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Ko­si. – Der Fens­ter- und Haus­tü­ren­her­stel­ler Ho­co ist nun wie­der ein in­ha­ber­ge­führ­tes Un­ter­neh­men. Ha­rald Mey­er, ei­ner der bei­den neu­en Ge­schäfts­füh­rer, sprach mit der Re­dak­ti­on über die Zu­kunft und die in­ten­si­ve­re Un­ter­stüt­zung für Fach­händ­ler.

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Der Fens­ter- und Haus­tü­ren­her­stel­ler Ho­co ist nun wie­der ein in­ha­ber­ge­führ­tes Un­ter­neh­men. Ha­rald Mey­er, ei­ner der bei­den neu­en Ge­schäfts­füh­rer, sprach mit der Re­dak­ti­on über die Zu­kunft und die in­ten­si­ve­re Un­ter­stüt­zung für Fach­händ­ler.

En­de Au­gust 2016 wur­de be­kannt, dass die Ad­cur­am Group die Ho­co Fens­ter und Haus­tü­ren Gm­bH, Eg­gen­fel­den, an die In­ves­to­ren­grup­pe Na­vi­gis/Apex ver­äu­ßert. Ha­rald Mey­er, Ge­ne­ral­ma­na­ger der Apex, und Phil­ipp Stiehl, Vor­stand der Na­vi­gis, sind die neu­en Ho­co-Ge­schäfts­füh­rer. Das macht den Her­stel­ler wie­der zu ei­nem in­ha­ber­ge­führ­ten Un­ter­neh­men. Was da­mit ver­bun­den ist, er­läu­ter­te Ha­rald Mey­er im Ge­spräch mit der Re­dak­ti­on.

Herr Mey­er, Sie er­klär­ten in der Pres­se­mit­tei­lung vom 31. Au­gust: „Obers­tes ge­mein­sa­mes Ziel ist es, ei­ne Spit­zen­po­si­ti­on un­ter den Her­stel­lern von Fens­tern und Haus­tü­ren ein­zu­neh­men.“Wie soll das er­reicht wer­den?

Wir sind ein Qua­li­täts­an­bie­ter, ei­gen­stän­dig und un­ge­bun­den und wol­len nicht mit Bil­lig­an­bie­tern kon­kur­rie­ren. Um dies zu un­ter­strei­chen, ver­fol­gen wir ei­ne Stra­te­gie in ver­schie­de­nen Be­rei­chen, die je­doch al­le in­ein­an­der­grei­fen. Da ist zum Bei­spiel der Be­reich Pro­dukt­tech­nik und In­no­va­ti­on. Hier ha­ben wir den Vor­teil, dass wir selbst ex­tru­die­ren, ob­wohl wir kein Sys­tem­an­bie­ter sind. Dar­aus kön­nen wir schöp­fen und es er­hält un­se­re Un­ab­hän­gig­keit. Wir wer­den bald ein neu­es Pro­fil vor­stel­len und das ge­sam­te Pro­gramm kom­plett neu auf­stel­len. Zu­dem wird es sinn­vol­le Sor­ti­ments­er­gän­zun­gen ge­ben.

Par­al­lel ent­wi­ckeln wir der­zeit ei­ne weit­rei­chen­de ERP- Soft­ware, die nicht nur in un­se­rem Un­ter­neh­men ein­ge­setzt wird, son­dern auch bei un­se­ren Fach­händ­lern. Mit­hil­fe der Soft­ware kön­nen sie nicht nur Pro­duk­te kon­fi­gu­rie­ren. Sie er­hal­ten auf die­se Wei­se ei­nen tief­ge­hen­den Ein­blick in den Auf­trags­sta­tus und wer­den um­fas­send in­for­miert – ge­leb­te In­dus­trie 4.0 qua­si. Es wird die Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen Fach­händ­ler und Ho­co ver­stär­ken. Fer­ner wird die Pro­duk­ti­on bin­nen der nächs­ten drei Jah­re in vie­len Be­rei­chen er­neu­ert.

Was wird dar­über hin­aus ge­tan, um den Fach­han­del zu un­ter­stüt­zen?

Wir wer­den ihm um­fang­rei­che Un­ter­stüt­zung bie­ten, auch in der End­kun­den­an­spra­che, denn wir wol­len at­trak­tiv für den End­kun­den sein – und der End­kun­de soll un­ser Pro­dukt über un­se­ren Fach­han­del nach­fra­gen. Der Fach­han­del steht im Zen­trum un­se­rer Be­mü­hun­gen und für ihn ha­ben wir be­reits ein neu­es Kon­zept ent­wi­ckelt, das wir in Kür­ze vor­stel­len wer­den. Wir wol­len im Rah­men der di­rek­ten Un­ter­stüt­zung un­se­rer Fach­han­dels­part­ner die Mar­ke sicht­ba­rer ma­chen und stär­ken. Ho­co hat das Glück, be­reits über ei­ne gu­te Fach­han­dels­ba­sis zu ver­fü­gen, die sich mit der Mar­ke iden­ti­fi­ziert. Das hat sich bei mei­nen über 40 Kun­den­be­su­chen in den letz­ten drei Mo­na­ten ge­zeigt. Sie tei­len die po­si­ti­ve Grund­ein­stel­lung, die sich auch bei un­se­ren Mit­ar­bei­tern in Eg­gen­fel­den wi­der­spie­gelt. Der Fach­han­del weiß dar­um und emp­fin­det die po­si­ti­ve Un­ter­neh­mens­kul­tur in un­se­rem Haus als Vor­teil. Nicht nur des­halb wol­len Phil­ipp Stiehl und ich die­se Kul­tur auch stär­ken.

Wie soll das ge­sche­hen?

Das ge­lingt so­wohl bei den Mit­ar­bei­tern als auch beim Fach­han­del schon da­durch, dass wir nicht nur In­ha­ber sind, son­dern Ho­co auch füh­ren und mit al­len im Ge­spräch sind. Ich war lan­ge als Re­struk­tu­rie­rer tä­tig, was mir jetzt – ob­wohl wir hier kei­nen Kri­sen­fall ha­ben, son­dern ei­ne Wei­ter­ent­wick­lung auf ge­sun­der Ba­sis – zu­gu­te kommt. Ein Wech­sel an der Spit­ze ist nicht vor­ge­se­hen. Wir sind jetzt im Dau­er­ein­satz und ha­ben nicht die Ab­sicht, das Un­ter­neh­men wie­der zu ver­äu­ßern. Die­se ein­deu­ti­ge Per­spek­ti­ve wirkt sich po­si­tiv auf die Mit­ar­bei­ter aus.

Die Zu­kunfts­per­spek­ti­ve, die die neu­en Ge­schäfts­füh­rer den Mit­ar­bei­tern bie­ten, ver­stärkt den gu­ten Zu­sam­men­halt und hat ei­ne Strahl­kraft über die An­ge­stell­ten hin­aus.

Fotos: Ho­co

Ha­rald Mey­er, Ge­ne­ral­ma­na­ger der Apex, ist ne­ben Phil­ipp Stiehl, Vor­stand der Na­vi­gis, ei­ner der neu­en Ge­schäfts­füh­rer von Ho­co.

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