Ganz schön knapp:

Lis­te mit 13 Fak­ten zum Frei­tag, dem 13. / Schlech­tes Omen taucht in der Bi­bel auf

Badische Neueste Nachrichten (Hardt) - - ERSTE SEITE - Von un­se­rem Mit­ar­bei­ter Se­bas­ti­an Fi­scher

Die­se Fo­to­mon­ta­ge der ame­ri­ka­ni­schen Welt­raum­be­hör­de Na­sa zeigt den As­te­ro­iden 2012 TC 4, der in ei­nem Ab­stand von 43 780 Ki­lo­me­tern re­la­tiv na­he an der Er­de vor­bei­ge­flo­gen ist.

Im Volks­mund wird die 13 auch „das Dut­zend des Teu­fels“ge­nannt. Der di­rek­te Nach­fol­ger der har­mo­ni­schen Zwölf hat ei­nen ziem­lich schlech­ten Ruf – be­son­ders an ei­nem Frei­tag.

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Am 9. Ok­to­ber 1955 läu­tet die 13 als al­ler­ers­te Zahl das deut­sche Lot­to „6 aus 49“ein; sie wur­de aber seit­her am sel­tens­ten ge­zo­gen. Ach­tung Zu­fall: Die häu­figs­ten Zah­len sind 6 und 49!

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Ent­ge­gen dem Aber­glau­ben sind Un­fäl­le so­gar sel­te­ner: Frei­ta­ge sei­en zwar scha­dens­reich, hat et­wa die Zu­rich Ver­si­che­rung fest­ge­stellt. Doch wenn es sich um ei­nen 13. des Mo­nats han­delt, gibt es rund zehn Pro­zent we­ni­ger Mel­dun­gen.

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Das schlech­te Omen stammt schon aus der Bi­bel: Nach christ­li­cher Über­lie­fe­rung wur­de zum Bei­spiel Je­sus Chris­tus an ei­nem Frei­tag ans Kreuz ge­schla­gen, nach­dem ihn am Vor­abend Ju­das – der 13. Teil­neh­mer des Abend­mahls – ver­ra­ten hat­te.

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Auch in der nor­di­schen My­tho­lo­gie gibt es den un­heil­vol­len Gast: Nach­dem Gott Lo­ki als 13. in Wal­hal­la auf­taucht, stirbt Bal­dur, der Gott der Schön­heit. Über die Er­de legt sich dann Dun­kel­heit.

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Viel­leicht ist da­her der Job des „Qua­tor­ziè­me“ent­stan­den. Im 19. Jahr­hun­dert stand mit dem „Vier­zehn­ten“zu­wei­len ein pro­fes­sio­nel­ler Ex­tra-Gast für Tisch­ge­sell­schaf­ten be­reit. Die ein­zi­ge Auf­ga­be: bei der Gäs­te­an­zahl die 13 ver­mei­den. An­dern­falls müs­se je­mand ster­ben.

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Ge­gen die­sen Aber­glau­ben-Bo­hei grün­det sich An­fang der 1880er Jah­re in New York der mu­ti­ge „Thir­teen Club“– na­tür­lich an ei­nem Frei­tag, dem 13. Stolz heißt es nach ei­nem Jahr: Al­le 13 Din­ner-Gäs­te le­ben noch.

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Der 13. ei­nes Mo­nats fällt am häu­figs­ten auf ei­nen Frei­tag. Das hat mit der Ein­füh­rung des Gre­go­ria­ni­schen Ka­len­ders zu tun. Da­mals ent­schei­det der Papst, dass auf Don­ners­tag, den 4. Ok­to­ber 1582, gleich Frei­tag, der 15. Ok­to­ber, folgt. Wer von da an durch­zählt, er­kennt die Häu­fig­keit der ver­meint­li­chen Un­glücks­ta­ge.

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Jahr für Jahr muss man sich auf ihn ein­stel­len. Min­des­tens ein­mal ist ein Frei­tag, der 13., ganz si­cher da­bei – höchs­tens je­doch drei­mal. 2017 sind es zwei, 2018 dann im April und Ju­li.

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Im Ju­den­tum gilt die 13 als Glücks­zahl. Sie sym­bo­li­siert für Gläu­bi­ge den Na­men Got­tes. 13 Ei­gen­schaf­ten wer­den ihm zu­ge­rech­net. Der Ge­lehr­te Mai­mo­ni­des for­mu­liert 13 Glau­bens­sät­ze. Jun­gen wer­den in die­sem Al­ter mit der Bar-Miz­wa in die Ge­mein­de auf­ge­nom­men.

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Auch Sport­ler sind sehr aber­gläu­bisch: Über vie­le Jah­re star­tet in der For­mel 1 kein Renn­fah­rer mit der 13. In der Sai­son 2014 ver­such­te Pas­tor Mal­do­na­do doch mal sein Glück. Das Re­sul­tat: null Sie­ge, nur zwei Punk­te, Ge­s­amt – 16. Im of­fi­zi­el­len Tri­ath­lon wird nach dem Re­gle­ment kei­ne Start­num­mer 13 ver­ge­ben.

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Wer Angst vor Frei­tag, dem 13., hat, lei­det wo­mög­lich an Pa­ras­ka­ve­de­kat­ria­pho­bie. Die Be­zeich­nung ist wohl ge­nau­so we­nig et­was für Leu­te, die sich vor Fremd­wör­tern fürch­ten. Ab­ge­lei­tet wird sie von den grie­chi­schen Be­grif­fen „pa­ras­keue“(Frei­tag), „de­kat­ria“(drei­zehn) und „pho­bos“(Angst). Manch ei­ner wird aber auch ein­fach frei über­set­zen: „bes­ser im Bett blei­ben“.

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Als ei­ner die­ser Ängst­li­chen gilt Ar­nold Schön­berg (1874–1951). Der Schöp­fer der Zwölf­ton­mu­sik kenn­zeich­ne­te zum Bei­spiel den 13. Takt sei­nes Chor­werks „Drei­mal tau­send Jah­re“mit 12 a. Ist das ei­ne Ma­rot­te oder doch eher Tak­tik? Rich­tig nach­wei­sen lässt sich das wohl nicht. Schon in der fol­gen­den Kom­po­si­ti­on gibt es näm­lich ei­nen Takt 13. Viel­leicht hat es ein­fach zur Le­gen­den­bil­dung bei­ge­tra­gen, dass der Kom­po­nist an ei­nem 13. ge­bo­ren wur­de und an ei­nem 13. starb. Iro­nie sells!

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In Hoch­häu­sern wird die 13. Eta­ge re­gel­mä­ßig zur 14., Ho­tels ver­zich­ten zu­wei­len auf ei­ne Zim­mer­num­mer 13 – al­les, um aber­gläu­bi­sche Men­schen nicht ab­zu­schre­cken. In man­chem Flug­zeug kommt nach der zwölf­ten Rei­he gleich die 14 – et­wa bei Luft­han­sa. Die Air­line ver­zich­tet auch auf Rei­he 17. Die gilt näm­lich in Ita­li­en als Un­glücks­zahl.

Col­la­ge: BNN

IN FAST AL­LEN LEBENSLAGEN gilt die Zahl 13 in Ver­bin­dung mit Frei­ta­gen als schlech­tes Zei­chen. Den­noch sind Un­fäl­le an Frei­ta­gen, die auf ei­nen 13. fal­len, ent­ge­gen der land­läu­fi­gen Mei­nung eher sel­ten.

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