Alu­kon: Aus­bau auf al­len Ebe­nen

Ko­si. – Um 50 Pro­zent er­wei­tert Alu­kon der­zeit sei­ne Pro­duk­ti­ons­flä­che rund um die Fir­men­zen­tra­le im frän­ki­schen Kon­rads­reuth. Da­durch will der Roll­la­den- und Son­nen­schutz­her­stel­ler sei­ne Ka­pa­zi­tät er­hö­hen und so schnel­ler auf Markt­an­for­de­run­gen re­agie­ren

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In den 90er Jah­ren lag die Pro­duk­ti­ons­flä­che noch bei 26 000 Qua­drat­me­tern. Mit ei­ner 9 000 Qua­drat­me­ter gro­ßen Hal­le und ei­nem zen­tra­len Hoch­re­gal­la­ger, das aus­schließ­lich für Län­gen­wa­re und Kom­po­nen­ten für die Fer­ti­gung ge­dacht ist, kom­men noch ein­mal über 12 000 Qua­drat­me­ter hin­zu. „Die be­son­de­re Her­aus­for­de­rung für Re­gal­bau­er und Pla­ner bei der Kon­struk­ti­on des La­gers war, dass es von sei­nem Stand­ort in der Mit­te al­ler Hal­len aus, Zu­gang von al­len Sei­ten ge­wäh­ren soll“, er­läu­tert Klaus Braun, Ge­schäfts­füh­rer von Alu­kon, bei ei­ner Be­ge­hung der Bau­stel­le. Der Bau schrei­tet in drei Schich­ten an sie­ben Ta­gen die Wo­che seit ei­nem Jahr gut vor­an. Mit­te 2019 soll al­les ein­ge­rich­tet und die Mit­ar­bei­ter wäh­rend der wei­ter lau­fen­den Pro­duk­ti­on um­ge­zo­gen sein. „Dann wird es rich­tig span­nend“, weiß Braun schon jetzt, denn der Fort­lauf der Pro­duk­ti­on soll da­durch ge­währ­leis­tet wer­den, dass in der neu­en Hal­le neue Ma­schi­nen für Roll­for­mer ein­ge­setzt wer­den. Erst wenn die­se pro­blem­los lau­fen, wer­den die al­ten Ma­schi­nen in den äl­te­ren Hal­len ab­ge­schal­tet und ab­ge­baut. Der dann frei­ge­wor­de­ne Platz kann von je­nen be­zo­gen wer­den, die für die­sen Ort vor­ge­se­hen sind. Un­ter an­de­rem trifft dies auf die Fer­ti­gung von Roll­to­ren und In­sek­ten­schutz zu, die der­zeit noch im be­nach­bar­ten Nei­la an­ge­sie­delt ist und dann end­gül­tig nach Kon­rads­reuth ver­la­gert wird.

Di­enst­leis­tungs­be­darf er­kannt

Der Kun­de soll von all dem nichts spü­ren, we­der durch Ein­schrän­kun­gen in der Lie- fer­fä­hig­keit noch bei den Lie­fer­zei­ten. Die Kos­ten für die Stand­or­ter­wei­te­rung be­lau­fen sich auf ei­nen ho­hen zwei­stel­li­gen Mil­lio­nen­be­trag, den Braun nicht ge­nau­er be­zif­fern will. Im Ge­gen­zug geht der Ge­schäfts­füh­rer da­von aus, dass mit dem An­bau die Ka­pa­zi­tät ver­dop­pelt wird und das seit 2013 zur Hör­mann-Grup­pe ge­hö­ren­de Un­ter­neh­men noch schnel­ler auf Markt­an­for­de­run­gen re­agie­ren und die Lie­fer­zei­ten noch­mals op­ti­mie­ren kann. Da­mit wird der Wachs­tums­kurs des Her­stel­lers mit sei­nen 400 Mit­ar­bei­tern wei­ter ver­folgt. Der­zeit liegt der Jah­res­um­satz bei rund 70 Mil­lio­nen Eu­ro. Die Er­wei­te­rung der Pro­duk­ti­ons- und La­ger­flä­che soll auch der Ver­triebs­struk­tur von Alu­kon Rech­nung tra­gen. Als Her­stel­ler von so­wohl Kom­po­nen­ten als auch Ele­men­ten lie­fern die Kon­rads­reu­ther das ge­sam­te Pro­dukt­port­fo­lio in al­len Fer­ti­gungs­stu­fen aus, vom ein­zel­nen Sys­tem­bau­teil bis zum fer­ti­gen Ele­ment. Das soll Fach­händ­lern und Ver­ar­bei­tern mehr Fle­xi­bi­li­tät er­mög­li­chen, da sie je nach Auf­trags­la­ge und Pro­dukt ent­schei­den kön­nen, ob und was sie selbst her­stel­len oder zu­kau­fen. Der­zeit ent­fal­len 60 Pro­zent der Fer­ti­gung auf Kom­po­nen­ten­wa­ren und 40 Pro­zent auf Fer­tig­wa­re, von de­nen ein Groß­teil an Kon­fek­tio­nä­re geht, die sonst Kom­po­nen­ten kau­fen. „Das zeigt, wie der der­zei­ti­ge Be­darf ist und wir kön­nen dar­auf re­agie­ren“, freut sich Braun. Längst re­agiert hat Alu­kon auch auf den Di­enst­leis­tungs­be­darf von Kun­den, spe­zi­ell den Fach­händ­lern. So un­ter­stützt der Her­stel­ler den Fach­han­del un­ter an­de­rem beim Mar­ke­ting, bei­spiels­wei­se

durch Schau­raum- und Pro­spekt­ge­stal­tung – oder wie Alex­an­der Wink­ler, Lei­ter Pro­dukt­ma­nage­ment und Mar­ke­ting es au­gen­zwin­kernd nennt: „Alu­kon in­si­de, Mül­ler/Mei­er/Schul­ze outs­ide.“Fer­ner pro­fi­tie­ren die Kun­den durch re­gel­mä­ßig an­ge­bo­te­ne Schu­lun­gen, meist in den Un­ter­neh­men selbst, so­wie durch ei­nen Re­pa­ra­tur­ser­vice vor Ort und ei­ne te­le­fo­ni­sche Be­ra­tung im Be­reich der An­wen­dungs­tech­nik. Zu­dem wird der Her­stel­ler nach sei­ner Pre­mie­re im Jahr 2015 auch 2017 mit ei­nem Stand auf der BAU (Hal­le B3/129) ver­tre­ten sein und will Neu­hei­ten aus den Be­rei­chen Roll­lä­den, Roll­to­re, Son­nen- und In­sek­ten­schutz zei­gen. Wo­rum ge­nau es sich da­bei han­delt, wur­de noch nicht ver­ra­ten. In Er­fah­rung zu brin­gen war le­dig­lich, dass es ei­ne neue Farb­kol­lek­ti­on ge­ben wird und ei­ne Wei­ter­ent­wick­lung des Auf­satz­kas­tens „AK-Flex“. Doch das ist si­cher noch nicht al­les ge­we­sen, was man von Alu­kon und sei­nen Wachs­tums­plä­nen er­war­ten darf.

Fotos: Re­dak­ti­on/ko­si

Zen­tral zwi­schen al­len Hal­len wird das Hoch­re­gal­la­ger er­rich­tet, das von al­len Sei­ten zu­gäng­lich sein wird.

Mit Stolz prä­sen­tier­te Ge­schäfts­füh­rer Klaus Braun bei ei­nem Pres­se­ter­min in Kon­rads­reuth das Un­ter­neh­men, das seit 2013 zur Hör­mann-Grup­pe ge­hört.

Rund­gang auf der Alu­kon-Bau­stel­le mit Alex­an­der Wink­ler (l.), Lei­ter Pro­dukt­ma­nage­ment und Mar­ke­ting und Klaus Braun.

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