Li­ter gro­ßen Drei­zy­lin­der-Tur­bo­ben­zi­ner, der im Ge­gen­satz zum 1,0-Li­terD­rei­zy­lin­der über ei­ne Aus­gleichs­wel­le ver­fügt. Hin­ter dem Be­griff „EcoBlue“ver­birgt sich AdBlue-Tech­nik für die neu­en Die­sel. Neu ist auch der Ac­tive, der mit gut 18 mm er­höh­ter Bo­den­frei­heit, Dach­trä­gern und ro­bus­ten An­bau­tei­len ei­nen Hauch SUV-An­mu­tung bringt. Und Opel? Bis zum ganz neu­en As­tra, der dann nicht mehr auf ei­ner Platt­form von Ge­ne­ral

Die Wahl ist ge­lau­fen, die Mes­se ge­le­sen. Jetzt wo Ber­lin sein Er­geb­nis hat und die IAA vor­über ist, kann Ru­he ein­keh­ren, das Man­tra vom Se­gen des E-Au­tos lei­ser wer­den. Zeit, auf die wirk­li­chen Stars zu bli­cken, die be­zahl­ba­ren, spar­sa­men, längst voll­wer­ti­gen Kom­pak­ten. Und es sind ganz nor­ma­le Au­tos, die in den nächs­ten drei Jah­ren auf den Markt kom­men. Mer­ce­des geht mit ei­ner ganz neu­en Mo­to­ren­fa­mi­lie an den Start, die nicht nur güns­ti­ger zu pro­du­zie­ren ist, son­dern auch we­ni­ger ver­brau­chen soll. Maz­da macht den Ben­zi­ner zum Selbst­zün­der und ver­spricht bis zu 30 Pro­zent Spar­po­ten­zi­al, und im neu­en Ford Fo­cus mit nur drei Zy­lin­dern hat ein Topf bei Nicht-Be­darf so­gar Pau­se. So geht Spa­ren, oh­ne ei­ne Vier­tel­ton­ne Bat­te­ri­en durch die Ge­gend fah­ren zu müs­sen. Die neu­en Kom­pak­ten wer­den As­sis­tenz­funk­tio­nen aus hö­he­ren Klas­sen bie­ten, die den Fah­rer ent­las­ten und gut sind für die Si­cher­heit. Erst bei de­ren Nach­fol­gern wird sich die Gret­chen­fra­ge stel­len: „Nun sag, wie hast du es mit dem Strom?“

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