Wor­auf es im Be­reich Bo­den und Wand bei der Gestal­tung ei­nes Ba­de­zim­mers oh­ne Bar­rie­ren an­kommt, er­läu­tert Marc Schlü­ter im In­ter­view.

baustoffpraxis - - EDITORIAL -

Ba­de­zim­mer, die oh­ne stö­ren­de Schwel­len aus­kom­men, lie­gen im Trend. Der Fo­kus liegt da­bei aber längst nicht nur auf der Funk­tio­na­li­tät – ein eben­er­di­ges Bad bie­tet dar­über hin­aus viel­fäl­ti­ge De­si­gn­mög­lich­kei­ten. Wor­auf es im Be­reich Bo­den und Wand bei der Gestal­tung ei­nes Ba­de­zim­mers oh­ne Bar­rie­ren an­kommt, er­läu­tert Marc Schlü­ter im In­ter­view.

Das Ba­de­zim­mer nimmt ei­ne Son­der­stel­lung im Haus ein – wie lässt sich die­ser Raum so ge­stal­ten, dass sich al­le dar­in wohl­füh­len? mehr als nur ein Mit­tel zum Zweck. Hier muss man sich ge­bor­gen, si­cher und sau­ber füh­len. Ei­ne freund­li­che und hy­gie­ni­sche Gestal­tung ist hier al­so be­son­ders wich­tig.

Das Bad ist für die meis­ten Men­schen der in­tims­te Raum und viel Wie kann das um­ge­setzt wer­den?

Ein ein­la­den­des De­sign so­wie na­tür­li­che, hy­gie­ni­sche Ma­te­ria­li­en tra­gen auf je­den Fall ei­nen gro­ßen Teil da­zu bei, dass man sich im Bad be­den­ken­los wohl­füh­len kann. Er­rei­chen kann man das mit at­trak­ti­ven und mo­der­nen Flie­sen, ei­ner kom­for­ta­blen Aus­stat­tung und ei­ner an­spre­chen­den Be­leuch­tung.

Wel­che kon­kre­ten Maß­nah­men ma­chen ein Bad kom­for­ta­bel?

Nie­mand steht ger­ne auf kal­ten Flie­sen, wenn er mor­gens das Bad be­tritt. Mit be­heiz­ten Bo­den- und/oder Wand­flä­chen lässt sich da­her ein ech­ter Mehr­wert schaf­fen. Das kann zum ei­nen der was­ser­ge­führ­te Ke­ra­mi­kKli­ma­bo­den „Be­ko­tec-Therm“sein, der sich durch nied­ri­ge Auf­bau­hö­he, ei­nen en­er­gie­spa­ren­den Be­trieb so­wie ei­ne kom­for­ta­ble und re­ak­ti­ons­schnel­le Steue­rung aus­zeich­net. Dar­über hin­aus ist die Fuß­bo­den­hei­zung in we­ni­gen Ta­gen ein­satz­be­reit und lässt sich dank ver­schie­de­ner Sys­tem­auf­bau­ten fle­xi­bel an das Re­no­vie­rungs- oder Neu­bau­vor­ha­ben an­pas­sen.

Ei­ne ech­te Al­ter­na­ti­ve da­zu ist die elek­tri­sche Bo­den- und Wand­hei­zung „Di­tra-Heat-E“. Sie ist nicht nur in der La­ge, in­ner­halb kur­zer Zeit ei­ne an­ge­nehm war­me Tem­pe­ra­tur zu schaf­fen, son­dern dient im Ver­bund mit den Flie­sen auch als Ent­kopp­lung und Ab­dich­tung. Die be­heiz­ten Flä­chen kön­nen da­bei voll­kom­men frei de­fi­niert wer­den.

War­me Bo­den- und Wand­flä­chen sor­gen aber nicht nur für ei­ne be­hag­li­che Wohl­füh­l­at­mo­sphä­re. In Kom­bi­na­ti­on mit ei­nem leicht zu rei­ni­gen­den Be­lag aus Ke­ra­mik oder Na­tur­stein ent­ste­hen mit ih­nen hy­gie­ni­sche Räu­me, in de­nen mi­kro­bi­el­ler Be­fall, bei­spiels­wei­se durch Schim­mel­pilz­spo­ren, na­he­zu aus­ge­schlos­sen ist. Da­bei hel­fen üb­ri­gens auch Deh­nungs­fu­gen­pro­fi­le, die an­stel­le von Si­li­kon­fu­gen ver­wen­det wer­den.

Kom­fort für al­le Ge­ne­ra­tio­nen bie­tet na­tür­lich auch ei­ne bo­den­ebe­ne Du­sche. Dank ihr ist das Bad nicht nur si­cher und an­ge­nehm zu nut­zen, son­dern sie lässt den Raum auch grö­ßer wir­ken.

Was ist bei ei­ner bo­den­glei­chen Du­sche zu be­ach­ten?

Im Ide­al­fall steht dem Hand­wer­ker ein Kom­plett-Sys­tem aus ei­ner Hand zur Ver­fü­gung. Dann kön­nen sich al­le Be­tei­lig­ten dar­auf ver­las­sen, dass die ein­zel­nen Kom­po­nen­ten in­ein­an­der grei­fen. Das „Ker­di“-Ab­dich­tungs­sys­tem stellt bei­spiels­wei­se ei­ne sol­che Kom­plett-Lö­sung für Ab­dich­tun­gen im Ver­bund dar. Mit dem dar­auf ab­ge­stimm­ten „Ker­diLi­ne“-Pro­gramm bie­ten wir ein durch­dach­tes Ablauf­sys­tem für bo­den­ebe­ne Du­schen mit Li­ni­en­ent­wäs­se­rung an, das über ei­ne werk­sei­tig mon­tier­te Dicht­man­schet­te ver­fügt. Die­se wird beim Ein­bau ein­fach an die Flä­chen­ab­dich­tung an­ge­bun­den. Zum Pro­gramm ge­hö­ren au­ßer­dem auch Pro­fi­le für die seit­li­chen Wan­gen und den Wand­an­schluss der Ent­wäs­se­rungs­rin­ne. Und falls be­nö­tigt, kann auch ein Schwall­schutz­pro­fil in­stal­liert wer­den, das da­für sorgt, dass kein Was­ser aus dem Dusch­be­reich aus­tre­ten kann. Die­se Pro­fi­le sind auch mit dem Roll­stuhl be­fahr­bar.

Für die Ent­wäs­se­rungs­rin­ne kön­nen Bau­her­ren aus ver­schie­de­nen Rost- und Rah­men­kom­bi­na­tio­nen wäh­len, zum Bei­spiel auch mit hoch­glanz­po­lier­ten Edel­stahlober­flä­chen, die sehr gut zu ver­chrom­ten Ar­ma­tu­ren pas­sen. Mit ei­ner in­di­vi­du­el­len La­ser­gra­vur kön­nen die Ros­te und Rah­men aus Edel­stahl so­gar mit ei­nem per­sön­li­chen Lo­go oder Text aus­ge­stat­tet wer­den.

Wie kann ein Bad mög­lichst at­trak­tiv ge­stal­tet wer­den?

Es muss auf die Be­dürf­nis­se und Vor­lie­ben der­je­ni­gen zu­ge­schnit­ten sein, die es täg­lich be­nut­zen. Das fängt schon bei den Flie­sen an: Sie bie­ten ei­ne un­glaub­li­che Viel­falt an Mög­lich­kei­ten, bei­spiels­wei­se in Holz- oder Me­tall­op­tik oder mit Ober­flä­chen, die an die Hap­tik von Tex­ti­li­en er­in­nern. Das ist vie­len Bau­her­ren aber oft gar nicht be­wusst. Ent­spre­chend muss na­tür­lich die Prä­sen­ta­ti­on und Be­ra­tung im Han­del dar­auf ab­ge­stimmt sein.

Ganz wich­tig für den Kom­fort im Bad ist ei­ne an­ge­neh­me Be­leuch­tung. Mit „Li­pro­tec“steht hier ein Kom­plett-Pro­gramm für LED-be­leuch­te­te Pro­fi­le zur Ver­fü­gung. Die Licht­pro­fi­le sor­gen de­zent für at­trak­ti­ves, war­mes Licht, oh­ne dass gleich die kom­plet­te Be­leuch­tung ein­ge­schal­tet wer­den muss. Die Licht­pro­fi­le ste­hen für ver­schie­de­ne Ein­bau­si­tua­tio­nen, wie zum Bei­spiel ei­ne Licht­leis­te, ei­ne So­ckel­be­leuch­tung oder ei­nen um­rahm­ten Spie­gel, zur Ver­fü­gung und las­sen sich be­quem steu­ern, so­gar per Smart­pho­ne oder Ta­blet. Ne­ben ih­rer Funk­ti­on als Ak­zent­be­leuch­tung bil­den die Licht­pro­fi­le auch ein de­ko­ra­ti­ves Ele­ment, denn sie ver­fü­gen über ver­schie­de­ne Licht­tem­pe­ra­tu­ren so­wie ein Spek­trum von über 16,7 Mil­lio­nen Farb­tö­nen.

Wel­che De­si­gn­mög­lich­kei­ten gibt es dar­über hin­aus?

Auch „un­be­leuch­te­te“Pro­fi­le kön­nen für op­ti­sche High­lights in ei­nem mo­der­nen Bad sor­gen. Hier fin­den sich zahl­rei­che For­men so­wie Farb­und Ober­flä­chen­va­ri­an­ten für den Ein­satz im Wand- und Bo­den­be­reich, die nicht nur die Flie­sen­kan­ten vor me­cha­ni­schen Be­las­tun­gen schüt­zen.

Zu­sätz­lich kann beim Bau von Abla­gen, Wasch­ti­schen, Du­schwän­den un­ter an­de­rem mit „Ker­di-Bo­ard“ei­ne ein­fach zu ver­ar­bei­ten­de Bau- und Kon­struk­ti­ons­plat­te ver­wen­det wer­den, die als Ver­le­ge­un­ter­grund und gleich­zei­tig als Ver­bund­ab­dich­tung mit Ke­ra­mik und Na­tur­stein dient. Das Ma­te­ri­al sorgt au­ßer­dem für ther­mi­sche Be­hag­lich­keit in be­heiz­ten Räu­men, da sich die Wär­me auf­grund der wär­me­däm­men­den Funk­ti­on dort län­ger hält.

FO­TOS: SCHLÜ­TER-SYS­TEMS

Ei­ne bo­den­glei­che Du­sche lässt den Raum grö­ßer wir­ken.

Bei ei­nem Kom­plett-Sys­tem wie „Ker­di-Li­ne“sind die ein­zel­nen Kom­po­nen­ten auf­ein­an­der ab­ge­stimmt.

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