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„Neue Ge­schäfts­ide­en im Be­reich der land­wirt­schaft­li­chen und gärt­ne­ri­schen Pro­duk­ti­on eta­blie­ren sich in den Groß­städ­ten.“Aus der Mit­tei­lung des ZALF

In Deutsch­lands Städ­ten schlum­mert viel un­ge­nutz­ter Raum, wenn auch kaum noch eben­er­dig: Das Dach hin­ge­gen bie­tet in der ei­nen oder an­de­ren Form noch Ent­fal­tungs­mög­lich­kei­ten. So kann das Dach­ge­schoss aus­ge­baut wer­den, um zu­sätz­li­chen, drin­gend be­nö­tig­ten Wohn­raum zu schaf­fen. Oder fla­che Dä­cher kön­nen um ein wei­te­res Ge­schoss auf­ge­stockt wer­den. Laut ei­ner Stu­die der TU Darm­stadt und des Pe­s­tel-In­sti­tuts sei­en 580 000 Mehr­fa­mi­li­en­häu­ser in der Bau­pe­ri­ode zwi­schen 1950 und 1989, die in Ge­gen­den mit an­ge­spann­tem Woh­nungs­markt lie­gen, da­zu ge­eig­net. Doch auch der Wunsch nach mehr Grün­flä­chen ist vor­han­den. Wis­sen­schaft­ler des Leib­niz-Zen­trums für Agrar­land­schafts­for­schung (ZALF) ha­ben jetzt Ber­li­ner zur Ak­zep­tanz von ur­ba­ner Land­wirt­schaft be­fragt. Die ers­ten Er­geb­nis­se sind recht ein­deu­tig: Dach­gär­ten und Dach­far­men ha­ben mit et­wa 80 Pro­zent ei­ne be­son­ders ho­he Zu­stim­mung. Auf ei­ner in­ter­ak­ti­ven Kar­te zei­gen die For­scher auf ih­rer Sei­te zu­dem die Dä­cher in der Haupt­stadt, die sich für ei­ne Be­grü­nung eig­nen. Der­zeit sei­en über 7 000 Dach­flä­chen, ins­ge­samt rund fünf Mil­lio­nen Qua­drat­me­ter, als po­ten­zi­ell nutz­ba­re und der­zeit brach­lie­gen­de Area­le er­fasst. Und so ein Dach­gar­ten hat nicht nur po­si­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf das ei­ge­ne Wohl­be­fin­den: Er schützt un­ter an­de­rem auch vor ei­ner Über­hit­zung der In­nen­städ­te oder Über­flu­tung in Fol­ge von sturz­bach­ar­ti­gen Re­gen­fäl­len. Man muss sich ja auch nicht gleich so ein Pracht­stück zu­le­gen wie ein bel­gi­sches Paar. Die­se ha­ben sich in 16 Me­tern Hö­he mit­ten in Ant­wer­pen auf ei­nem La­ger­haus aus den Drei­ßi­ger­jah­ren auf 320 Qua­drat­me­tern ein grü­nes Pa­ra­dies ge­schaf­fen. Auf dem Dach sind nicht nur ei­ne Scheu­ne und ein Win­ter­gar­ten un­ter­ge­bracht, son­dern au­ßer­dem auch En­ten, Hüh­ner und Scha­fe.

Was es sonst noch Neu­es rund um das Dach gibt, er­fah­ren Sie in un­se­rem Schwer­punkt.

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