Licht­durch­flu­te­te Kan­ti­ne

Ein Her­stel­ler von Na­tur­arz­nei­mit­teln hat für sei­ne über 300 Be­schäf­tig­ten ei­ne neue Kan­ti­ne ge­baut. Für aus­rei­chend Ta­ges­licht sor­gen vier in das Pult­dach in­te­grier­te Licht­bän­der des mo­du­la­ren Ober­licht-Sys­tems von Ve­lux.

baustoffpraxis - - ANWENDERBERICHT -

Über das Erd­ge­schoss ei­nes vor­ge­la­ger­ten, drei­ge­schos­si­gen Bü­ro­rie­gels ge­langt man zur Kan­ti­ne, de­ren Dach von vier auf zehn Me­ter Hö­he an­steigt. Der Raum ist hell und licht­durch­flu­tet mit ei­nem Na­tur­stein­bo­den aus Mu­schel­kalk­plat­ten in war­mem Farb­ton und weiß ver­put­zen Wän­den. Die 90 Zen­ti­me­ter ho­hen Brett­schicht­holz­bin­der der Dach­kon­struk­ti­on über­span­nen den ge­sam­ten Raum von der Glas­fas­sa­de an der Süd­sei­te bis hoch zur Rück­wand des Bü­ro­rie­gels an der Nord­sei­te. Un­ter die­sem Ge­bäu­de­trakt be­fin­det sich im Erd­ge­schoss die Kü­che mit Buf­fet, Ge­trän­ke­bar und Aus­ga­be­the­ke, of­fen ein­seh­bar und un­mit­tel­bar mit dem Kan­ti­nen­raum ver­bun­den. Ein Blick­fang sind die tra­gen­den Säu­len aus 200 Jah­re al­ten Ei­chen aus der Re­gi­on. Auf die di­cken Baum­stäm­me stüt­zen sich die mas­si­ven Leim­bin­der des Pult­da­ches.

Ei­ne ho­he Auf­ent­halts­qua­li­tät be­zieht der Raum ins­be­son­de­re aus der nach Sü­den ori­en­tier­ten Glas­fas­sa­de, die den Blick auf den am Ge­bäu­de vor­bei plät­schern­den Trift­bach frei­gibt, so­wie der groß­zü­gi­gen Be­lich­tung von oben. Ins­ge­samt 64 ein­zel­ne Mo­du­le des Ve­lux mo­du­la­ren Ober­licht-Sys­tems fü­gen sich zu vier et­wa 20 Me­ter lan­gen Licht­bän­dern. Die­se er­stre­cken sich über al­le vier Bin­der­ach­sen und bre­chen das 390 Qua­drat­me­ter gro­ße Pult­dach im Ab­stand von zwei Me­tern auf.

Das Ober­licht-Sys­tem ist au­ßer­dem Teil des Lüf­tungs- und des Brand- schutz­kon­zep­tes: die 32 zu öff­nen­den Mo­du­le sor­gen nicht nur für ei­ne na­tür­li­che Luft­zir­ku­la­ti­on im In­nen­raum, son­dern tra­gen im Brand­fall auch we­sent­lich zur En­trau­chung bei. Wenn die elek­trisch be­trie­be­nen und mit der Ge­bäu­de­au­to­ma­ti­on ver­knüpf­ten Fens­ter­flü­gel sich öff­nen, kann die un­ter dem Pult­dach an­ge­stau­te Warm­luft nach drau­ßen ab­zie­hen, wäh­rend fri­sche Luft von un­ten nach­strömt. Elek­trisch be­trie­be­ne in­nen­lie­gen­de Son­nen­schutz-Rol­los sor­gen im Som­mer für an­ge­neh­me Tem­pe­ra­tu­ren.

Die drei­fach ver­glas­ten Ober­lich­ter las­sen laut Her­stel­ler selbst an trü­ben Ta­gen oder bei ge­schlos­se­nen Rol­los noch ge­nü­gend Ta­ges­licht in den Raum, so­dass tags­über in der Re­gel auf künst­li­che Be­leuch­tung ver­zich­tet wer­den kann.

FO­TO: VE­LUX

Das Pult­dach mit den Licht­bän­dern steigt von vier auf zehn Me­ter Hö­he an.

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