Bau­sai­son ver­län­gern

„Win­ter­mör­tel“bis zu mi­nus 10 Grad ver­ar­bei­ten

baustoffpraxis - - FORSCHUNG UND TECHNIK -

Die Über­gangs­mo­na­te der Bau­sai­son in Früh­jahr und Herbst for­dern von Ver­ar­bei­tern schwie­ri­ge Ent­schei­dun­gen: Er­mög­li­chen die Tem­pe­ra­tu­ren noch ei­ne kor­rek­te Aus­füh­rung al­ler Ar­bei­ten? Oder hält das Ma­te­ri­al dem Tem­pe­ra­tur­ge­fäl­le zwi­schen Tag und Nacht nicht mehr stand?

Fran­ken Ma­xit ent­wi­ckelt der­zeit spe­zi­ell für die­se Pro­ble­ma­tik ei­nen käl­te­re­sis­ten­ten Kle­be- und Ar­mie­rungs­mör­tel. „Dank ei­ner er­wei­ter­ten Re­zep­tur un­se­res ‚Mul­ti 292‘ wird es mög­lich, Mör­tel bei bis zu - 10 Grad Cel­si­us zu ver­ar­bei­ten. Auf die­se Wei­se kön­nen wir die Bau­sai­son spür­bar ver­län­gern“, er­klärt Ent­wick­lungs­lei­ter Fried­bert Schar­fe.

Dämm­plat­ten und Ar­mie­rungs­auf­la­gen kön­nen in der Re­gel bis 5 Grad Cel­si­us an­ge­bracht wer­den. Dar­un­ter­lie­gen­de Tem­pe­ra­tu­ren ver­zö­gern je­doch das Ab­bin­de­ver­hal­ten her­kömm­li­cher Kle­be- und Ar­mie­rungs­mör­tel. Be­son­ders in Kom­bi­na­ti­on mit ho­her Luft­feuch­tig­keit von über 80 % ver­län­gert sich die Zeit bis zur völ­li­gen Durch­här­tung. Das macht den Bau­stoff an­fäl­lig für Schim­mel und Frost. Im schlech­tes­ten Fall füh­ren die­se zu ei­nem Ver­sa­gen des Haft­ver­bun­des und da­mit zu kos­ten­in­ten­si­ven Bau­schä­den. Der neue, rein mi­ne­ra­li­sche „Mul­ti 292 EIS“Win­terK­le­be- und Ar­mie­rungs­mör­tel er­hal­te laut Un­ter­neh­men sei­ne Ver­ar­bei­tungs­ei­gen­schaf­ten auch bei fros­ti­gen Tem­pe­ra­tu­ren und stark ab­ge­kühl­ten Bau­kör­pern. Da­mit schaf­fe er mehr Raum für Ter­min­bau­ten und hö­he­re Fle­xi­bi­li­tät bei plötz­li­chen Wit­te­rungs­än­de­run­gen. Da­durch lie­ßen sich Bau­vor­ha­ben ge­nau­er kal­ku­lie­ren und wirt­schaft­li­cher durch­füh­ren.

Nach En­de des For­schungs­pro­jek­tes wird der frost­si­che­re Kle­be- und Ar­mie­rungs­mör­tel in ei­ner ei­gens ent­wi­ckel­ten Misch­ma­schi­ne auf der Bau­stel­le an­ge­rührt. Durch frei­wer­den­de Hy­dra­ti­ons­ener­gie ent­steht da­bei zu­künf­tig ein hand­war­mes Ma­te­ri­al­ge­misch. Die­ser an­ge­neh­me Ne­ben­ef­fekt kommt bei nied­ri­gen Tem­pe­ra­tu­ren vor al­lem dem Ver­ar­bei­ter zu­gu­te. Nach dem Auf­trag auf die Bau­tei­le kühlt der Mör­tel lang­sam aus – und er­här­tet gleich­zei­tig Schritt für Schritt. „Un­ser neu­er Win­ter­mör­tel wird un­emp­find­lich ge­gen Frost sein und si­chert so­mit die kor­rek­te Mon­ta­ge von Wär­me­däm­mVer­bund­sys­te­men und Ar­mie­rungs­la­gen“, so Schar­fe. Das Pro­dukt kön­ne vor­aus­sicht­lich ab der Win­ter­sai­son 2016/ 2017 ge­lie­fert wer­den.

Fo­to: Ma­xit

Dämm­plat­ten und Ar­mie­rungs­auf­la­gen kön­nen in der Re­gel bis 5 Grad auf­ge­bracht wer­den. Mit dem neu­en Mör­tel soll dies auch noch bei mi­nus 10 Grad mög­lich sein.

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