Lö­sun­gen für ge­sun­de Raum­luft

Cfk.- Ge­sun­de Raum­luft ist nicht nur wich­tig für das mensch­li­che Wohl­be­fin­den, son­dern ist auch be­züg­lich des Feuch­teschut­zes in den Räu­men ele­men­tar. Doch was zu Groß­mut­ters Zei­ten durch zu­gi­ges Mau­er­werk und un­dich­te Fens­ter au­to­ma­tisch funk­tio­nier­te, m

bauelement+technik - - BAUBESCHLAG- MAGAZIN -

Laut Deut­schem Mie­ter­bund ge­hö­ren Fra­gen nach der Ver­ant­wort­lich­keit bei Feuch­tig­keits­schä­den und Schim­mel­pilz in­zwi­schen zu den häu­figs­ten Streit­punk­ten in Miet­ver­hält­nis­sen. Die­ser Är­ger lässt sich ver­mei­den.

Die Ge­bäu­de­hül­le und die Fens­ter wer­den im­mer dich­ter, Raum­luft­hy­gie­ne und Feuch­teschutz sind ein ste­tes ema. Stu­di­en des In­sti­tuts für Er­hal­tung und Mo­der­ni­sie­rung von Bau­wer­ken (IEBM) be­le­gen, dass ein gu­tes Fünf­tel der Woh­nun­gen Feuch­teschä­den auf­wei­sen. Zu­dem sol­len un­zu­rei­chend be­lüf­te­te Woh­nun­gen ein 60 bis 70 % hö­he­res Ri­si­ko für Feuch­te- und Schim­mel­pilz­schä­den ha­ben.

Die Fra­ge nach der Lüf­tungs­art

Auf gut 90 % wird die Zeit ge­schätzt, die wir uns in ge­schlos­se­nen Räu­men auf­hal­ten – was eben­falls ein wich­ti­ger Grund ist, für ein ge­sun­des und fri­sches Raum­kli­ma zu sor­gen. Wenn ge­ra­de für die Fa­mi­lie ge­kocht wur­de, die Du­sche län­ge­re Zeit lief, ein Aqua­ri­um im Raum steht oder Neu­bau­feuch­te vor­han­den ist, aber auch, wenn sich meh­re­re Per­so­nen gleich­zei­tig in der Woh­nung auf­hal­ten, dann soll­te die schlech­te und ge­ge­be­nen­falls feuch­te Luft durch fri­sche, tro­cke­ne­re Luft er­setzt wer­den. Das ist ge­sund, för­dert die Hy­gie­ne und un­ter­bin­det mög­li­che Feuch­teschä­den. Um die­se be­darfs­ge­rech­te Lüf­tung auch kor­rekt in die We­ge zu lei­ten, kann ne­ben dem per­sön­li­chen Emp­fin­den auch ein Hy­gro­me­ter hel­fen, da­mit ab ei­ner Luft­feuch­te von 50 % und mehr für Luf­taus­tausch ge­sorgt wird. Dann stellt sich ei­gent­lich nur noch die Fra­ge nach der Lüf­tungs­art, denn der Mög­lich­kei­ten gibt es di­ver­se. Ide­al scheint im­mer noch per Hand zu lüf­ten. Die Fens­ter für bis zu zehn Mi­nu­ten ganz weit öff­nen, idea­ler­wei­se auf ge- gen­über­lie­gen­den Sei­ten der Woh­nung oder in ver­schie­de­nen Stock­wer­ken in­klu­si­ve mög­li­cher Dach­fens­ter, sor­gen da­für, dass durch den na­tür­li­chen Ka­mi­n­ef­fekt die war­me und ver­brauch­te Luft oben ent­weicht, wäh­rend die fri­sche von un­ten die Räu­me auf­füllt. So­weit so gut. Doch nicht im­mer ist Lüf­ten per Hand mög­lich. Sei es durch län­ge­re Ab­we­sen­heit, sei es durch Zeit­man­gel am Mor­gen, wenn man zur Ar­biet muss. Einst kein Pro­blem, doch dank der „dich­ten“Ge­bäu­de, die von der Ener­gie­ein­spar­ver­ord­nung ge­for­dert wer­den, heu­te ein Ge­fah­ren­herd für den Wohn­be­reich. In­te­grier­te Fens­ter­lüf­ter sind hier ei­ne Mög­lich­keit, den­noch für fri­sche Raum­luft zu sor­gen. Fens­ter­lüf­ter kön­nen nach­ge­rüs­tet wer­den oder sind in neue Fens­ter in­te­griert. Sie kön­nen un- auf­fäl­lig über, un­ter oder seit­lich am Fens­ter und im Fens­ter­pro­fil an­ge­bracht sein und sor­gen so ganz von selbst für ei­ne per­ma­nen­te, stress­freie Be­lüf­tung von Haus und Woh­nung. Und noch recht jung am Markt ist die Va­ri­an­te, dass Fens­ter in ei­ner Art Kipp­stel­lung we­ni­ge Mil­li­me­ter ge­öff­net sind, aber den­noch nicht Ein­bre­chern Tür und Tor öff­nen son­dern als ver­rie­gelt gel­ten.

Ge­kippt und den­noch si­cher

Ein An­bie­ter, der das ei­ge­nen An­ga­ben zu­fol­ge leis­tet, ist Be­schlag­her­stel­ler Maco. Die von dem Salz­bur­ger Her­stel­ler ent­wi­ckel­te re­du­zier­te Lüf­tungs­stel­lung an Dreh-Kipp-Fens­tern er­mög­licht es mit ge­kipp­tem Fens­ter zu lüf­ten und trotz­dem die Si­cher­heit der ein­bruch­hem­men­den Klas­se RC 2 zu ge­nie­ßen. Da­bei steht der Flü­gel oben ma­xi­mal 10 mm vom Rah­men ab und sorgt so für per­ma­nen­ten ge­si­cher­ten Luft­vo­lu­men­aus­tausch, auch bei Ab­we­sen­heit der Be­woh­ner. Für die Ein­bruch­hem­mung ist die Kom­bi­na­ti­on mit ei­nem ro­bus­ten, sperr­ba­ren Griff, wie dem von Maco ent­wi­ckel­ten „Tre­sor“-Griff, nö­tig. Die­se Lö­sung soll mit nur ei­nem zu­sätz­li­chen Ar­ti­kel leicht nach­rüst­bar sein und punk­te mit ein­fa­cher La­ger­hal­tung und Lo­gis­tik. Auch Be­schlag­her­stel­ler Sie­ge­nia hat ein Pro­dukt ent­wi­ckelt, das trotz ge­kipp­ten Fens­ters die­ses si­cher ver­rie­gelt. Der Be­schlag „Ti­tan vent se­cu­re“ver­fügt so­wohl in der Ver­schluss- als auch in der Lüf­tungs­stel­lung über ei­ne frei ska­lier­ba­re Ein­bruch­hem­mung bis RC2. Mög­lich wird dies durch die Kipp­spalt­öff­nung von

et­wa 10 mm, die selbst in der Spalt­lüf­tung in ho­hem Ma­ße schlag­re­gen­be­stän­dig und da­mit ei­nen wit­te­rungs­un­ab­hän­gi­gen Luft­wech­sel er­laubt. So trägt sie oh­ne Zug­luft­er­schei­nun­gen zum ge­sun­den Raum­luft­kli­ma bei und beugt Schim­mel­bil­dung vor. Ho­he Nut­zer­freund­lich­keit ver­spricht der „Ti­tan vent se­cu­re“auch bei der Be­die­nung, denn die neue Spalt­lüf­tung las­se sich in­tui­tiv wie ein Dreh-Kipp-Fens­ter öff­nen und schlie­ßen. End­an­wen­dern mit ho­hen An­sprü­chen an das The­ma Be­di­en­kom­fort er­laubt der mo­to­ri­sche An­trieb „Dri­ve axxent MH“von Sie­ge­nia zu­dem das Öff­nen und Schlie­ßen der neu­en Kipp­spalt­lüf­tung per Knopf­druck. Auch in Smart Ho­me-Kon­zep­te soll sich die­se Neu­heit pro­blem­los in­te­grie­ren las­sen.

Ge­si­cher­te Spalt­lüf­tung

Her­stel­ler Hau­tau bie­tet rund um das Fens­ter eben­falls zahl­rei­che Mög­lich­kei­ten, fri­sche Luft in das Ge­bäu­d­e­in­ne­re zu las­sen. Ei­ne Va­ri­an­te für na­tür­li­che Lüf­tung funk­tio­niert mit dem „Atri­um SP kom­fort“, ei­nem Ab­stell- Schie­beBe­schlag mit Spalt­lüf­tungs­funk­ti­on. Das be­deu­tet, das Fens­ter bleibt von au­ßen un­sicht­bar mit ei­nem Spalt ge­öff­net, durch den fri­sche Luft ein­drin­gen kann. Über nur zwei Griff­stel­lun­gen las­se sich der Be­schlag ver­rie­geln bzw. in die Schie­be­stel­lung brin­gen. Ei­ne drit­te Griff­stel­lung ist für die ge­si­cher­te Spalt­lüf­tung vor­ge­se­hen. Durch die­se Rund­um-Spalt­lüf­tung wird ei­ne gleich­mä­ßi­ge und na­tür­li­che Grund­lüf­tung er­mög­licht. Das Fens­ter blei­be durch das Ver­schluss­sys­tem grund­ge­si­chert, denn die Spalt­lüf­tung sei von au­ßen nicht er­kenn­bar. Durch Lauf­wer­ke und ein Sche­ren­sys­tem mit bis zu 125 mm Ab­stell­wei­te pas­se der Be­schlag auch für hoch wär­me­ge­dämm­te Fens­ter­sys­te­me. Di­rekt in­te­griert im Fens­ter bie­tet Her­stel­ler We­ru sol­che Lö­sun­gen. Da gibt es Fens­ter mit der „Sa­fe & Go“-Lüf­tung: Da lässt sich das Fens­ter nicht nur dre­hen und kip­pen, son­dern zu­sätz­lich mit ei­nem schma­len Lüf­tungs­spalt par­al­lel ab­stel­len. Durch den rund­um lau­fen­den schma­len Luft­spalt von 6 mm zwi­schen Rah­men und Fens­ter­flü­gel ent­steht ei­ne na­tür­li­che, sanf­te Be­lüf­tung. Der „Ae­ro erm Lüf­ter“ar­bei­tet nach dem Prin­zip des re­ge­ne­ra­ti­ven Wär­me­tau­sches. Das ke­ra­mi­sche Spei­cher­ma­te­ri­al nimmt die

Wär­me­en­er­gie der ab­zie­hen­den Raum­luft auf und gibt sie an die zu­ge­führ­te Au­ßen­luft wie­der ab. Durch in­te­grier­te Koh­le­ak­tiv­fil­ter und op­tio­nal er­hält­li­che Pol­len­schutz­fil­ter re­du­ziert die­ser Lüf­ter in der Luft be­find­li­che Schad­stof­fe. Die Be­die­nung er­folgt über Kipp­schal­ter oder ganz be­quem per Fern­be­die­nung. Ei­ne Al­ter­na­ti­ve stel­len au­to­ma­ti­sier­te Ele­men­te oder Steue­run­gen dar. Die­se öff­nen je nach Be­darf Fens­ter und Fens­ter­tü­ren und ei­ni­ge kön­nen so­gar die Hei­zung wäh­rend der Lüf­tungs­pha­se dros­seln. Für Pri­vat­haus­hal­te ge­eig­net sind Fens­ter­lüf­ter mit oder oh­ne Wär­me­rück­ge­win­nung in Ver­bin­dung mit ei­ner Sen­so­rik, die im Fens­ter, am Fens­ter un­ten, seit­lich oder oben an­ge­bracht ist. Das Aus für zu ho­he Luft­feuch­tig­keit ver­spricht Sie­ge­nia mit dem Fens­ter­lüf­ter „Ae­ro­mat mi­di HY“. Der leis­tungs­star­ke Pas­siv­lüf­ter eig­net sich für Fens­ter und Fens­ter­tü­ren aus Holz, Kunst­stoff und Alu­mi­ni­um. Er bie­tet ei­ne be­darfs­ge­rech­te Steue­rung der Raum­luft­feuch­tig­keit ge­mäß DIN 1946-6. Die Luft­zu­fuhr des kom­pak­ten Fens­ter­lüf­ters wird durch den Druck­aus­gleich zwi­schen Au­ßen- und In­nen­luft rea­li­siert und stellt so die be­darfs­ori­en­tier­te Min­dest­lüf­tung si­cher. Dar­über hin­aus ist er mit mehr­la­gi­gen, feuch­tig­keits­sen­si­blen Gewe­be­bän­dern aus­ge­stat­tet, die auf An­stieg oder Rück­gang der re­la­ti­ven Luft­feuch­tig­keit im In­nen­raum re­agie­ren: Steigt die Luft­feuch­tig­keit an, ver­grö­ßert sich die Öff­nung der Klap­pe und der Luft­vo­lu­men­strom nimmt zu. Sinkt die Raum­luft­feuch­tig­keit wie­der, so re­du­zie­ren sich auch die Klap­pen­öff­nung und da­mit der Vo­lu­men­strom. Mit ei­nem Fens­ter­falz­ven­til hin­ge­gen sorgt Maco da­für, dass Feuch­tig­keit ent­weicht und Frisch­luft ein­strömt. Das di­rekt in den Fens­ter­falz von Kunst­stoff­fens­tern in­te­grier­te, nicht sicht­ba­re „Vent“-Fens­ter­falz­ven­til ge­währ­leis­tet die Min­dest­lüf­tung na­tür­lich, zu­ver­läs­sig und kon­stant, oh­ne Zu­tun des Woh­nungs­nut­zers und bei ge­schlos­se­nem Fens­ter. Auch bei star­kem Wind ver­hin­dert das 140 mm lan­ge Ven­til dank sei­ner ae­ro­dy­na­mi­schen Wir­kungs­wei­se, dass zu viel kal­te Luft in den In­nen­raum ein­dringt. Denn ab ei­ner de­fi­nier­ten Luft­men­ge wird das zu­strö­men­de Luft­vo­lu­men be­grenzt, gleich­zei­tig wird die durch den Fens­ter­falz ein­strö­men­de Au­ßen­luft per­ma­nent vor­ge­wärmt. Hau­tau bie­tet ei­ne elek­tro­nisch ge­steu­er­te Va­ri­an­te. Der Fens­ter­lüf­ter „Ven­tra“ist ein Ein­zel­lüf­tungs­ge­rät mit Wär­me­rück­ge­win­nung und dient haupt­säch­lich dem Feuch­teschutz. Das Lüf­ter­ge­häu­se wird seit­lich an das Rah­men­pro­fil an­ge­baut. Das über­ste­hen­de Ge­häu­se wird in der Wand in­te­griert. An der Au­ßen­sei­te wird durch ein Lüf­tungs­git­ter Luft an­ge­saugt und über den Wär­me­tau­scher mit der ab­ge­saug­ten Raum­luft er­wärmt. Die fri­sche, vor­ge­wärm­te Luft strömt durch ein Lüf­tungs­git­ter an der In­nen­sei­te der Lai­bung in den Wohn­raum. Ein­ge­bau­te Tem­pe­ra­tur­sen­so­ren re­geln den Ve­rei­sungs­schutz. Für die meis­ten Woh­nungs­lüf­tungs­an­la­gen gibt es staat­li­che För­der­mit­tel. Wer auf ein Sys­tem mit Wär­me­rück­ge­win­nung setzt, pro­fi­tiert dop­pelt, weil zu­sätz­lich Ener­gie ge­spart wird. Wer gleich­zei­tig noch wei­te­re Maß­nah­men wie ei­nen Fens­ter­tausch um­setzt, kann das „Lüf­tungs­pa­ket“der staat­li­chen För­der­bank KfW in An­spruch neh­men.

Fo­to: Maco

Maco bie­tet ei­ne Kipp­stel­lung, die den­noch ei­ne RC2-Si­cher­heit bie­tet.

Fo­to: Hau­tau

Der Fens­ter­lüf­ter „Ven­tra“von Hau­tau wird im Lai­bungs­be­reich ein­ge­baut und dient in ers­ter Li­nie dem Feuch­teschutz.

Fo­to: Sie­ge­nia

Auch der „Ti­tan vent se­cu­re“lüf­tet und ver­rie­gelt den­noch si­cher.

Fo­to: Hau­tau

Der „Atri­um SP kom­fort“er­laubt Luf­taus­tausch über ei­ne Spalt­lüf­tung.

Fo­to: Sie­ge­nia

Der kom­pak­te Fens­ter­lüf­ter „Ae­ro­mat mi­di HY“von Sie­ge­nia funk­tio­niert durch Druck­aus­gleich.

Fo­to: We­ru

Der „Ae­ro Therm” von We­ru.

Fo­to: Maco

Die Funk­ti­ons­wei­se des Fens­ter­falz­ven­tils von Maco.

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