Mer­ce­des CLS

Kurz vor sei­ner Welt­pre­mie­re wa­ren wir mit ei­nem Pro­to­ty­pen der drit­ten Ge­ne­ra­ti­on des vier­tü­ri­gen Cou­pés Mer­ce­des CLS un­ter­wegs

AUTO ZEITUNG - - INHALT - Thomas Gei­ger

Nor­ma­ler­wei­se kennt man die E-Klas­se als den fah­ren­den Ge­schäfts­an­zug. Doch seit 2003 macht der Mer­ce­des fürs Bu­si­ness als CLS oben­drein auf sport­lich-ele­gant. Vor 14 Jah­ren und 350.000 Zu­las­sun­gen be­wies das ers­te vier­tü­ri­ge Cou­pé mit Stern, dass die E-Klas­se auch Sinn­lich­keit und Ver­gnü­gen bie­tet. Jetzt tre­ten die Schwa­ben den Be­weis aufs Neue an: Im No­vem­ber zei­gen sie auf der Au­to­show in Los An­ge­les die drit­te Ge­ne­ra­ti­on des CLS. Wir ha­ben die Daim­lerEnt­wick­ler be­reits mit ei­ner Flot­te ge­tarn­ter Pro­to­ty­pen in und um San Fran­cis­co be­glei­tet. Trotz Tarn­fo­lie kann man den größ­ten Un­ter­schied zum Vor­gän­ger schon im Stand er­ken­nen: Wäh­rend ei­nem die Sil­hou­et­te ziem­lich be­kannt vor­kommt und die vier Tü­ren ih­re rah­men­lo­sen Fens­ter be­hal­ten, ent­wi­ckelt das Heck mit den weit aus­ge­stell­ten Hüf­ten noch mehr Sex­ap­peal, und die Front be­kommt ei­ne do­mi­nan­te Hai­fi­sch­na­se samt se­ri­en­mä­ßi­gen LED-Schein­wer­fern. Ver­gli­chen da­mit wirkt das In­te­ri­eur des CLS, der mit 4,99 Me­ter Län­ge ge­nau zwi­schen E- und SKlas­se steht, re­la­tiv ver­traut: Das Ci­ne­ma­scope-Cock­pit und das neue Lenk­rad mit der in­te­grier­ten Tas­te für den Tem­po­ma­ten kennt man von der ge­ra­de ge­lif­te­ten der S-Klas­se. Das Am­bi­en­te wirkt noch ei­nen Hauch ed­ler und mo­der­ner als bei an­de­ren E-Klas­seDe­ri­va­ten, weil zum Bei­spiel die Lüf­tungs­dü­sen von in­nen be­leuch­tet sind und mit ih­rem Far­ben­spiel die ak­tu­el­le Tem­pe­ra­tur- ein­stel­lung spie­geln. Selbst die Sitz­po­si­ti­on ist ähn­lich wie bei den Zwei­tü­rern – nur mit neu­en Ses­seln und na­tür­lich dem be­que­me­ren Zu­gang zur Rück­bank, die erst­mals auch drei Per­so­nen Platz bie­tet. Den­noch ist das Rau­m­an­ge­bot für Hin­ter­bänk­ler, spe­zi­ell die Kopf­frei­heit, ein­ge­schränkt. Tech­nisch ist der CLS ganz auf dem neu­es­ten Stand – und au­ßer­dem das ers­te Mo­dell aus der E-Klas­se-Fa­mi­lie, das die neue Mo­to­ren­ge­ne­ra­ti­on mit 48-Vol­tStar­tern be­kommt. Da­bei über­nimmt das De­si­gner­stück nicht nur die Rei­hen­sechs­zy­lin­der aus der S-Klas­se, son­dern fährt auch mit ei­nem neu­en Vier­zy­lin­der-Ben­zi­ner mit Rie­menStar­ter­ge­ne­ra­tor. Acht­zy­lin­der wird es da­ge­gen in die­ser Ge­ne­ra­ti­on zu­nächst nicht mehr ge­ben, weil dem vier­sit­zi­gen AMG GT, der ab nächs­tem Jahr den bis­he­ri­gen CLS Shoo­ting Bra­ke er­set­zen soll, die be­son­ders leis­tungs­star­ken Trieb­wer­ke vor­be­hal­ten sind. Auf un­se­rer Fahrt über kur­vi­ge Berg­stra­ßen rund um das Si­li­con Val­ley stellt der CL S sei­ne dy­na­mi­schen Qua­li­tä­ten un­ter Be­weis, wo­bei die Fahr­werks­ab­stim­mung ir­gend­wo zwi­schen E-Li­mou­si­ne und Cou­pé liegt und der kräf­ti­ge Vier­zy­lin­der-Ben­zi­ner or­dent­lich an­schiebt. Zu­dem über­zeugt dank Luft­fe­de­rung auch der Fe­de­rungs­kom­fort.

FA­ZIT: Der CLS wen­det sich an de­si­gnaf­fi­ne Kun­den, de­nen ei­ne E-Li­mou­si­ne zu bie­der ist. Tech­nisch fährt das vier­tü­ri­ge Cou­pé vorn mit.

Ver­trau­te CLS-Sil­hou­et­te mit weit aus­ge­stell­ten Rad­häu­sern

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