Stän­di­ge Ver­bes­se­run­gen

Wei­ter­ent­wick­lun­gen ge­hö­ren eben­so zum Pro­gramm von Her­stel­lern wie Neu­ent­wick­lun­gen. Thors­ten Lepp­ler er­klärt im In­ter­view, was sich bei PCI hin­ter den Wei­ter­ent­wick­lun­gen ver­birgt.

baustoffpraxis - - BODEN -

Herr Lepp­ler, im Ja­nu­ar fand in Mün­chen die BAU 2017 statt. Tra­di­tio­nell stel­len die Her­stel­ler hier ih­re neu­en Pro­duk­te und Tech­no­lo­gi­en vor. High­lights bei der PCI wa­ren un­ter an­de­rem die Pro­duk­te der „Na­no“-Pro­dukt­li­nie, die mit den At­tri­bu­ten „Al­les­kön­ner“, „uni­ver­sell“, „si­cher“, „ef­fi­zi­ent“, „nach­hal­tig“und neu­en oder ver­bes­ser­ten Pro­duk­t­ei­gen­schaf­ten vor­ge­stellt wur­den. Kön­nen Sie

uns nä­her er­läu­tern, was an die­sen be­reits sehr er­folg­reich eta­blier­ten Pro­duk­ten noch wei­ter ver­bes­sert wer­den konn­te, oder ist das nur werb­li­che Pro­sa?

Nein, das ist kei­nes­falls nur Pro­sa. Ba­sis für die in­no­va­ti­ve Tech­no­lo­gie, die in den Pro­duk­ten der „Na­no“-Pro­dukt­li­nie steckt, sind un­se­re Er­kennt­nis­se aus der Grund­la­gen­for­schung und die Fort­schrit­te, die wir in der ste­ti­gen Wei­ter­ent­wick­lung die­ser Pre­mi­um-Pro­duk­te er­zie­len. Auch wenn wir die ers­ten „Na­no“-Pro­duk­te be­reits 2003 in den Markt ge­bracht ha­ben, ist dies kein „al­ter Wein in neu­en Schläu­chen“, son­dern ei­ne Wei­ter­ent­wick­lung, die der Ver­ar­bei­ter deut­lich wahr­neh­men kann.

Bei „Na­no­light“wur­de zum Bei­spiel sei­ner­zeit der Zu­schlags­stoff Sand ge­gen ei­nen Leicht­füll­stoff aus re­cy­cel­tem Glas aus­ge­tauscht und dar­über hin­aus ein in­tel­li­gent mo­di­fi­zier­tes Bin­de­mit­tel­sys­tem ent­wi­ckelt. Das war da­mals re­vo­lu­tio­när und ein durch­schla­gen­der Er­folg.

Heu­te ha­ben wir ei­ne noch­ma­li­ge Ver­bes­se­rung der Ver­ar­bei­tungs­ei­gen­schaf­ten wie ho­he Stand­fes­tig­keit, ge­schmei­di­ge Kon­sis­tenz und er­staun­li­che Er­gie­big­keit bei dem va­ria­blen Flex­mör­tel „Na­no­light“er­zie-

len kön­nen, was den rau­en All­tag auf der Bau­stel­le deut­lich er­leich­tert. So­wohl das Tra­gen des 15-Ki­lo­gram­mGe­bin­des als auch das Auf­zie­hen des Frisch­mör­tels spart Kraft und kommt so der Ge­sund­heit des An­wen­ders ent­ge­gen. Auf tech­ni­scher

Ebe­ne wur­de das Pro­dukt im Hin­blick auf groß­for­ma­ti­ge

Ke­ra­mik op­ti­miert und punk­tet mit noch mehr An­wen­dungs­si­cher­heit und Viel­sei­tig­keit.

Der uni­ver­sel­le Fu­gen­mör­tel „Na­n­o­fug Pre­mi­um“kann durch die Re­zep­tur­mo­di­fi­ka­ti­on nun auch für Na­tur­werk­stein­be­lä­ge ein­ge­setzt wer­den; dar­über hin­aus wur­de die be­reits groß­zü­gi­ge Farb­pa­let­te um den für Na­tur­stein­le­ger sehr wich­ti­gen Farb­ton Jur­abeige er­wei­tert. Wel­cher Vor­teil für den Han­del lässt sich dar­aus ab­lei­ten?

Weil das An­wen­dungs­spek­trum der bei­den All­roun­der noch­mals er­wei­tert wur­de, las­sen sich da­mit nun et­wa 90 Pro­zent al­ler Stan­dard-An­wen­dungs­fäl­le er­le­di­gen. Das ist ein gro­ßer Vor­teil hin­sicht­lich der La­ger­hal­tung und ei­ne we­sent­li­che Ver­ein­fa­chung in der Be­ra­tung. Dies bie­tet na­tür­lich auch ei­ne Hil­fe­stel­lung und Er­leich­te­rung für den Han­del.

Nein, ganz im Ge­gen­teil: Heu­te wie da­mals setzt PCI kei­ne Na­no-Par­ti­kel ein. Erst wäh­rend der Aus­här­tung der Pro­duk­te ent­ste­hen Na­no-Struk­tu­ren: Die aus­ge­klü­gel­te Kom­bi­na­ti­on ver­schie­de­ner Ze­men­te und Ad­di­ti­ve be­wirkt die Bil­dung von na­nos­ka­li­gen Kris­tall-Struk­tu­ren bei der Hy­drata­ti­on, die fest ein­ge­bun­den sind und ei­ne we­sent­lich bes­se­re Ver­kral­lung an der Kon­takt­flä­che zwi­schen der Mör­tel­ma­trix und der Ke­ra­mik be­zie­hungs­wei­se dem Un­ter­grund er­mög­li­chen.

Es be­steht al­so kei­ne Ge­fahr für Mensch und Um­welt, wes­halb die All­roun­der auch mit dem GEV Emi- Ist die Na­no­tech­no­lo­gie aus heu­ti­ger Sicht nicht kri­tisch zu be­ur­tei­len? Ist dies ein Bei­trag zum The­ma „Nach­hal­tig­keit“? co­de EC 1 Plus R als „Sehr emis­si­ons­arm“ge­kenn­zeich­net sind.

Ja, und auch das ist kei­ne lee­re Wort­hül­se, son­dern ei­ne Phi­lo­so­phie und weit über die An­wen­dung hin­aus re­le­vant. Las­sen Sie mich das am Bei­spiel von „Na­no­light“er­läu­tern: Die ver­wen­de­ten Leicht­füll­stof­fe be­ste­hen aus Re­cy­cling­glas, die Nach­hal­tig­keit be­ginnt al­so be­reits vor der Pro­duk­ti­on. Auf­grund des ge­rin­ge­ren spe­zi­fi­schen Ge­wichts ver­rin­gert sich der Ver­brauch pro Qua­drat­me­ter. So­mit re­du­ziert sich beim Trans­port der re­la­ti­ve CO2-Aus­stoß pro Qua­drat­me­ter Ver­le­ge­flä­che um bis zu 33 Pro­zent im Ver­gleich zu kon­ven­tio­nel­len PCI-Stan­dard-Flie­sen­kle­bern. Der Flie­sen­kle­ber ist stau­barm, kom­for­ta­bel zu ver­ar­bei­ten und emis­si­ons­arm und trägt so zum Schutz des Ver­ar­bei­ters, des Ob­jekt­be­sit­zers und der Um­welt bei.

Un­ser Un­ter­neh­men nimmt das The­ma Nach­hal­tig­keit sehr ernst und er­hielt für den Stand­ort Augs­burg als ei­ner der ers­ten Bau­che­mie-Her­stel­ler ein Zer­ti­fi­kat der Deut­schen Ge­sell­schaft für Nach­hal­ti­ges Bau­en (DGNB).

FO­TOS: PCI

Die Ver­ar­bei­tungs­ei­gen­schaf­ten von „Na­no­light“wur­den noch wei­ter ver­bes­sert.

Bei die­sem Kunst­werk auf dem Schul­hof der Wutach-Schu­le in Ti­en­gen kam „Na­n­o­fug Pre­mi­um“zum Ein­satz.

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