„ Hier zu woh­nen ist ein Ge­schenk!“

In die­ser Ber­li­ner Sied­lung lacht uns das Glück an! Die Fa­mi­li­en le­ben ih­re Nach­bar­schaft in ­ei­ner herr­li­chen Idyl­le. Wir ha­ben sie be­sucht

Bella - - REPORT - Text: Ca­ro­lin Ostrow­ski Fo­tos: Gun­nar Gel­ler

Hal­lo, Frau Kis­tow­ski, hier spricht die bel­la-Re­dak­ti­on in Ham­burg. Sie ha­ben ge­won­nen – bei un­se­rer PENNYNach­bar­schafts­ak­ti­on!“– „Oh, ich freu’ mich! Das muss ich gleich den an­de­ren er­zäh­len. Aber wis­sen Sie: Der größ­te Ge­winn ist es, dass wir Nach­barn uns ge­fun­den ha­ben.“Schon das ers­te Te­le­fo­nat mit Mag­da­le­na Kis­tow­ski (44) ist so herz­lich und fröh­lich, dass wir rich­tig Lust be­kom­men, die­se Ber­li­ner Nach­bar­schaft zu be­su­chen. Fünf Fa­mi­li­en, bei de­nen es um weit mehr geht, als nur ne­ben­ein­an­der zu le­ben … Denn in der Ein­fa­mi­li­en­haus­sied­lung im Stadt­teil Tem­pel­hof woh­nen ne­ben den Fa­mi­li­en Jung­heim, Kis­tow­ski, ­Krö­ger und Ra­ve­ra, Bor­chert und ­Köll­ner vor al­lem Herz­lich­keit, Freu­de, Ver­trau­en und Zu­sam­men­halt.

Wir fah­ren hin. Kaum ist un­se­re Au­to­tür ge­öff­net, be­grüßt uns Ute Köll­ner (44) strah­lend: „Herz­lich will­kom­men bei uns! Ich zeig’ Ih­nen, wo es lang­geht.“Fröh­li­ches Ge­plap­per, Ge­läch­ter und Kaf­fee­duft lo­cken uns auf das Grund­stück von Mag­da­le­na. Vor neun Jah­ren wa­ren dort, wo jetzt die hüb­schen Gär­ten sind, erst ein­mal nur Acker und Brach­land. „Da ka­men wir sehr schnell ins Ge­spräch, wenn wir drau­ßen wer­kel­ten. Es gab ja noch kei­ne He­cken oder Zäu­ne“, er­in­nert sich Nach­ba­rin Mag­da­le­na Bor­chert (39), die mit ih­rem Mann und ih­ren bei­den Söh­nen hier lebt. Im Jahr 2008 zie­hen al­le fünf Fa­mi­li­en in die Sied­lung und freun­den sich schnell an. Zu ih­rem jähr­li­chen Ter­min­ka­len­der zählt das Som­mer­fest – bei dem wir da­bei sein dür­fen. Im Herbst fol­gen das Gril­len am 3. Ok­to­ber, da­nach Feu­er­scha­le und Glüh­wein im De­zem­ber plus ein Ad­vents­kaf­fee. Lau­fen die Fuß­ball-WM oder -EM, gu­cken al­le

zu­sam­men. Dann wer­den die Spie­le ans Haus von Vol­ker und Ha­ti­ce pro­ji­ziert. Pu­b­lic Viewing à la Tem­pel­hof! Aber das ist längst nicht al­les. „Na­tür­lich tref­fen wir uns auch mal spon­tan auf ein Bier oder ei­nen Sekt“, lacht Mag­da­le­na. Die Kin­der Kjell (8), Ivar (10), Ili­as (10), Ja­nis (7) und Vin­cent (10) sind eben­falls ei­ne tol­le Trup­pe – und to­ben durch die Gär­ten.

Nach­barn? Sie sind viel mehr: ech­te Freun­de

Ei­ne wun­der­ba­re Be­son­der­heit die­ser Nach­bar­schaft ist: Es gibt pol­ni­sche, tür­ki­sche, grie­chi­sche und deut­sche Wur­zeln. „Zum Gril­len bringt je­der sei­ne Spe­zia­li­tät mit“, er­zählt Mag­da­le­na. „Und letz­tes Jahr ha­ben al­le zu­sam­men ei­nen Aus­flug in mei­ne Hei­mat Po­sen ge­macht.“Ute lä­chelt ih­re Nach­ba­rin an. „Ja, das war toll! Wir hal­ten hier fest zu­sam­men und freu­en uns mit­ein­an­der. Und na­tür­lich kön­nen wir auch Sor­gen aus­tau­schen. Das ist so viel wert!“So­gar ei­ne WhatsAp­pG­rup­pe mit dem Na­men „Nach­bar­schaft­stalk“gibt es! Klar pas­sen die an­de­ren auch auf, wenn ei­ne Fa­mi­lie in den Ur­laub fährt, und hü­ten lie­be­voll de­ren Haus und Gar­ten.

Kein Zwei­fel: Die­se Grup­pe hat den Ti­tel „Bes­te Nach­barn“wirk­lich ver­dient. Als wir ab­fah­ren, win­ken uns die Nach­barn fröh­lich nach. Und wir sind ein biss­chen nei­disch, dass wir nicht ne­ben­an woh­nen …

Die Fa­mi­li­en ver­bin­det viel mehr als der kur­ze Plausch am Zaun. Aber der ist im­mens wich­tig

Hüb­sche klei­ne We­ge füh­ren durch die Sied­lung – Bul­ler­bü in Berlin!

Re­dak­teu­rin Ca­ro­lin Ostrow­ski (r.) über­gibt Mag­da­le­na Kis­tow­ski den 1500-Eu­roGut­schein von PENNY, der für die nächs­ten Fes­te ein­ge­setzt wer­den soll

Knud­deln im Trio: Ute (M.) ver­wöhnt Hun­de­da­me Mie­ke, die Ha­ti­ce (r.) und Vol­ker (l.) ge­hört

„Auf uns, Mä­dels!“Die Frau­en der Nach­bar­schaft ver­bin­det seit vie­len Jah­ren ei­ne en­ge Freund­schaft

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