Traum­ziel Bu­da­pest

10 Grün­de, war­um ge­ra­de im Herbst die Haupt­stadt Un­garns so ver­zau­bert

Bella - - INHALT - Stadt an der Do­nau

1 Tol­le Aus­sich­ten

Hoch oben vom Burg­berg bie­tet sich mir ei­ne traum­haf­te Aus­sicht auf die Mil­lio­nen­stadt. Die Son­ne taucht al­les in war­mes Licht, die Blät­ter leuch­ten. Und die trut­zi­ge Burg hat ih­ren ganz ei­ge­nen Zau­ber mit den Gas­sen, Ga­le­ri­en und Mu­se­en. Hin­auf ge­kom­men bin ich üb­ri­gens mit der al­ten Zahn­rad­bahn. Sie ­ru­ckelt und knarrt. „ Aber sie hat es bis­her im­mer ge­schafft“, be­ru­higt mich ein un­ga­ri­scher Mit­fah­rer.

2 Bes­tes Wet­ter

An­fang Ok­to­ber noch im T-Shirt durch die Stra­ßen lau­fen – das ge­nie­ße ich. Hier an der Do­nau ist es dank des kon­ti­nen­ta­len Kli­mas mög­lich. Des­we­gen ­tan­ke ich in den Stra­ßen­re­stau­rants und beim Stadt­bum­mel noch mal die letz­ten Son­nen­strah­len auf, be­vor es wie­der ­zu­rück nach Deutsch­land ins graue ­Nie­sel­wet­ter geht.

3 War­me Bä­der

Bu­da­pest ist Eu­ro­pas ein­zi­ge Haupt­stadt, die Bä­der­stadt ist. Im Sep­tem­ber ist ein Ther­mal­quel­len­be­such am schöns­ten – am bes­ten mor­gens oder abends, wenn es drau­ßen küh­ler ist und das war­me Was­ser ent­span­nend wirkt. Be­rühmt ist das Szé­che­nyi-Bad mit den Bil­dern von Men­schen, die im Was­ser Schach spie­len.

4 Die größ­te Sy­nago­ge

In kei­ner Stadt ist das jü­di­sche Vier­tel so au­then­tisch wie hier! Im Zen­trum steht die Gro­ße Sy­nago­ge, üb­ri­gens die größ­te Eu­ro­pas. Jetzt im Herbst wirkt sie abends in dem gol­de­nen Licht be­son­ders an­zie­hend und mys­tisch. In den ­en­gen Gas­sen kann man gut Hum­mus und Fala­fel es­sen.

5 Ur­ba­nes Le­ben

Im Paris des Os­tens, wie man ­Bu­da­pest auch nennt, lie­be ich die Häu­ser, an de­nen der Putz ­et­was brö­ckelt. Denn ge­nau dort, in so­ge­nann­ten Rui­nen­knei­pen, pul­siert das Le­ben – et­wa im „ ­Sz­im­p­la kert“. Jetzt, wo es frü­her dun­kel wird, blin­ken hier abends bun­te Lich­ter. Sonn­tag kom­me ich wie­der, dann ist Markt mit Live­mu­sik – und mit viel we­ni­ger Tou­ris­ten als im Som­mer.

6 Be­rüh­ren­de Mo­men­te

Jetzt ist die viel­leicht ro­man­tischs­te Zeit in der Stadt. Die Do­nau ver­brei­tet fast täg­lich Mor­gen­dunst. Und wenn plötz­lich Par­la­ment oder Szé­che­nyi-Brü­cke aus dem Weiß auf­tau­chen, be­rührt es das Herz. Am schöns­ten zu se­hen von der Pes­ter Sei­te.

7 Ech­te Schnäpp­chen

Es ist nie zu früh, um Weih­nachts­ge­schen­ke zu be­sor­gen, oder? Hier gibt’s ech­te Le­der­ta­schen für 60 Eu­ro und über­all die be­rühm­ten Bu­da­pes­ter Schu­he. Im Ge­gen­satz zu Lon­don oder Berlin las­sen sich noch ech­te Schnäpp­chen er­gat­tern. Schön stö­bern kann man in der Váci ut­ca, der äl­tes­ten ­Han­dels­stra­ße. Hier gibt es un­ga­ri­sches De­sign und hand­ge­fer­tig­te Wa­ren.

8 Platz zum Rad­fah­ren

Bu­da­pest ist ide­al zum Rad­fah­ren. Die Ori­en­tie­rung ist auch oh­ne Na­vi kin­der­leicht. Die Do­nau bie­tet im­mer ei­nen ­gu­ten Aus­gangs­punkt, wenn ich mal nicht mehr weiß, wo ich ge­lan­det bin. Über­all in der Stadt fin­den sich Ver­leih­sta­tio­nen für die „Bu­bis“, die grü­nen Leih­rä­der. Und nächs­tes Mal bu­che ich be­stimmt die ku­li­na­ri­sche Stadt­rund­fahrt mit Pro­bier-S topps bei den vie­len klei­nen Kon­di­to­rei­en und Bis­tros!

9 Stil­vol­le Ca­fés

Ich lie­be es, st­un­den­lang im Ca­fé zu ­sit­zen und Men­schen zu be­ob­ach­ten. Und jetzt, wo die Eis­die­len schlie­ßen, kann ich das end­lich wie­der ge­nie­ßen. Bis­lang dach­te ich, dass Wi­en Zen­trum der Kaf­fee­haus­kul­tur sei – stimmt aber nicht. Bu­da­pest kann gut mit­hal­ten: et­wa mit dem „New York Ca­fé“mit tol­ler Ju­gend­stil­aus­stat­tung. Auch das „Ger­be­aud“, ­ei­nes der tra­di­ti­ons­reichs­ten Kaf­fee­häu­ser Eu­ro­pas, ist ein Klas­si­ker.

10 Ro­man­tik pur

Bu­da­pest er­ken­ne ich am Ge­ruch! Über­all in den Stra­ßen duf­tet es süß und nach He­fe. Un­will­kür­lich fühlt man sich mit­ten im Ad­vent. „Molnár’s kür­tős­kalács“backt täg­lich ei­nen der bes­ten Baum­ku­chen der Stadt. Am Stru­del­stand in der Markt­hal­le na­schen wir Ap­fel­ta­schen – die es üb­ri­gens auch in herz­haft mit ­S pi­nat gibt. So rich­tig ro­man­tisch wird die Stadt dann zur blau­en St­un­de. Wer um die­se Zeit auf der Mar­ga­re­ten­in­sel steht, auf das gold­gelb an­ge­strahl­te Par­la­ment und die Burg schaut, hat hof­fent­lich sei­nen Part­ner da­bei – denn das ist wirk­lich zum Knut­schen schön!

Die be­rühm­te Fi­scher­bas­tei auf dem ­Burg­berg von Bu­da­pest

In den coo­len „Bro­dy Stu­di­os“trifft sich die hip­pe Sze­ne der Stadt Die Sy­nago­ge der Jü­di­schen ­Ge­mein­de ­glänzt schon seit dem Jahr 1854

Das Szé­che­nyi-Heil­bad ist das größ­te sei­ner Art in ganz Eu­ro­pa

Die St.-Ste­phans-Ba­si­li­ka – ein im­po­san­tes Bau­werk

Die be­rühm­te ­Schnit­te des Ca­fés „Ger­be­aud“– le­cker!

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