Luft­dicht­heit im Schrägdach

Nicht nur die Däm­mung ent­schei­det über die Wär­me­ver­lus­te ei­nes Ge­bäu­des

baustoffpraxis - - DÄMMSTOFFE -

Sind et­wa die An­schlüs­se der Luft­dicht­heits­ebe­ne des im Schrägdach ein­ge­bau­ten Dämm­sys­tems an Mau­er­werk und Spar­ren nicht ord­nungs­ge­mäß dau­er­haft luft­dicht aus­ge­führt, so ver­schlech­tert sich des­sen Wirk­sam­keit spür­bar. Rock­wool-Pro­dukt­ma­na­ger Mat­thi­as Be­cker gibt Tipps zum sach­ge­rech­ten Ein­bau der Luft­dicht­heits­ebe­ne.

Die Luft­dicht­heits­ebe­ne in ei­ner Dach­kon­struk­ti­on hat zwei Auf­ga­ben zu er­fül­len: Zum ei­nen soll sie ei­ne dau­er­haf­te Feuch­te­an­rei­che­rung in der Kon­struk­ti­on durch un­kon­trol­lier­te Was­ser­dampf­dif­fu­si­on und Kon­vek­ti­on ver­mei­den. Zum an­de­ren gilt es, Luft­strö­mun­gen durch die Ge­bäu­de­hül­le und mit ih­nen Wär­me­ver­lus­te zu ver­hin­dern. Denn ei­ne Wär­me­däm­mung in ei­ner nicht luft­dich­ten Kon­struk­ti­on er­reicht in der Pra­xis nie­mals den ei­gent­lich rea­li­sier­ba­ren Ener­gie­spar­ef­fekt. Zu­dem lei­det die Be­hag­lich­keit in den Wohn­räu­men deut­lich un­ter Fehl­stel­len in der Ge­bäu­de­hül­le. Auch der Schall­schutz so­wie der vor­beu­gen­de Brand­schutz ( ei­ne Wei­ter­lei­tung von 4/ 2016 Rauch­ga­sen wird im Brand­fall ver­hin­dert) pro­fi­tie­ren im Üb­ri­gen von ei­ner voll­stän­dig luft­dich­ten Ge­bäu­de­hül­le.

Für die fach­ge­rech­te Aus­füh­rung ei­nes Dach­ge­schoss- und In­nen­aus­baus ist des­halb das Know-how des Hand­wer­kers eben­so ge­fragt wie per­fekt auf­ein­an­der ab­ge­stimm­te Luft­dicht­sys­te­me, de­ren ein­zel­ne Kom­po­nen­ten, wie Kle­be­bän­der, Dicht­stof­fe und Dampf­sperr­bah­nen, op­ti­mal mit­ein­an­der kom­bi­niert wer­den kön­nen. Das er­leich­tert den Um­gang mit dem Sys­tem und sorgt für zu­sätz­li­che Si­cher­heit. Gera­de im Be­reich von De­tail­an­schlüs­sen ist die Ge­fahr von Fehl­stel­len in der Luft­dicht­heits­ebe­ne nach wie vor be­son­ders groß, wenn et­wa un­ge­eig­ne­te Kle­be­bän­der oder Dicht­stof­fe ver­wen­det wer­den. Häu­fig herrscht Un­si­cher­heit, wel­che Pro­duk­te ver­wen­det, wel­che mit­ein­an­der kom­bi­niert wer­den kön­nen. Die Lö­sung: ein Kom­plett­sys­tem, das für je­den ob­jekt­spe­zi­fi­schen An­wen­dungs­fall das pas­sen­de Pro­dukt pa­rat hält.

Ab­hän­gig von den bau­li­chen Ge­ge­ben­hei­ten und da­von, ob die luft­dich­te Schicht

Fo­tos: Rock­wool

Die Dampf­sperr­bahn wird schlau­fen­för­mig in das Ge­fach und über die Spar­ren ge­zo­gen.

So­wohl die Ver­kle­bung der Fo­li­en­über­lap­pun­gen als auch die An­schlüs­se an al­le auf­ge­hen­den Bau­tei­le müs­sen un­mit­tel­bar im An­schluss an die Ver­le­gung der Dampf­sperr­bahn er­fol­gen.

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