Ele­gan­tes Bin­de­glied

Fein­stein­zeug-Flie­sen ver­edeln Fahr­rad­fa­brik von Ko­nin­k­li­jke Ga­zel­le

baustoffpraxis - - ANWENDERBERICHT -

Seit 1902 pro­du­ziert das Un­ter­neh­men im nie­der­län­di­schen Die­ren. Im Zu­ge des Neu­baus ei­ner Fa­b­ri­ka­ti­ons­hal­le wur­den auch die his­to­ri­schen Ge­bäu­de ei­ner gründ­li­chen Sa­nie­rung un­ter­zo­gen.

Un­ter der Pla­nungs­ho­heit von Brons­vo­ort Blaak Ar­chi­tec­ten ent­stand nicht nur ei­ne der mo­derns­ten eu­ro­päi­schen Pro­duk­ti­ons­stät­ten für Fahr­rä­der, son­dern auch ei­ne har­mo­ni­sche Kom­bi­na­ti­on aus Alt und Neu, Ver­gan­gen­heit und Zu­kunft – mit ei­nem ele­gan­ten Bin­de­glied: den Flie­sen „Piet­re di Borgo­gna Dia­man­te“aus dem Port­fo­lio von Ce­ra­mi­che Re­fin.

Manch­mal er­zäh­len Ge­bäu­de gan­ze Ge­schich­ten. Im nie­der­län­di­schen Die­ren zum Bei­spiel kann man die His­to­rie der in­ter­na­tio­nal er­folg­rei­chen Fahr­rad­mar­ke Ko­nin­k­li­jke Ga­zel­le an­hand des Un­ter­neh­mens­sit­zes re­kon­stru­ie­ren. Als Willem Köl­ling, Post­amts­lei­ter in Die­ren, 1892 be­schloss, ei­nen Fahr­rad­han­del zu er­öff­nen, ver­kauf­te er im ers­ten Jahr gera­de ein­mal drei Fahr­rä­der. Das Ge­schäft wuchs je­doch 4/ 2016 schnell: Schon zehn Jah­re spä­ter fa­bri­zier­te Köl­ling, jetzt un­ter dem Na­men Ga­zel­le, sei­ne ei­ge­nen Fahr­rä­der in Die­ren – ge­nau an dem Stand­ort, an dem das Un­ter­neh­men heu­te noch sei­nen Sitz hat.

Der Weg vom Zwei-Mann-Be­trieb zur größ­ten Fahr­rad­mar­ke der Nie­der­lan­de mit ei­ner Jah­res­pro­duk­ti­on von 350 000 Rä­dern zeich­net sich auch in der Ar­chi­tek­tur ab: Ei­ne Mau­er des Ur­sprungs­ge­bäu­des von 1902 ist eben­so er­hal­ten wie das his­to­ri­sche Haupt­ge­bäu­de von 1912. Der so­ge­nann­te Belt­man-Flü­gel kam in den 1950er-Jah­ren hin­zu. Ge­gen­wart und Zu­kunft wer­den durch die neue Pro­duk­ti­ons­hal­le re­prä­sen­tiert – hier plant Ga­zel­le, un­ter den Pre­mi­um-Pro­du­zen­ten für E-Bi­kes zur Num­mer eins zu wer­den.

Syn­the­se von His­to­rie und mo­der­ner Ma­nu­fak­tur

Im Zu­ge des Neu­baus wur­de das ge­sam­te Ge­bäu­de­en­sem­ble ei­ner Ge­ne­ral­über­ho­lung un­ter­zo­gen. Dem Ar­chi­tek­tur­bü­ro ist da­bei ei­ne be­hut­sa­me Syn­the­se von His­to­rie und hoch­mo­der­ner Ma­nu­fak­tur ge­lun­gen: Sämt­li­che Ge­bäu­de­tei­le aus den ver­schie­de­nen Epo­chen wur­den in ih­rem Cha­rak­ter er­hal­ten und so mit­ein­an­der ver­bun­den, dass sie den 450 Mit­ar­bei­tern am Stand­ort ei­nen of­fe­nen, licht­durch­flu­te­ten, kom­for­ta­blen und si­che­ren Ar­beits­platz bie­ten.

Ein op­tisch ver­bin­den­des Ele­ment sind die Fein­stein­zeug-Flie­sen von Ce­ra­mi­che Re­fin. Die Ar­chi­tek­ten ent­schie­den sich für die Kol­lek­ti­on „Piet­re di Borgo­gna Dia­man­te“. Das Mo­dell passt nach An­sicht der Pla­ner nicht nur her­vor­ra­gend zum Prä­di­kat „königlich“, das Ga­zel­le an­läss­lich des 100-jäh­ri­gen Fir­men­ju­bi­lä­ums 1992 von Prin­zes­sin Mar­griet ver­lie­hen wur­de. Es sei gleich­zei­tig ide­al, um ei­nen un­auf­dring­li­chen und doch lu­xu­riö­sen Über­gang zwi­schen den ver­schie­de­nen Ge­bäu­de­tei­len zu schaf­fen. Die Kol­lek­ti­on, hier im For­mat 90 x 90 cm ver­legt, wur­de von ei­nem na­tür­li­chen Kalk­stein in­spi­riert, der tra­di­tio­nell im fran­zö­si­schen Bur­gund vor­kommt. In ei­ner Ge­gend, die für gu­ten Wein eben­so wie für ar­chi­tek­to­ni­sche Schön­heit ge­schätzt wird. Der klas­si­sche Stil der Kol­lek­ti­on, wirbt der Her­stel­ler, in­ter­pre­tie­re auf ak­tu­el­le Wei­se die Ein­fach­heit der Ma­te­ria­li­en frü­he­rer Zei­ten und pas­se sich mit war­men und leuch­ten­den Far­ben an je­de Art von Am­bi­en­te an. Die un­re­gel­mä­ßi­gen Mus­ter und zar­ten Äde­run­gen ver­wie­sen auf den Lauf der Zeit – in­spi­riert sei­en sie von den fos­si­len Mu­scheln, die auf der Ober­flä­che des Kalk­steins zu fin­den sind.

Die Flie­sen, hier im For­mat 90x90 cm ver­legt, wur­den von na­tür­li­chem Kalk­stein in­spi­riert.

Fo­tos: Brons­vo­ort Blaak Ar­chi­tec­ten

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