Le­bens­dau­er von Ter­ras­sen­die­len

baustoffpraxis - - FORSCHUNG UND TECHNIK -

Die mög­li­che Le­bens­dau­er von Holz-Kunst­stoff-Ver­bund­werk­stof­fen steht im Mit­tel­punkt ei­nes neu­en For­schungs­pro­jekts der Uni­ver­si­tät Göt­tin­gen und des SKZ – Das Kunst­stof­fZen­trum in Würz­burg. Holz-Kunst­stoff-Ver­bund­werk­stof­fe, (Wood Plas­tic Com­po­si­tes, WPC), wer­den häu­fig bei der Au­ßen­ge­stal­tung von Häu­sern und Gär­ten ein­ge­setzt, bei­spiels­wei­se in Zäu­nen oder Ter­ras­sen­die­len.

Feuch­tig­keit, Son­nen­ein­strah­lung, Tem­pe­ra­tur und Mi­kro­or­ga­nis­men – al­le die­se Fak­to­ren be­ein­flus­sen die Le­bens­dau­er von WPC-Pro­duk­ten. Die ge­nau­en Al­te­rungs­me­cha­nis­men wer­den bis­lang durch La­b­or­tests nur un­zu­rei­chend er­fasst. Um ein bes­se­res Ver­ständ­nis der Al­te­rung von WPC zu be­kom­men, wol­len die Wis­sen­schaft­ler nun ein Prüf­ver­fah­ren ent­wi­ckeln und Start­zeit­punkt, Ur­sa­chen und Ver­lauf der bio­lo­gi­schen Al­te­rung er­mit­teln, um aus den Da­ten ein an­wend­ba­res Mo­dell ent­wi­ckeln.

Die Er­geb­nis­se sol­len Un­ter­neh­men der WPC-Bran­che hel­fen, die bio­lo­gi­sche Al­te­rung ih­rer Pro­duk­te und Werk­stof­fe bes­ser zu ver­ste­hen und den Zeit­punkt der bio­lo­gisch be­ding­ten Ve­rän­de­rung des Ma­te­ri­als ge­nau­er vor­her­zu­sa­gen. Die Ent­wick­lung ei­nes ge­eig­ne­ten Prüf­ver­fah­rens könn­te zu­künf­tig ei­ne Grund­la­ge für die Fest­le­gung von Ga­ran­tie­zeit­räu­men, Haf­tungs­ri­si­ken und Re­gres­si­ons­an­sprü­chen bil­den. Das Pro­jekt wird von mehr als 15 Part­nern aus der In­dus­trie un­ter­stützt. Das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft und Ener­gie för­dert das Pro­jekt zwei­ein­halb Jah­re lang mit rund 465 000 Eu­ro.

FO­TO: UNI­VER­SI­TÄT GÖT­TIN­GEN

Com­pu­ter­to­mo­gra­fi­sche Auf­nah­me ei­nes Holz-Kunst­stoff-Ver­bund­werk­stof­fes.

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