Die Mes­se der gu­ten Lau­ne

Ko­si. – Die BAU 2017 war ein ab­so­lu­ter Er­folg: Vol­le Mes­se­hal­len mit mehr als ei­ner Vier­tel­mil­li­on Be­su­cher, dar­un­ter vie­le Ar­chi­tek­ten und zahl­rei­che in­ter­na­tio­na­le Gäs­te, sorg­ten bei den 2 120 Aus­stel­lern aus 45 Län­dern für durch­weg gu­te Stim­mung.

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Gu­te Lau­ne war in na­he­zu al­len Hal­len der BAU 2017 zu spü­ren. In der Sum­me er­füll­te die Mes­se Mün­chen so­wohl bei den Be­su­chern als auch bei den Aus­stel­lern die ho­he Er­war­tungs­hal­tung. „Zum wie­der­hol­ten Ma­le hat die BAU Re­kord­wer­te er­zielt. Sie hat da­mit ih­re Stel­lung als In­no­va­ti­ons­mo­tor und Im­puls­ge­ber der Bau­bran­che ein­drucks­voll be­wie­sen“, bi­lan­zier­te Mes­se-Ge­schäfts­füh­rer Rein­hard Pfeif­fer zum Ab­schluss der Mes­se. Für Mar­tin J. Hör­mann, stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der des Aus­stel­ler­bei­rats der BAU, ist die Mes­se „das Bran­chen­high­light al­le zwei Jah­re“. Die Po­si­ti­on der BAU als Num­mer 1 der Bran­che lässt sich auch aus der vom Markt­for­schungs­in­sti­tut Gels­zus durch­ge­führ­ten Aus­stel­ler­be­fra­gung ab­le­sen. Da­nach be­ur­teil­ten fast al­le Aus­stel­ler (98 Pro­zent) die BAU mit „aus­ge­zeich­net bis gut“. Ihr Leit­mes­s­e­cha­rak­ter wird auf brei­ter Front (95 Pro­zent) an­er­kannt. Eben­so vie­le Aus­stel­ler er­teil­ten Best­no­ten für die Qua­li­tät, 91 Pro­zent für die In­ter­na­tio­na­li­tät der Be­su­cher. Zu­dem be­stä­tig­ten die Be­frag­ten, dass sich die Be­reit­schaft zu kon­kre­ten Ge­schäfts­ab­schlüs­sen im Ver­gleich zu 2015 noch­mals ver­bes­sert hat. Das Be­fra­gungs­er­geb­nis der Be­su­cher blieb sta­bil, Stei­ge­run­gen sind kaum mög­lich. Wie 2015 be­wer­te­ten 98 Pro­zent der Be­su­cher die Mes­se mit „aus­ge­zeich­net bis gut“, 96 Pro­zent wol­len in zwei Jah­ren wie­der kom­men. Best­no­ten ver­ga­ben die Be­su­cher spe­zi­ell für die Brei­te und Voll­stän­dig­keit des An­ge­bots so­wie für die Prä­senz der Markt­füh­rer. Das wich­tigs­te Ziel, die In­for­ma­tio­nen über Neu­hei­ten, ha­ben 95 Pro­zent der Be­su­cher er­reicht. Eben­so vie­le sind Fach­be­su­cher und 62 Pro­zent ha­ben ei­ge­nen An­ga­ben zu­fol­ge ei­ne lei­ten­de Po­si­ti­on in­ne. Dar­über hin­aus gab es – auch wenn sich der ein oder an­de­re Be­su­cher mehr „ech­te“In­no­va­tio­nen ge­wünscht hät­te – ei­ne Viel­zahl an Pro­dukt­neu­hei­ten und neu­en Di­enst­leis­tun­gen an den Stän­den zu se­hen. Be­flü­gelt durch das um­satz­star­ke Jahr 2016 und die op­ti­mis­ti­schen Aus­sich­ten für 2017 tra­ten die Aus­stel­ler gut ge­launt und durch­aus selbst­be­wusst mit viel­fach auf­wen­dig in­sze­nier­ten Stand­prä­sen­ta­tio­nen in Mün­chen auf. „Ich ha­be den Ein­druck, dass die In­ter­na­tio­na­li­tät der BAU in die­sem Jahr so hoch war wie noch nie. Das kommt na­tür­lich auch uns zu­gu­te, um nicht nur auf dem deut­schen Markt neue Kon­tak­te zu schlie­ßen, son­dern auch un­se­re Markt­po­si­ti­on in aus­län­di­schen Märk­ten wei­ter aus­zu­bau­en“, sagt Alu­kon-Ge­schäfts­füh­rer Klaus Braun im Rah­men un­se­rer Um­fra­ge zur BAU. Von der stei­gen­den In­ter­na­tio­na­li­tät der Mes­se wa­ren auch an­de­re be­ein­druckt. „Die In­ter­na­tio­na­li­tät der Mes­se schät­zen wir sehr und macht sie für uns zu ei­ner sehr at­trak­ti­ven Platt­form“, weiß auch Drutex-Ge­ne­ral Di­rec­tor Bog­dan Gier­s­zew­ski zu be­rich­ten. Von den über 250 000 Be­su­chern ka­men in die­sem Jahr 80 000 Per­so­nen aus dem Aus­land, das sind 8 000 Men­schen mehr als vor zwei Jah­ren. Zu den Top-10-Be­su­cher-Aus­lands­märk­ten ge­hör­ten wie­der drei Län­der au­ßer­halb der EU: die Tür­kei, Russ­land und Chi­na. Der oh­ne­hin ho­he An­teil chi­ne­si­scher Fach­be­su­cher konn­te mit 2 235 Be­su­chern noch­mals ge­stei­gert wer­den (2015: 2 096). Chi­na steigt da­mit wei­ter im Ran­king der Top-10. An der Spit­ze des Be­su­cher­ran­kings der BAU ste­hen auch dies­mal die Nach­bar­län­der Ös­ter­reich mit 11 520 Be­su­chern, die Schweiz mit 5 243 und Ita­li­en mit 5 013 Gäs­ten. Dass die Fach­mes­se auch au­ßer­halb Eu­ro­pas im­mer stär­ker wahr­ge­nom­men wird, zeigt die Lis­te der Län­der, die am meis­ten zu­ge­legt ha­ben. Dar­un­ter sind Süd­ko­rea (1 301 Be­su­cher/+ 42 Pro­zent), die USA (792 Be­su­cher/+ 40 Pro­zent) und In­di­en (803/+ 59 Pro­zent). All das Lob und die po­si­ti­ven Bi­lan­zen, die die Aus­stel­ler meist zo­gen, soll je­doch nicht dar­über hin­weg­täu­schen, dass es wei­ter­hin Op­ti­mie­rungs­po­ten­zi­al gibt. So plä­diert der ein oder an­de­re Her­stel­ler im­mer noch und im­mer wie­der da­für, die Mes­se­zeit zu ver­kür­zen oder be­rich­tet von ei­nem schlech­ten letz­ten Tag.

Für den ost­west­fä­li­schen Tor- und Tür­her­stel­ler spielt auf der BAU die Prä­sen­ta­ti­on der Wohn­raum­tü­ren aus Holz und Glas, die seit zwei Jah­ren zum Pro­dukt­pro­gramm ge­hö­ren, und de­ren neu­en De­signs ei­ne zen­tra­le Rol­le. Auch vor dem Hin­ter­grund, dass vie­le Häu­ser und Woh­nun­gen im­mer of­fe­ner und hel­ler ge­stal­tet wür­den und An­teil an Glas­tü­ren stark an­stei­ge. Der Tor- und Tür­spe­zia­list er­wei­tert des­halb sein Glas­tü­ren­pro­gramm um mehr als 50 Mo­ti­ve, dar­un­ter auch De­signs, die so bis­lang auf dem Markt nicht er­hält­lich sei­en, wie es auf der Mes­se hieß. Dar­über hin­aus greift ei­ne neue, er­gän­zen­de De­sign-Li­nie „Con­cep­tLi­ne“Trends aus der Kü­chen­bran­che für die Wohn­raum­tü­ren auf: Die Far­ben Weiß, Licht­grau und An­thra­zit­grau sind nun auch mit ul­tra­mat­ter oder hoch­glän­zen­der Ober­flä­che er­hält­lich. Die ul­tra­mat­te Ober­flä­che ist laut Her­stel­ler so be­schaf­fen, dass auf ihr kei­ne Fin­ger­ab­drü­cke zu se­hen sind. Mit den neu­en Pro­duk­ten stellt das Un­ter­neh­men auch neue Ver­kaufs­för­de­rungs­maß­nah­men vor. Für das er­wei­ter­te Glas­tü­ren­pro­gramm und zur platz­spa­ren­den Prä­sen­ta­ti­on von acht Tür­blät­tern sind zwei neue Prä­sen­ter im Ver­kaufs­för­de­rungs­pro­gramm er­hält­lich. Dar­über hin­aus un­ter­stüt­zen zwei Mus­ter­fä­cher zur Prä­sen­ta­ti­on der Uni­far­ben und der Holz­de­ko­re Ver­kaufs­ge­sprä­che in Han­del und Hand­werk. Auch bei Haus­tü­ren zeigt der Her­stel­ler ein er­wei­ter­tes De­sign­port­fo­lio und prä­sen­tiert zu­sätz­lich Lö­sun­gen für Tür- und Tor­au­to­ma­ti­sie­run­gen in pri­va­ten und ge­werb­lich ge­nutz­ten Be­rei­chen. Au­ßer­dem konn­ten die Be­su­cher sich un­ter an­de­rem Neu­hei­ten Wei­ter­ent­wick­lun­gen im Feu­er­schutz­tü­ren­pro­gramm an­se­hen. Wei­ter­hin ver­kün­de­te der Her­stel­ler in Mün­chen die Über­nah­me, des ita­lie­ni­schen Un­ter­neh­mens Pi­lo­mat mit ei­nem Mehr­heits­an­teil von 70 Pro­zent. Das Un­ter­neh­men ist auf die Pro­duk­ti­on von fest­ste­hen­den und ver­senk­ba­ren Pol­lern und Stra­ßen­sper­ren spe­zia­li­siert. „Das Pi­lo­mat Pro­dukt­pro­gramm er­wei­tert un­ser An­ge­bot in Rich­tung Ge­län­de- und Ge­bäu­de­si­cher­heit. Wir möch­ten die in­ter­na­tio­na­len Hör­mann Struk­tu­ren nut­zen, um den Ver­trieb der Pi­lo­mat Pro­duk­te aus­zu­bau­en“, sag­te Chris­toph Hör­mann.

Fo­to: Re­dak­ti­on/ko­si

Ei­nen gu­ten Zu­lauf ver­buch­te die BAU 2017 an fast al­len Ta­gen.

Fo­to: Hör­mann

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