Dämp­fer für Ak­tio­nä­re

Chan­cen auf Scha­dens­er­satz bei VW-De­al schrump­fen

Badische Neueste Nachrichten (Karlsruhe) - - Wirtschaft -

Han­no­ver/Stutt­gart (dpa). Her­ber Rück­schlag für die Klä­ger: Im Mil­li­ar­den­streit um die Fol­gen der ge­schei­ter­ten VW-Über­nah­me durch Por­sche 2008 wer­den die Chan­cen auf Scha­dens­er­satz ge­rin­ger. Um­strit­te­ne Pres­se­mit­tei­lun­gen der Por­sche-Hol­ding von da­mals sei­en nach vor­läu­fi­ger Be­wer­tung – an­ders als von den kla­gen­den Ak­tio­nä­ren dar­ge­stellt – „nicht grob falsch“ge­we­sen. Dies sag­te der Vor­sit­zen­de Rich­ter des Kar­tell­se­nats am Ober­lan­des­ge­richt Cel­le, Mat­thi­as Wie­se, zum Auf­takt der münd­li­chen Ver­hand­lung in dem Mus­ter­ver­fah­ren (Az.: 13 Kap 1/16) in Han­no­ver.

Die Klä­ger stell­ten ei­nen Be­fan­gen­heits­an­trag ge­gen die drei zu­stän­di­gen Rich­ter. Nach Wie­ses Ein­schät­zung könn­te ein gro­ßer Teil der An­sprü­che un­be­grün­det sein. Ein Por­sche-Spre­cher woll­te sich zu­nächst nicht da­zu äu­ßern. Muster­klä­ger-An­walt Andre­as Tilp be­ton­te, die Auf­fas­sung der Rich­ter sei noch vor­läu­fig. Hin­ter­grund ist die Über­nah­me­schlacht zwi­schen der Por­sche-Hol­ding und Volks­wa­gen vor neun Jah­ren. Der Ver­such miss­lang, Por­sche wur­de zu ei­ner Mar­ke im VWKon­zern. Es gab Kur­stur­bu­len­zen – was ei­ni­ge An­le­ger viel Geld kos­te­te, die sich nun falsch in­for­miert füh­len.

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