Pre­mi­um-Pro­dukt ringt um At­trak­ti­vi­tät

Die Bes­ten mei­den im Olym­pia-Win­ter die Tour de Ski

Badische Neueste Nachrichten (Karlsruhe) - - Sport -

Len­zer­hei­de (sid). Kei­ne Björ­gen, kei­ne Kal­la, kein Klä­bo: Wenn die­sen Sams­tag im Schwei­zer Len­zer­hei­de der Start­schuss zur 12. Tour de Ski fällt, sitzt die Cre­me de la Cre­me der Lang­lauf-Pro­mi­nenz wahr­schein­lich nicht ein­mal vor dem Fern­se­her. Je­der von ih­nen hat­te schon lan­ge vor der Tour zu­rück­ge­zo­gen. Statt in der Schweiz, Deutsch­land und Ita­li­en durch den Schnee zu het­zen, ackern sie für den ei­gent­li­chen Sai­son­hö­he­punkt – Olym­pia in Pyeong­chang (9. bis 25. Fe­bru­ar). Die Tour de Ski spielt nur die zwei­te Gei­ge. „Es sind die Olym­pi­schen Spie­le, auf die es an­kommt“, sag­te die schwe­di­sche Ge­samt­welt­cup-Füh­ren­de Char­lot­te Kal­la und fass­te da­mit die Hal­tung der Loi­pen-Eli­te tref­fend zu­sam­men.

Dass Spit­zen­ath­le­ten wie sie oder die sechs­ma­li­ge Olym­pia­sie­ge­rin Ma­rit Björ­gen lie­ber trai­nie­ren, als bei der Tour zu star­ten, ist we­nig ver­wun­der­lich. „Im Olym­pia­win­ter ver­sucht je­der, sei­ne Vor­be­rei­tung so op­ti­mal und so in­di­vi­du­ell zu ge­stal­ten, dass er zum ei­gent­li­chen Hö­he­punkt im Fe­bru­ar fit ist“, sag­te Andre­as Schlüt­ter, sport­li­cher Lei­ter beim Deut­schen Ski­ver­band (DSV). Auch Nor­we­gens neu­er Über­flie­ger Jo­han­nes Hös­flot Klä­bo, der in die­sem Win­ter sechs von bis­lang neun Ren­nen ge­wann, schenkt sich den TourStart. Ne­ben dem 21 Jah­re al­ten Su­per­ta­lent Klä­bo war des­sen Lands­mann und zwei­ma­li­ger Olym­pia­sie­ger Pet­ter Nor­t­hug we­gen Form­schwä­che gar nicht erst für die Tour no­mi­niert wor­den.

Dass die größ­ten Namen nicht im Feld mit­mi­schen, liegt laut Schlüt­ter auch an Feh­lern in der Ka­len­der­pla­nung des Welt­ver­ban­des FIS. „Grund­sätz­lich fin­de ich die Tour de Ski gut, wenn sie aber zu­kunfts­träch­tig wei­ter­ge­führt wer­den soll, dann muss man si­cher­lich klei­ne Ve­rän­de­run­gen vor­neh­men und For­ma­te an­pas­sen“, sag­te er. Im dicht ge­tak­te­ten Welt­cup-Zir­kus müs­se Raum für zu­sätz­li­che Re­ge­ne­ra­ti­ons­und Trai­nings­pha­sen ge­schaf­fen wer­den. Das DSV-Team rückt zur Tour mit­ei­nem 20-köp­fi­gen Team an – haupt­säch­lich, um mög­lichst vie­le Olym­pia-Ti­ckets zu lö­sen. Und um beim Tour-Heim­spiel in Oberst­dorf die deut­schen Far­ben zu ver­tre­ten. Doch da­nach ist auch für die deut­schen Top-Läu­fer Schluss. Ni­co­le Fes­sel und San­dra Ring­wald wer­den zum Tour-Fi­na­le wohl Schluss.

Wer sich in Val die Fiem­me am 7. Ja­nu­ar die Kro­ne auf­setzt, ist nicht ab­zu­se­hen. Die Vor­jah­res­sie­ger Hei­di Weng (Nor­we­gen) und Ser­gei Ust­ju­gow (Russ­land) sind vor­ne zu er­war­ten. Wie Team­sprint-Olym­pia­sie­ge­rin Ing­vild Flug­stadt Öst­berg (Nor­we­gen), der Fran­zo­se Mau­rice Ma­ni­fi­cat und der Rus­se Alex­an­der Bol­schu­now. Tour de Ski

ABKÜRZEN wird die Tour ver­mut­lich auch San­dra Ring­wald. Fo­to: dpa

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