Wen­de in Karls­ru­he

Jus­tin Brown bleibt Ge­ne­ral­mu­sik­di­rek­tor

Badische Neueste Nachrichten (Karlsruhe) - - Kultur -

Kehrt­wen­de am Ba­di­schen Staats­thea­ter Karls­ru­he: Seit über ei­nem Jahr war be­kannt, dass Ge­ne­ral­mu­sik­di­rek­tor Jus­tin Brown zum En­de der lau­fen­den Spiel­zeit das Haus ver­las­sen wird. Nun teil­te das Thea­ter am Sams­tag mit, dass Brown sei­nen Ver­trag in Karls­ru­he um zwei Spiel­zei­ten ver­län­gert. Nach Pro­jek­ten wie der Urauf­füh­rung Wahn­fried und der Voll­en­dung des neu­en Karls­ru­her Rings bleibt der ge­fei­er­te Wa­gner-Spe­zia­list bis Som­mer 2020 am Haus.

Vor­aus­ge­gan­gen wa­ren die­ser Ent­schei­dung die Su­che und Ge­sprä­che zur Neu­be­set­zung der Stel­le des Ge­ne­ral­mu­sik­di­rek­tors (GMD), die of­fen­bar er­folg­los blieb. Meh­re­re Be­wer­ber hat­ten sich mit Pro­be­diri­ga­ten bei Sin­fo­nie­kon­zer­ten vor­ge­stellt. Fünf Be­wer­ber wa­ren für die Nach­fol­ge von Brown ab der Sai­son 2018/19 zu­letzt in der en­ge­ren Aus­wahl, wie es aus in­ter­nen Krei­sen heißt. Zwei von ih­nen schie­nen nach den Pro­be­diri­ga­ten be­son­ders ge­eig­net zu sein, doch sind we­der Frank Beer­mann noch Jo­a­na Mall­witz der Ein­la­dung nach Karls­ru­he ge­folgt. Statt­des­sen wur­de vor kur­zem be­kannt, dass Jo­a­na Mall­witz als GMD ans Staats­thea­ter Nürn­berg geht. Mög­li­cher­wei­se hat die­se Ent­schei­dung zu den Neu­ver­hand­lun­gen mit Brown ge­führt. „Ich ha­be un­se­ren von Pu­bli­kum, Pres­se und Mit­ar­bei­tern ge­fei­er­ten und er­folg­rei­chen Ge­ne­ral­mu­sik­di­rek­tor ge­be­ten, wei­ter am Staats­thea­ter zu blei­ben und mit sei­ner krea­ti­ven Ener­gie das Haus und die Staats­ka­pel­le wei­ter zu för­dern und zu for­dern“, so Ge­ne­ral­in­ten­dant Pe­ter Sp­uh­ler laut Mit­tei­lung des Thea­ters. „Aus gro­ßer Ver­bun­den­heit zum Haus, Orches­ter und In­ten­dant, bin ich Pe­ter Sp­uh­lers An­fra­ge ger­ne ge­folgt und freue mich sehr auf die an­ste­hen­den Pro­jek­te“, wird Brown zi­tiert. Seit 2008 GMD am Staats­thea­ter, wird Brown vor al­lem für sei­ne Di­ri­ga­te von Wa­g­ners Ring so­wie den Wer­ken von Ber­li­oz, Ver­di und Strauss ge­fei­ert. Dem­nächst ste­hen En­ga­ge­ments in Frank­furt und Ber­lin an der Deut­schen Oper an.

Mit der Ver­län­ge­rung von Browns Ver­trag ent­fällt ei­ner von drei er­war­te­ten Wech­seln in Lei­tungs­po­si­tio­nen zur kom­men­den Spiel­zeit. De­fi­ni­tiv neu be­setzt wer­den müs­sen die Po­si­tio­nen des Opern­di­rek­tors und des Schau­spiel­di­rek­tors, da die bei­den der­zei­ti­gen Amts­in­ha­ber an an­de­re Häu­ser wech­seln: Micha­el Fich­ten­holz ans Opern­haus Zü­rich, Axel Preuß ans Al­te Schau­spiel­haus Stutt­gart. Die Nach­fol­ge­rin oder den Nach­fol­ger von Preuß will das Staats­thea­ter am kom­men­den Don­ners­tag vor­stel­len. ISt/ja

ZWEI JAH­RE län­ger bleibt Brown. Fo­to: Grün­schloß

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