Holger Sass zeigt im In­ter­view ei­ne Mög­lich­keit auf, von Feuch­tig­keits­ein­wir­kung be­ein­träch­tig­te Be­ton­un­ter­grün­de für Bo­den­be­schich­tun­gen vor­zu­be­rei­ten.

baustoffpraxis - - EDITORIAL -

Wie kann ein von stän­di­ger Feuch­tig­keits­ein­wir­kung be­ein­träch­tig­ter Be­ton­un­ter­grund oder so­gar öl­kon­ta­mi­nier­te Flä­che vor­be­rei­tet wer­den, da­mit hoch­wer­ti­ge Bo­den­be­schich­tun­gen lang­le­big ap­pli­ziert wer­den kön­nen? Holger Sass zeigt ei­ne Lö­sungs­mög­lich­keit auf.

Be­son­ders in Alt­bau­ten sind Fuß­bö­den oft­mals von auf­stei­gen­der Feuch­tig­keit be­ein­träch­tigt und ent­spre­chend hoch ist das Ri­si­ko ei­nes ent­ste­hen­den Dampf­drucks, der sich schä­di­gend auf nach­fol­gen­de Be­schich­tun­gen oder Fuß­bo­den­be­klei­dun­gen aus­wirkt. Das Ab­plat­zen der auf­ge­tra­ge­nen Ober­flä­chen­be­schich­tung, das Ab­lö­sen von ver­kleb­ten Bo­den­be­lä­gen oder auch Bla­sen­bil­dung sind ty­pi­sche Scha­dens­bil­der, die da­bei auf­tre­ten und zu er­ken­nen sind. Die Fol­gen sind je­doch nicht nur op­tisch ein Ma­kel, sie kön­nen auch hoch­wer­ti­ge Ar­beits­be­rei­che un­be­nutz­bar ma­chen und ver­ur­sa­chen er- heb­li­che Kos­ten und Aus­fall­zei­ten, die ge­ra­de in ge­werb­lich ge­nutz­ten Be­rei­chen be­son­ders un­ge­wünscht sind.

In vie­len ge­werb­li­chen Ar­beits­be­rei­chen wie Werk­stät­ten, Mon­ta­geund La­ger­hal­len sind Be­ton­un­ter­grün­de oft­mals flä­chig stark ver­schmutzt und manch­mal so­gar öl­kon­ta­mi­niert. Mit spe­zi­el­len Rei­ni­gungs­mit­teln und -ver­fah­ren sind Fach­be­trie­be heu­te in der La­ge, zu­min­dest ei­ne Ent­fer­nung von ober­fläch­li­chen Öl­res­ten si­cher­zu­stel­len. Das ei­gent­li­che Pro­blem ent­steht je­doch an­schlie­ßend, nach dem Ab­wa­schen der Flä­chen mit­tels Hoch­druck­was- ser­strah­len, wenn durch Ka­pil­lar­wan­de­rung Öl­res­te aus un­te­ren Schich­ten wei­ter an die Ober­flä­che des Be­ton­un­ter­grun­des wan­dern. Hier setzt die Wir­kung der Sys­tem­lö­sung von Schom­burg auf Ba­sis ei­ner feuch­tig­keits­ver­träg­li­chen und was­ser­damp­fun­durch­läs­si­gen Epo­xid­harz-Spe­zi­al­grun­die­rung an. Die Wir­kungs­wei­se be­ruht auf Po­ren­ver­schluss, be­dingt durch das ho­he spe­zi­fi­sche Ge­wicht. Da­durch wirkt das Ka­pil­lar­ge­fü­ge für nach­träg­lich auf­stei­gen­de Öle und Was­ser dau­er­haft ver­schlos­sen.

Zu­nächst er­folgt die ge­eig­ne­te Un­ter­grund­be­ur­tei­lung und -vor­be­rei­tung ge­mäß der gän­gi­gen Stan­dards. Alt­be­lä­ge müs­sen in je­dem Fall rück­stands­frei be­sei­tigt und die Be­to­no­ber­flä­che me­cha­nisch mit­tels Höchst­druck­was­ser­strah­len, Schlei­fen oder Strah­len be­han­delt wer­den. An­schlie­ßend wird die öl­kon­ta­mi­nier­te Be­ton­flä­che in­ten­siv mit dem ÖlRei­ni­ger „ASO-R008“ge­rei­nigt und dann mit ei­nem ge­eig­ne­ten Hoch-

druck-Was­ser­strahl-Rei­ni­gungs­ge­rät (> 300 bar) ge­säu­bert. Nun er­folgt die Ap­pli­ka­ti­on der Spe­zi­al­grun­die­rung „Aso­dur-SG2“, die tief in die Be­ton­ka­pil­la­ren ein­dringt und ein er­neu­tes Auf­stei­gen von Öl­res­ten so­wie ei­ne schä­di­gen­de Wir­kung von Dampf­druck nach­hal­tig und si­cher ver­hin­dert.

Be­reits nach kur­zer Re­ak­ti­ons­zeit kön­nen im An­schluss hoch­wer­ti­ge Ober­flä­chen­schutz­be­schich­tun­gen, wie zum Bei­spiel die Uni­ver­sal­be­schich­tung „Aso­dur-B351“, auf­ge­tra­gen wer­den. Un­ter­schied­li­che Farb­tö­ne er­mög­li­chen hier in­di­vi­du­el­le Gestal­tungs­wün­sche. Auch das Ver­le­gen von Flie­sen und an­de­re Bo­den­be­lä­ge sind mög­lich und bie­ten ei­ne Viel­zahl an op­ti­schen Mög­lich­kei­ten.

Oft­mals füh­ren kos­ten­güns­ti­ge Pro­duk­te zwar zu ei­nem kurz­fris­ti­gen, schein­ba­ren Er­folg und ober­fläch­li­cher Pro­blem­be­sei­ti­gung, je­doch wird hier­bei häu­fig die ge­naue Un­ter­grund­ana­ly­se und -vor­be­rei­tung ver­nach­läs­sigt und der kurz­fris­ti­ge Er­folg wird schnell zum Bu­me­rang und zum Streit­fall zwi­schen Ver­ar­bei­ter und Auf­trag­ge­ber. Auch der Bau­stof­fFach­han­del wird in der Re­gel schnell in der­ar­ti­ge Dis­kus­sio­nen ein­be­zo­gen. Wie auf­ge­zeigt, sind lang­fris­tig si­che­re Sys­tem­lö­sun­gen am Markt vor­han­den und bie­ten al­len Be­tei­lig­ten ein er­folg­rei­ches und lang­le­bi­ges Er­geb­nis. Ei­ne in­ten­si­ve Ab­stim­mung, Be­ra­tung und Ver­ar­bei­tung füh­ren in Kom­bi­na­ti­on mit der Sys­tem­kennt­nis des Fach­han­dels da­zu, die Zuf­rie­den­heit al­ler Par­tei­en si­cher­zu­stel­len.

FO­TOS: SCHOM­BURG

Ty­pi­sche Scha­dens­bil­der bei auf­stei­gen­der Feuch­tig­keit.

Ei­ne Schwimm­bad-Sa­nie­rung ist ein klas­si­scher An­wen­dungs­be­reich für das Sys­tem.

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