An­wen­der­be­richt

2013 ver­ur­sach­te ein Hoch­was­ser im säch­si­schen Bad Schan­dau er­heb­li­che Schä­den. Un­ter an­de­rem war der Markt­platz be­trof­fen. Für die Sa­nie­rung des Pflas­ter­stein­be­lags galt: Ei­ne si­che­re Ver­le­gung und Ver­fu­gung soll­te ihn zu­künf­tig vor Hoch­was­ser­schä­den bew

baustoffpraxis - - AUS DEM INHALT -

Der Pflas­ter­be­lag auf dem Markt­platz von Bad Schan­dau wur­de neu ver­legt und ver­fugt

Ei­nen Ort wie Bad Schan­dau im en­gen Tal der El­be zu schüt­zen, ist na­he­zu un­mög­lich. Aber aus dem Jahr­tau­send­hoch­was­ser von 2002 hat­ten die Stadt und ih­re Bür­ger ge­lernt. Für Re­no­vie­run­gen ver­wen­den die Be­woh­ner bei­spiels­wei­se bes­ser ge­eig­ne­te Bau­ma­te­ria­li­en. Die­ser Aspekt spiel­te auch bei der Sa­nie­rung des stark be­schä­dig­ten Mark­plat­zes nach dem El­be­hoch­was­ser im Ju­ni 2013 ei­ne we­sent­li­che Rol­le. Für die Pla­nung und Durch­füh­rung muss­te zu­dem die Um­ge­stal­tung des Plat­zes be­rück­sich­tigt wer­den. Im Zu­ge der Sa­nie­rung soll­ten ei­ne Bus­schlei­fe und für die Be­grü­nung des Plat­zes et­li­che Pflanz­kü­bel aus Gra­nit in­te­griert wer­den. Vor Ort stand PCIFach­be­ra­ter Stef­fen Schüt­ze dem Ver­ar­bei­ter Ste­phan Mon­tag be­ra­tend so­wohl bei der Pla­nung als auch bei der Aus­füh­rung zur Sei­te.

Ge­bun­de­ne Bau­wei­se

Die Pflas­ter­ar­bei­ten auf dem Markt­platz wur­den in ge­bun­de­ner Bau­wei­se er­stellt. Die Ver­le­gung er­folg­te dem­nach auf ei­ner fes­ten Trag­schicht aus was­ser­durch­läs­si­gem Drain­mör­tel. Vor­teil der ge­bun­de­nen Bau­wei­se ist laut Her­stel­ler die hö­he­re Be­last­bar­keit. Wo star­ke Kräf­te auf den Be­lag ein­wir­ken, zum Bei­spiel im Kreis­ver­kehr oder in Bus­spu­ren, ist die­se Bau­wei­se not­wen­dig. Hier sto­ße die un­ge­bun­de­ne Bau­wei­se an ih­re Gren­zen. Zu­sätz­lich trot­ze die ge­bun­de­ne Kon­struk­ti­on den Wet­te­res­ka­pa­den der Kli­ma­ver­än­de­run­gen, star­kem Platz­re­gen ge­nau­so wie dem El­be­was­ser in Bad Schan­dau. Her­kömm­li­che Sand­fu­gen hiel­ten sol­chen Be­las­tun­gen nicht stand, er- mög­li­chen ein Aus­wa­schen der Fu­gen und schlimms­ten­falls ein Un­ter­spü­len des ge­sam­ten Pflas­ter­be­la­ges. Ge­bun­de­ne Fu­gen­fül­lun­gen zeich­ne­ten sich durch die en­ge Bin­dung von Fu­gen­mör­tel und Pflas­ter aus. Das dau­er­haft gleich­mä­ßi­ge Fu­gen­pro­fil sor­ge für enor­me Wi­der­stands­fä­hig­keit ge­gen­über ho­her Ver­kehrs­be­las­tung, star­ken Re­gen-

fäl­len oder Rei­ni­gungs­ar­bei­ten durch Hoch­druck­rei­ni­ger.

Auch die Lärm­be­läs­ti­gung sei durch den Fu­gen­ab­schluss auf Pflas­ter­ebe­ne ge­rin­ger als bei ei­nem un­ge­bun­den ver­leg­ten Pflas­ter. Ty­pi­sche Rei­ni­gungs- und In­stand­hal­tungs­ar­bei­ten wie das Ent­fer­nen von Moos- und Wild­kräu­ter­be­wuchs sei­en ge­nau­so un­nö­tig wie das er­neu­te Ein­fe­gen des Quarz­san­des nach ei­nem Platz­re­gen. Nicht zu­letzt pro­fi­tie­ren auch die Bür­ger, die – wie in Bad Schan­dau – den Markt­platz nut­zen: Die Pflas­ter­stei­ne mit ge­bun­de­nen Fu­gen­fül­lun­gen sei­en bes­ser und an­ge­neh­mer be­geh­bar.

Die Ver­le­gung der Pflas­ter­stei­ne er­folg­te in Ver­bin­dung mit „Re­pa­haft“: Um ei­nen op­ti­ma­len Haft­ver­bund zu er­zie­len, wur­de die Un­ter­sei­te der Gra­nitstei­ne vor dem Ver­le­gen in die was­ser­fes­te und frost­be­stän­di­ge Mör­tel- Haft­brü­cke ge­taucht. Zum Ver­fu­gen ver­wen­de­te das Team um Ste­phan Mon­tag den spe­zi­ell für ho­he Be­las­tun­gen ent­wi­ckel­ten, nicht drain­fä­hi­gen Ze­men­tPflas­ter­fu­gen­mör­tel „Pa­vi­fix CEM“. Im Schlämm­ver­fah­ren wur­de der fließ­fä­hi­ge Fu­gen­mör­tel auf die vor­ge­näss­te Pflas­ter­flä­che auf­ge­bracht, mit ei­nem har­ten Gum­mi­schie­ber ver­teilt und in die Fu­gen ein­ge­bracht. Vor­teil­haft sind laut Her­stel­ler die leich­te Ver­ar­bei­tung und das schnel­le Ar­bei­ten ge­ra­de auf gro­ßen Flä­chen. Zu­dem lässt sich das Pro­dukt leicht rei­ni­gen – mit Hil­fe ei­nes Schwamm­bret­tes oder durch ho­ri­zon­ta­les Ab­sprit­zen mit ei­ner Flach­strahl­dü­se. Das Rest­ma­te­ri­al lässt sich im Fä­cher­strahl ent­fer­nen und das Ver­wäs­sern des oh­ne­hin kom­pak­ten Fu­gen­ma­te­ri­als wird ver­mie­den. Für das Ver­fu­gen der Pflanz­kü­bel kam „Pa­vi­fix CEM ROC“als stand­fes­ter Fu­gen­mör­tel zum Ein­satz. Für die dau­e­re­las­ti­sche Ver­fu­gung der Dehn- und Be­we­gungs­fu­gen wur­de „El­ri­tan 140“zu­sam­men mit der Haft­grun­die­rung „Elas­to­pri­mer 110“für die Fu­gen­flan­ken ver­wen­det.

FO­TOS: PCI

Die In­stand­set­zung des Markt­plat­zes in­klu­si­ve Brun­nen konn­te nach fünf Mo­na­ten Bau­zeit ab­ge­schlos­sen wer­den.

Auf rund 2 000 Qua­drat­me­tern Flä­che wur­den Pflas­ter­stei­ne 10 / 10 ver­legt. Auch die Aus­spa­run­gen für die Baum­be­pflan­zung wur­den da­mit ge­stal­tet.

Die Ober­flä­che wur­de durch ho­ri­zon­ta­les Ab­sprit­zen mit ei­ner Flach­strahl­dü­se ge­rei­nigt.

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