Per­spek­ti­ven­wech­sel

baustoffmarkt - - Industrie -

Bei ih­rem ers­ten Be­such der bau­stoff­markt-Re­dak­ti­on in Duis­burg in neu­er Funk­ti­on spre­chen Lo­renz Bie­rin­ger als Ge­schäfts­füh­rer der Bu­si­ness Unit Wand so­wie Spre­cher der Ge­schäfts­füh­rung und Heidrun Keul als Lei­te­rin Mar­ke­ting und Un­ter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­ti­on über die ak­tu­el­len The­men für die deut­sche Wie­ner­ber­ger-Toch­ter.

(ts) Mit Über­nah­me der Ge­schäfts­füh­rung von Wie­ner­ber­ger Deutsch­land im letz­ten Herbst ha­ben wir zwei zen­tra­le Zie­le auf­ge­stellt: ei­ne schlag­kräf­ti­ge und wett­be­werbs­fä­hi­ge Po­si­tio­nie­rung im Markt so­wie nach­hal­tig pro­fi­ta­bles Wachs­tum für al­le Un­ter­neh­mens­be­rei­che. Bei der Er­rei­chung die­ser Zie­le sind wir auf ei­nem gu­ten Weg“, sagt Lo­renz Bie­rin­ger. Mit „Wir“meint er Andre­as Kö­nig, Bu­si­ness Unit Dach, so­wie Ste­fan Ebert, Bu­si­ness Unit Ser­vices, die wie Bie­rin­ger in die Ge­schäfts­füh­rung be­ru­fen wur­den.

„Die Ent­schei­dung, Ste­fan Ebert die Ver­ant­wor­tung für die Be­rei­che Per­so­nal, Fi­nan­zen, IT, Ein­kauf und Supp­ly Chain Ma­nage­ment zu über­tra­gen, hat uns ei­ne ho­he ope­ra­ti­ve Um­set­zungs­kraft ge­si­chert, weil sie Andre­as Kö­nig und mir die nö­ti­gen Frei­räu­me schafft, um un­se­re ope­ra­ti- ven Zie­le ei­ner stär­ke­ren Kun­den­bin­dung, ei­nes pro­fes­sio­nel­len Kun­den­ser­vices, in­no­va­ti­ver Pro­duk­te und leis­tungs­fä­hi­ger Wer­ke auch er­rei­chen zu kön­nen“, ord­net Bie­rin­ger die ers­ten Mo­na­te im Rah­men sei­ner neu­en Tä­tig­keit für uns ein.

Und dann gibt es für den Spre­cher der Ge­schäfts­füh­rung ja noch das gro­ße The­ma Di­gi­ta­li­sie­rung im Kon­zern und da­mit ver­bun­den die Fra­ge: „Wie wird sich das Ge­schäfts­mo­dell in den nächs­ten Jah­ren ent­wi­ckeln?“„Ich ken­ne Wie­ner­ber­ger seit 1999 und noch nie ist ein stra­te­gi­sches The­ma so in­ten­siv an­ge­gan­gen wor­den wie die Di­gi­ta­li­sie­rung“, sagt Bie­rin­ger. Da­bei ist es für ihn am En­de gar nicht so kom­pli­ziert: Man muss es nur vor­an­trei­ben und das mög­lichst zü­gig. Denn die Di­gi­ta­li­sie­rung bie­tet für Bie­rin­ger ei­ne Rie­sen­chan­ce, sich vom Wett­be­werb ab­zu­set­zen. „Wir dür­fen nur nicht ver­ges­sen, un­se­re Mit­ar­bei­ter und un­se­re Kun­den auf die­sem neu­en di­gi­ta­len Weg mit­zu­neh­men – ziel­grup­pen­ge­recht und mit der not­wen­di­gen in­di­vi­du­el­len Un­ter­stüt­zung.“

Des­wei­te­ren geht es für Wie­ner­ber­ger dar­um, wie­der ei­ne stär­ke­re Prä­senz vor Ort zu er­rei­chen, die für die be­reits an­ge­spro­che­ne Nä­he zum Kun­den sorgt. Das sei kein ra­di­ka­ler Stra­te­gie­wech­sel, son­dern aus sei­ner Sicht in ers­ter Li­nie ein Zu­rück zu den Wur­zeln. „Wir sind – Stand heu­te - de­zen­tra­ler, kun­den­ori­en­tier­ter und mar­knä­her auf­ge­stellt als je zu­vor“, führt er wei­ter aus.

Da­bei un­ter­streicht Bie­rin­ger noch ein­mal das kla­re Be­kennt­nis von Wie­ner­ber­ger zum Fach­han­del: „Ziel der Part­ner­schaft mit dem Fach­han­del muss es aus un­se­rer Sicht sein, auf Au­gen­hö­he zu agie­ren, ge­mein­sam Trends, Chan­cen und Mög­lich­kei­ten zu er­ken­nen, um so die ge­gen­wär­ti­gen und künf­ti­gen An­for­de­run­gen an das Pla­nen, Bau­en und Woh­nen zu meis­tern. Vor die­sem Hin­ter­grund wol­len wir die Zu­sam­men­ar­beit mit dem Fach­han­del wei­ter ver­tie­fen und ihn bei sei­ner Ar­beit mit den rich­ti­gen Pro­duk­ten und Ver­kaufs­werk­zeu­gen un­ter­stüt­zen“, sagt Bie­rin­ger und ist da­mit zu­gleich Stich­wort­ge­ber für Heidrun Keul, die seit An­fang Fe­bru­ar den Be­reich Mar­ke­ting und Un­ter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­ti­on von Wie­ner­ber­ger in Deutsch­land ver­ant­wor­tet. Sie hat vor die­sem Hin­ter­grund gleich zu Be­ginn ih­rer Tä­tig­keit das Ziel ent­wi­ckelt, das Mar­ke­ting von Wie­ner­ber­ger ver­triebs­ori­en­tier­ter und kon­se­quen­ter an den Be­dürf­nis­sen des Mark­tes und der Kun­den aus­zu­rich­ten. „Wie Lenz Bie­rin­ger schon for­mu­lier­te gilt es für uns, die Per­spek­ti­ve zu wech­seln und den Blick von in­nen nach au­ßen zu rich­ten. Was will der Kun­de? Das ist für uns die zen­tra­le Fra­ge. Da­zu müs­sen wir nä­her an un­se­re Kun­den ran, um

li­chen Ve­rän­de­run­gen und Ver­bes­se­run­gen.“Da­zu ge­hört auch, die Ei­gen­ver­ant­wor­tung in den ak­tu­ell bun­des­weit 18 Wer­ken zu stär­ken. Das ha­be man in den letz­ten Jah­ren viel­leicht et­was aus den Au­gen ver­lo­ren, räumt er ein. Ei­ne klei­ne Über­ra­schung hat Bie- rin­ger zum Ab­schluss auch noch im Ge­päck: Er zeigt uns die Plä­ne für das ers­te Zie­gel­kom­pe­tenz-Zen­trum, das in den nächs­ten Jah­ren en­er­gie­aut­ark am Stand­ort Malsch er­rich­tet wer­den soll. Aber das ist dann wie­der ein neu­es The­ma.

FO­TO: RE­DAK­TI­ON/TS

Lo­renz Bie­rin­ger, Ge­schäfts­füh­rer der Bu­si­ness Unit Wand so­wie Spre­cher der Ge­schäfts­füh­rung von Wie­ner­ber­ger, und Heidrun Keul, die seit An­fang Fe­bru­ar den Be­reich Mar­ke­ting und Un­ter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­ti­on in Deutsch­land ver­ant­wor­tet.

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