Gu­te Aus­sich­ten

Badische Neueste Nachrichten (Ettlingen) - - POLITIK - GER­HARD WINDSCHEID

Die deut­sche Wirt­schaft brummt: We­der die Eu­ro-Kri­se, noch die Dro­hun­gen von US-Prä­si­dent Do­nald Trump kön­nen der Kon­junk­tur et­was an­ha­ben. Be­flü­gelt vom Au­ßen­han­del und von stei­gen­den In­ves­ti­tio­nen der Un­ter­neh­men steu­ert Deutsch­land auf das stärks­te Wirt­schafts­wachs­tum seit sechs Jah­ren zu. Wie an ei­ner Tef­lon-Be­schich­tung pral­len die Wid­rig­kei­ten der Welt­wirt­schaft an den deut­schen Kon­zer­nen ab.

Si­cher­lich, es gibt ge­wal­ti­ge Un­ter­schie­de zwi­schen den ein­zel­nen Bran­chen. Wäh­rend sich ein­zel­ne Wirt­schafts­zwei­ge mü­hen müs­sen, den An­schluss nicht zu ver­lie­ren, fül­len sich in an­de­ren Be­trie­ben die Auf­trags­bü­cher fast von al­lei­ne. Ei­nen der­art lan­gen und sta­bi­len Auf­schwung hat Deutsch­land in den letz­ten Jahr­zehn­ten nicht ge­se­hen. Selbst die Skan­da­le in der Au­to­bran­che schei­nen der Kon­junk­tur nichts an­ha­ben zu kön­nen. Ma­de in Ger­ma­ny ist im­mer noch sehr ge­fragt – al­ler Un­ken­ru­fe zum Trotz. In­zwi­schen ist nicht mehr der hei­mi­sche Kon­sum die trei­ben­de Kraft hin­ter den gu­ten Wirt­schafts­zah­len, son­dern es sind wie­der die Ex­por­te, die für strah­len­de Ge­sich­ter in den Chef­eta­gen sor­gen. Glaubt man den Wirt­schafts­ex­per­ten, ist kein En­de der Hoch­kon­junk­tur in Sicht. Die künf­ti­ge Bun­des­re­gie­rung darf nur nicht an den fal­schen Stell­schrau­ben dre­hen. Trotz der gu­ten Zah­len ist der Wunsch­zet­tel der Be­trie­be lang: Da geht es um Bü­ro­kra­tie­ab­bau und um den Breit­band­aus­bau – es bleibt al­so viel zu tun.

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