Bei Pro­jek­ten mit en­gem Zeit­plan und kri­ti­schen Un­ter­grün­den wer­den an die ver­wen­de­ten Bau­stof­fe be­son­de­re An­sprü­che ge­stellt.

baustoffpraxis - - EDITORIAL -

Wenn zeit­kri­ti­sche Pro­jek­te und kri­ti­sche Un­ter­grün­de zu­sam­men­tref­fen, braucht es leis­tungs­fä­hi­ge Bau­stof­fe. Für die­se An­wen­dung hat die Quick-Mix-Grup­pe den „FX 952 S2 Flex­kle­ber leicht“aus dem C2-Flex­kle­ber-Sor­ti­ment ent­wi­ckelt. Man­fred Blech er­klärt die Vor­tei­le.

Die Bo­den­sa­nie­rung von Ge­wer­be­flä­chen im Ein­zel­han­del oder in der Gas­tro­no­mie sind Bei­spie­le für zeit­kri­ti­sche Pro­jek­te. Denn die Ge­schäfts­tä­tig­keit darf nicht lan­ge un­ter­bro­chen wer­den. Die Pro­ble­ma­tik bei Ze­men­te­stri­chen: Ihr Trock­nungs­ver­hal­ten ist ei­ne wich­ti­ge Grö­ße im Bau­ab­lauf­plan und führt häu­fig zu lan­gen War­te­zei­ten. Zu­gleich hat das Trock­nungs­ver­hal­ten Ein­flüs­se auf Form­ver­än­de­run­gen des Estrichs be­zie­hungs­wei­se der Fuß­bo­den­kon­struk­ti­on. So ver­kür­zen sich Ze­men­te­stri­che beim Aus­trock­nen ho­ri­zon­tal. Das von oben nach un­ten ver­lau­fen­de Feuch­tig­keits­ge­fäl­le wäh­rend der Trock­nung führt zu un­ter­schied­li­chem Ver­kür­zungs­grad. Zu­dem hat die­ses so ge­nann­te Schwin­den bei Ze­men­te­stri­chen auf Dämm- und Trenn­schicht ei­ne kon­ka­ve Krüm­mung der Estrich­plat­te zur Fol­ge. Das Schwind­maß ist ab­hän­gig vom Um­ge­bungs­kli­ma, der Zu­sam­men­set­zung des Estrichs, dem Zeit­punkt des Aus­trock­nungs­be­ginns und der Estrich­di­cke. Da der Ver­krüm­mung aber das Ei­gen­ge­wicht ent­ge­gen­wirkt, be­schränkt sich die Krüm­mung nor­ma­ler­wei­se auf ei­nen Rand­be­reich von et­wa 0,5 bis 1,5 Me­ter Brei­te.

Durch Trock­nung geht die Ver­krüm­mung zu­rück bis auf ei­nen blei­ben­den An­teil, der sich in der Re­gel durch Krie­chen un­ter der Ver­kehrs­last nach und nach aber voll­stän­dig zu­rück­bil­det. Bei bis zur Be­le­grei­fe ge­trock­ne­tem Estrich sind et­wa 70 bis 80 Pro­zent des end­gül­ti­gen Schwind­ma­ßes er­reicht. Ent­ste­hen zwi­schen Flie­sen­be­lag und Ze­men­te­strich in die­ser Pha­se Span­nun­gen, wer­den die­se nor­ma­ler­wei­se durch Krie­chen weit­ge­hend ab­ge­baut. Wird die er­for­der­li­che Tro­cken­zeit da­ge- gen nicht be­ach­tet und wer­den Flie­sen auf fri­schem Ze­men­te­strich ver­legt, kann es zu star­ken Span­nun­gen zwi­schen Un­ter­grund und Flie­sen­be­lag kom­men, die sich nicht von selbst aus­glei­chen. Schä­den im Bo­den­be­lag sind die Fol­ge. Des­halb dür­fen zum Bei­spiel un­be­heiz­te Ze­men­te­stri­che erst bei ei­nem Rest­feuch­te­ge­halt von ma­xi­mal 2,0 CM-Pro­zent mit ke­ra­mi­schen Be­lä­gen im Dünn­bett be­legt

wer­den. Ver­le­ge­mör­tel wie der „FX 952 S2 Flex­kle­ber leicht“er­mög­li­chen es nun aber, die Plat­ten oh­ne gro­ße War­te­zeit zu ver­le­gen.

Ent­schei­dend hier­für ist ei­ne ho­he Fle­xi­bi­li­tät des Kle­bers. Die­se Fle­xi­bi­li­tät hat span­nungs­ent­kop­peln­de Wir­kung, die für ver­for­mungs­fä­hi­ge Un­ter­grün­de wie jun­gen, un­be­heiz­ten Ze­men­te­strich oder auch Holz und Misch­un­ter­grün­de mit ver­schie­de­nen ther­mi­schen Aus­deh­nungs­ko­ef­fi­zi­en­ten be­son­ders re­le­vant ist. Denn da­mit star­re Flie­sen­be­lä­ge nicht rei­ßen, dür­fen sie nicht fest ver­an­kert wer­den. Schließ­lich kann das Auf­schüs­seln be­reits bei klei­nen Estrich­plat­ten ähn­li­chen Um­fang an­neh­men wie bei gro­ßen Plat­ten. An die­ser Stel­le wirkt das Mör­tel­sys­tem ent­kop­pelnd.

Die Fle­xi­bi­li­tät oder auch Bie­ge­fä­hig­keit des aus­ge­här­te­ten, ze­men­tä­ren Mör­tels wird an­hand ei­nes de­fi­nier­ten Prüf­kör­pers nach­ge­wie­sen. Laut An­for­de­run­gen der DIN EN 12004 wer­den die Klas­sen S1 und S2 un­ter­teilt. S1 for­dert ei­ne Durch­bie­gung von min­des­tens 2,5 Mil­li­me­tern und klei­ner als 5 Mil­li­me­ter, die Be­zeich­nung S2 dür­fen nur stark ver­form­ba­re Flex­kle­ber mit ei­ner Durch­bie­gung von min­des­tens 5 Mil­li­me­ter tra­gen. Beim „FX 952 S2“wur­den 5 Mil­li­me­ter in La­b­or­tests re­gel­mä­ßig über­trof­fen, nach dem in DIN EN 12002 de­fi­nier­ten Prüf­ver­fah­ren wur­den 6 Mil­li­me­ter er­reicht. Mit die­ser span­nungs­ent­kop­peln­den Wir­kung eig­net sich der im Bo­den­be­reich auf Dünn- und Fließ­bett­kon­sis­tenz ein­stell­ba­re Flex­kle­ber für ei­ne Viel­zahl kri­ti­scher Un­ter­grün­de.

Platz­spa­ren­de La­ge­rung

Für den Han­del mi­ni­miert dies die Ge­fahr von Re­kla­ma­tio­nen nach der An­wen­dung, da Kle­ber mit Wer­ten von über 5 Mil­li­me­ter über ein ge­wis­ses Si­cher­heits­pols­ter ver­fü­gen. Wei­ter­hin er­füllt der neue Flex­kle­ber höchs­te Haft­zug­fes­tig­keits­an­for­de­run­gen. Der „FX 952 S2“er­reicht nach je­der der in DIN EN 12004 ge­for­der­ten La­ge­rungs­ar­ten Haft­zug­fes­tig­keits­wer­te von mehr als 1,0 N/mm² und ist da­mit der Klas­se C2 zu­zu­ord­nen. Er­gei­big ist er auf­grund sei­ner Leicht­zu­schlä­ge mit 0,71 kg/m² pro Mil­li­me­ter Schicht­di­cke. Zu­dem sor­gen die Leicht­zu­schlä­ge für ein her­vor­ra­gen­des Hand­ling mit an­ge­neh­mer Ver­ar­bei­tungs­zeit. Au­ßer­dem ist die La­ge­rung des ein­kom­po­nen­ti­gen Mör­tels im Ver­gleich zu zwei­kom­po­nen­ti­gen S2-Flex­kle­bern platz­spa­rend.

An­wen­der­freund­lich ist die of­fe­ne Zeit von 30 Mi­nu­ten, die Ver­ar­bei­tungs­zeit be­trägt bis zu zwei St­un­den. Der Bo­den ist 48 St­un­den nach Auf­trag be­geh­bar be­zie­hungs­wei­se ver­fug­bar, Wän­de nach zwölf St­un­den. Ei­ne ho­he Kleb­kraft ent­steht vor al­lem bei Fein­stein­zeug.

Das Ri­si­ko des Ab­sa­ckens von schwe­ren groß­for­ma­ti­gen Bo­den­plat­ten wird durch die ho­he Stand­fes­tig­keit ver­hin­dert. Wand- und Bo­den­be­lä­ge kön­nen glei­cher­ma­ßen bei Mör­tel­di­cken von bis zu zehn Mil­li­me­ter be­ar­bei­tet wer­den.

FO­TOS: QUICK-MIX

Auf jun­gen, un­be­heiz­ten Ze­men­te­stri­chen ist der Flex­kle­ber be­reits nach zwei Ta­gen ein­setz­bar.

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