Tren­nen und ver­bin­den

Ko­si. – Schie­be­tü­ren ha­ben in Wohn­räu­men lan­ge im Schat­ten der Dreh­tür ge­stan­den. Prak­tisch sind sie heu­te noch, doch mitt­ler­wei­le die­nen sie oft auch als Blick­fang oder De­sign-Ob­jekt.

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Schie­be­tü­ren ha­ben in Wohn­räu­men lan­ge im Schat­ten der Dreh­tür ge­stan­den. Prak­tisch sind sie heu­te noch, doch mitt­ler­wei­le die­nen sie oft auch als Blick­fang oder De­sign-Ob­jekt.

In der Ver­gan­gen­heit wur­den Schie­be­tü­ren meist ein­ge­baut, um Platz zu spa­ren. Da­mit er­füll­ten sie oft nur ei­nen prak­ti­schen Nut­zen. Doch un­ter an­de­rem die Mög­lich­keit, mit Mo­ti­ven ver­se­hen­des Glas zu ver­bau­en, hat da­zu ge­führt, dass die Ein­bau­ele­men­te ei­nen Auf­schwung er­le­ben. Eben­so er­fährt die klas­si­sche Schie­be­tür neu­en Zu­spruch – auch weil er­kannt wur­de, dass sie spe­zi­el­le Funk­tio­nen er­füllt. So kön­nen Schie­be­tü­ren Räu­me gleich­zei­tig tren­nen und ver­bin­den und sor­gen für mehr Of­fen­heit in den ei­ge­nen vier Wän­den, oh­ne dass sie wie ei­ne klas­si­sche Dreh­tür in den Raum ra­gen. Dar­über hin­aus spie­len oft auch An­for­de­run­gen wie die Bar­rie­re­frei­heit ei­ne ent­schei­den­de Rol­le bei der Wahl zwi­schen Dreh­flü­gel- und Schie­be- tür. Ih­re Be­rück­sich­ti­gung fin­den sie da­bei so­wohl in Neu­bau­ten als auch bei der Re­no­vie­rung von Ge­bäu­den, ins­be­son­de­re in Ver­bin­dung mit Leicht- be­zie­hungs­wei­se Tro­cken­bau­wän­den, bei de­nen in der Re­gel Fer­tig­kas­ten­sys­te­me ein­ge­setzt wer­den.

Ein­fa­che Mon­ta­ge

So ent­wi­ckel­te Wes­tag & Ge­ta­lit vor knapp ei­nem Jahr ein Schie­be­tür­sys­tem für den Ein­satz im Wohn­raum und Ob­jekt. Vor al­lem bei der Mon­ta­ge soll das Sys­tem Vor­tei­le mit sich brin­gen. Es lässt sich kom­plett von vorn mon­tie­ren und bringt da­mit laut Her­stel­ler kei­nen un­sach­ge­mä­ßen Auf­wand bei der In­stal­la­ti­on mit sich. Auf­grund des mo­du­la­ren Auf­baus ist die Wand­di­rekt­mon­ta­ge ge­nau­so ein­fach zu rea­li­sie­ren, wie die Be­fes­ti­gung auf ei­ner Durch­gangs­zar­ge. Für die letzt­ge­nann­te Mon­ta­ge wird le­dig­lich ei­ne ent­spre­chen­de Ad­ap­ter­schie­ne ver­wen­det, die es auch er­mög­licht, die Schie­be­tü­ren nach­träg­lich auf be­reits vor­han­de­nen Zar­gen des Her­stel­lers zu mon­tie­ren. So­wohl di­rekt auf der Wand als auch auf ei­ner Durch­gangs­zar­ge be­fes­tigt, wer­den je­weils ab­schließ­ba­re und nicht ab­schließ­ba­re Va­ri­an­ten an­ge­bo­ten. Fer­ner ist das Sys­tem so ge­stal­tet, dass sich der Ab­stand zwi­schen Tür­blatt und Wand va­ria­bel ein­stel­len lässt. Auch ist die Hö­hen­ver­stel­lung bei ein­ge­bau­tem Tür­blatt je­der­zeit von vorn rea­li­sier­bar. Die Aus­stat­tung mit Schließ- und Öff­nungs­dämp­fung ist für al­le Va­ri­an­ten

ver­füg­bar und zu­dem zur spä­te­ren Nach­rüs­tung aus­ge­legt. Das Schie­be­tür­pro­gramm des Her­stel­lers aus Rhe­daWie­den­brück bie­tet mit den bei­den Aus­füh­run­gen „ Sys­tem 40“(bis zu ei­nem Tür­ge­wicht von 40 Ki­lo­gramm) und „Sys­tem 80“(bis zu ei­nem Tür­ge­wicht von 80 Ki­lo­gramm) so­wohl ein- als auch zwei­flü­ge­li­ge Schie­be­tü­ren für Wohn­raum und Ob­jekt an. Für bei­de Sys­te­me sind Wa­ben-, Röh­ren­span- und Voll­span-Tür­blät­ter er­hält­lich, die in ver­schie­de­nen Ober­flä­chen­aus­füh­run­gen ge­fer­tigt wer­den kön­nen. Für den Ein­satz, spe­zi­ell im Wohn­raum­be­reich, reicht das An­ge­bot von der ein­fa­chen „De­ko-Rit-Fi­nish­fo­li­en­tür“über die wi­der­stands­fä­hi­gen „Por­ta-Lit“-Tü­ren mit HPS-Be­schich­tung bis hin zu la­ckier­ten „Wes­ta-Lack“- und fur­nier­ten „Wes­ta-Life“-Tür­blät­tern. An­ge­bo­ten wer­den sie bis zu ei­nem Wand­öff­nungs­maß von bis zu 2 130 x 1 260 Mil­li­me­tern und sind op­tio­nal mit ei­ner de­kor­glei­chen Durch­gangs­zar­ge kom­bi­nier­bar. Im Ob­jekt-Pro­gramm wer­den die Schie­be­tü­ren dar­über hin­aus auch als „Ge­ta-Lit“-Ele­ment an­ge­bo­ten, die mit­tels ih­rer HPL-Be­schich­tung auch ex­tre­men Be­an­spru­chun­gen ge­wach­sen sein sol­len. Die ma­xi­ma­le Wand­öff­nung darf hier 2 505 x 1 260 Mil­li­me­ter mit Zar­ge be­zie­hungs­wei­se 2 477 x 1 205 Mil­li­me- ter oh­ne Zar­ge be­tra­gen. Im Schnell­lie­fer­pro­gramm „Avan-ti! XXL“steht das „Sys­tem 40“zu­dem in­ner­halb von nur zehn Ta­gen Lie­fer­zeit in al­len Aus­füh­run­gen mit de­kor­glei­cher Durch­gangs­zar­ge, au­ßer in „Wes­ta-Life“, zur Ver­fü­gung. Dar­über hin­aus bie­tet der Her­stel­ler ab­ge­stimm­te Tü­ren- und Zar­gen­va­ri­an­ten an, die sich pro­blem­los mit den gän­gi­gen Fer­tig­kas­ten­sys­te­men füh­ren­der An­bie­ter ein­set­zen las­sen sol­len. Ver­füg­bar sind so­wohl ein- als auch zwei­flüg­li­ge Ele­ment­lö­sun­gen.

Neu­er An­bie­ter

Dass der Markt im Be­reich der Schie­be­tü­ren in Wohn­räu­men ste­tig wächst, zeigt auch Wing­burg, ein neu­er Her­stel­ler mit Sitz in Hö­vel­hof bei Pa­der­born. Das Un­ter­neh­men un­ter der Lei­tung von Da­vid Duar­te will mit sei­nen Pro­duk­ten das In­stru­ment zur Um­set­zung va­ria­bler Wohn- und Raum­kon­zep­te bie­ten. In der Wand lau­fen­de Schie­be­tü­ren sei­en im ge­öff­ne­ten Zu­stand nicht mehr Teil des Rau­mes und da­her für solch va­ria­blen Kon­zep­te per­fekt ge­eig­net. Der Her­stel­ler bie­tet sei­ne Ein­bau­ele­men­te für Schieb­tü­ren an­ge­passt auf ein Stan­dard-Tür­blatt­maß an. Die Ele­men­te der Se­rie „Bel­fort“er­mög­li­chen den zar­gen­lo­sen und da­mit den von Ar­chi­tek­ten häu­fig be­vor­zug­ten wand­bün­di­gen Ein­bau. Da die Lauf­schie­ne nach der Mon­ta­ge stets her­aus­ge­nom­men wer­den kann, ist die Mon­ta­ge be­zie­hungs­wei­se Ein­stel­lung der Tür­blät­ter je­der­zeit mög­lich, ei­ne Re­vi­si­ons­klap­pe ist nicht er­for­der­lich. Ein um­fas­sen­des Schie­be­tü­ren­pro­gramm bie­tet Her­holz an. Nach ei­ge­nen An­ga­ben kom­bi­niert der Ahau­se­ner Her­stel­ler hier tech­ni­sche Raf­fi­nes­sen mit ei­nem ho­hen De­si­gnan­spruch. Ent­spre­chend wer­den Lö­sun­gen so­wohl für en­ge Raum­si­tua­tio­nen als auch für re­prä­sen­ta­ti­ve Raum­tei­ler of­fe­riert – so­wohl vor der Wand als auch in der Wand lau­fend, in ein- oder mehr­flü­ge­li­ger Aus­füh­rung, als Hol­zo­der Ganz­glasele­ment, von tür- bis de­cken­hoch. Fast je­des Mo­dell ist in Schie­be­tür­aus­füh­rung lie­fer­bar, so soll ein durch­gän­gi­ges De­sign von der Stan­dard­dreh­flü­gel­tür und ei­ner Schie­be­tür ge­währ­leis­tet wer­den. Auch Jeld-Wen ver­bin­det Räu­me mit Tü­ren, die mal zu­rück­hal­tend in der Wand ver­schwin­den und mal aus­drucks­stark mit sicht­ba­rer Tech­nik ver­se­hen sind. Und für die Un­ent­schlos­se­nen, die sich zwi­schen Holz und Glas nicht ent­schei­den möch­ten, bie­tet der Her­stel­ler Mo­del­le im De­si­gn­ver­bund an. So gibt es bei­spiels­wei­se zur Glas­schie­be­tür „Ba­sic

29-3“auch das pas­sen­de Ge­gen­stück in Holz: das Mo­dell „Ve­ne­tia 2910“in Weiß la­ckiert. Die schlich­te, ho­ri­zon­ta­le Li­ni­en­füh­rung ver­leiht bei­den Mo­del­len ei­ne ele­gan­te No­te. Na­he­zu al­le Tür­mo­del­le sind als Schie­be­tür­sys­tem vor oder in der Wand lau­fend er­hält­lich. Ne­ben den klas- si­schen aus Holz bie­tet das Sor­ti­ment auch Sys­tem­lö­sun­gen in Edel­stahl­op­tik und Alu­mi­ni­um (EV1), so­wohl in ein­flüg­li­ger als auch in zwei­flüg­li­ger Aus­füh­rung. Maß­ge­schnei­der­te Schie­be­tü­ren of­fe­riert Rub­ner. Sie sind wie die Dreh­tü­ren ein Hin­gu­cker, die ei­nem Raum ei­ne hel­le und of­fe­ne At­mo­sphä­re ver­schaf­fen kön­nen. Der Her­stel­ler lie­fert eben­falls vor oder in der Wand fast laut­los lau­fen­de Mo­del­le, mit Glas oder in ed­lem Holz und wahl­wei­se auch mit seit­li­chen Fix­t­ei­len. Die Pre­mi­um-Holz­tü­ren aus den Al­pen wer­den auch nach in­di­vi­du­el­len Wün­schen und Vor­ga­ben ge­stal­tet. So ver­hält es sich auch bei Bar­tels, der Pre­mium­mar­ke von Graut­hoff. Ne­ben Holz­schie­be­tü­ren in al­len mög­li­chen Va­ri­an­ten von klas­sisch bis mo­dern wer­den hier auch Glas­schie­be­tü­ren her­ge­stellt, die sich der La­ser­tech­nik be­die­nen. Wer et­wa zu den In­dus­trie­ro­man­ti­kern ge­hört, dem dürf­te das in Glas ver­ewig­te Con­tai­ner­ab­bild als dop­pel­flü­ge­li­ge Tür mit sicht­ba­rer Auf­hän­gung an­spre­chen. Al­ter­na­tiv bie­tet sich die ein­flü­ge­li­ge Va­ri­an­te ei­ner schein­bar ros­ti­gen Schiffs­tür an.

In­di­vi­du­el­le An­fer­ti­gung

Groß­zü­gi­ge Glas­schie­be­tü­ren bie­tet Sprinz mit dem „Mo­ti­on 1000“- Sys­tem an. Es trägt Glasele­men­te mit ei­nem Ge- wicht bis zu 100 Ki­lo­gramm. Bei ei­ner üb­li­chen Tür­hö­he ent­spricht dies ei­ner Flü­gel­brei­te von cir­ca bis zu 1 400 Mil­li­me­ter. Die Alu­mi­ni­um­lauf­schie­ne soll auch bei gro­ßen und ent­spre­chend schwe­ren Glasele­men­ten für Lauf­ei­gen­schaf­ten mit mehr Lauf­ru­he sor­gen. Ein Soft­stop­per lässt laut Her­stel­ler die Schieb­tür sanft in ih­re Park­po­si­ti­on ein­zie­hen. Lauf­wa­gen und Stop­per sind in der schlich­ten Schie­ne in­te­griert und in mat­tem Alu­mi­ni­um aus­ge­führt. Op­tio­nal wer­den ver­schie­de­ne Griff­va­ri­an­ten an­ge­bo­ten. Das Sys­tem kann vor der Wand oder an der De­cke be­zie­hungs­wei­se un­ter dem Sturz mon­tiert wer­den. Zum Ein­satz kom­men acht oder zehn Mil­li­me­ter star­kes Ein­schei­ben­si­cher­heits­glas so­wie Ver­bund­si­cher­heits­glas aus 2 x 5 Mil­li­me­ter ESG. Ne­ben trans­pa­ren­tem oder sa­ti­nier­tem Glas wer­den auch mehr­far­bi­ge Dru­cke, ganz- oder teil­flä­chi­ge Lö­sun­gen, Far­ben so­wie Stan­dard- oder In­di­vi­dual­mo­ti­ve rea­li­siert. Die Schmelz­far­ben wer­den kratz­fest und lich­techt ins Glas ein­ge­brannt. Auch ei­ne La­ser-In­nen­gra­vur im Glas kann ge­wählt wer­den, oh­ne dass die Glas­ober­flä­che ver­än­dert wird. Fer­ner soll „Mo­ti­on 1000“be­son­ders mon­ta­ge­freund­lich sein und auch bei ein­ge­bau­tem Glas die Hö­hen­ein­stel­lung mit plus/ mi­nus vier Mil­li­me­ter oh­ne De­mon­ta­ge er­fol­gen kön­nen.

Fotos: Wes­tag & Ge­ta­lit/Her­holz

Wes­tag & Ge­ta­lit ent­wi­ckel­te ein Schie­be­tür­sys­tem für den Ein­satz im Wohn­raum und Ob­jekt (links). Her­holz of­fe­riert un­ter an­de­rem das Tur­ele­ment „Pa­ra­de“in zwei­flü­ge­li­ger Aus­füh­rung in der Wand lau­fend.

Foto: Rub­ner Tü­ren

Wie Dreh­tü­ren kön­nen auch Schie­be­tü­ren ein Hin­gu­cker sein, die ei­nem Raum ei­ne hel­le und of­fe­ne At­mo­sphä­re ver­schaf­fen.

Foto: Jeld-Wen

So­wohl Glas- als auch Holz­schie­be­tü­ren kön­nen ho­ri­zon­ta­le Li­ni­en ei­ne ele­gan­te No­te ver­lei­hen.

Foto: Re­dak­ti­on/ko­si

Für Schiffs­lieb­ha­ber bie­tet Bar­tels Son­der­an­fer­ti­gun­gen und ...

Foto: Re­dak­ti­on/ko­si

... eben­so für In­dus­trie­ro­man­ti­ker.

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