Mehr Ener­gie für den Tag

Von Ha­ge­but­ten-Tee bis Te­le­fon-Trick

Bella - - VORDERSEITE -

Die Au­gen fal­len Ih­nen gleich zu, ob­wohl es ge­ra­de erst 17 Uhr ist? Nicht im­mer steckt ein Schlaf­man­gel hin­ter der Er­schöp­fung – auch be­stimm­te Ge­rä­te, Ver­hal­tens­wei­sen und Spei­sen ma­chen mü­de. Wir zei­gen un­be­kann­te Ener­gie­räu­ber und ge­ben Tipps, wie Sie die­se aus­schal­ten.

Zu lan­ge te­le­fo­niert

Ein 20-Mi­nu­ten-Ge­spräch mit dem ­Mo­bil­te­le­fon hat die Wir­kung ei­ner Schlaf­hyp­no­se – so das Er­geb­nis ei­ner aus­tra­li­schen Stu­die. Der Grund: Die Elek­tro­wel­len er­hö­hen die Ak­ti­vi­tät ­be­stimm­ter Ge­hirn­wel­len. Da­durch kommt es zu Leis­tungs­ab­fall und ­Mü­dig­keit. Hal­ten Sie Ih­re Te­le­fon­ ge­sprä­che al­so bes­ser kurz oder ­wei­chen Sie auf ein Ka­bel­te­le­fon aus.

Zu we­nig Ta­ges­licht

Ver­brin­gen Sie min­des­tens 30 Mi­nu­ten täg­lich im Frei­en – auch bei schlech­tem Wet­ter. Das da­bei vom Kör­per ge­bil­de­te Hor­mon Se­ro­to­nin macht wach. Licht aus Ne­on­röh­ren er­zeugt da­ge­gen ­Un­ru­he und ver­min­dert die Lern- und Kon­zen­tra­ti­ons­fä­hig­keit. Bei Dau­er­be­strah­lung schä­digt es nach­weis­lich das Im­mun­sys­tem. Dies kann zu chro­ni­scher Er­schöp­fung füh­ren. Wei­chen Sie mög­lichst auf sanf­te­re Licht­quel­len aus.

Stress statt Ru­he

Stress ist ei­ner der häu­figs­ten Grün­de für Mü­dig­keit und Ab­ge­schla­gen­heit. An- hal­ten­de Be­las­tung führt da­zu, dass die Leis­tungs­fä­hig­keit der Ne­ben­nie­ren­rin­de re­du­ziert wird. Hor­mo­ne wie Cor­ti­sol, Ad­re­na­lin und No­r­ad­re­na­lin wer­den nicht mehr in aus­rei­chen­der Men­ge frei­ge­setzt. Hier ist es wich­tig, im All­tag ei­nen Aus­gleich zu schaf­fen – et­wa mit Sport.

Unor­dent­li­che Um­ge­bung

Je mehr Rei­ze zu ver­ar­bei­ten sind, ­des­to an­ge­streng­ter ist das Ge­hirn. ­Ei­ne nie­der­län­di­sche Stu­die zeigt, dass ­Ord­nung wach hält und schon ein chao­ti­scher Schreib­tisch mü­de macht. Des­halb sor­gen Sie z. B. da­für, dass Ihr Bü­ro im­mer auf­ge­räumt ist, um kon­zen­triert ar­bei­ten zu kön­nen. Auch zu Hau­se hilft es, wenn Sie mor­gens in der Kü­che nicht der Ab­wasch von ges­tern er­war­tet.

Zu viel Kaf­fee

Kof­f­e­in kur­belt die Aus­schüt­tung des Stress­hor­mons Ad­re­na­lin an – al­ler­dings nur nach der ers­ten Tas­se. Ab der zwei­ten muss der Kör­per erst neu­es Ad­re­na­lin pro­du­zie­ren, was ihn Kraft kos­tet – und das macht mü­de. Pro­bie­ren Sie doch statt­des­sen zwei Wo­chen lang Ha­ge­but­ten­tee mit sei­nem ho­hen Ge­halt an wach ma­chen­dem Vit­amin C.

Ge­rin­ge Vit­amin-Zu­fuhr

Ge­ra­de Ve­ge­ta­ri­er und Ve­ga­ner sind häu­fig von ei­nem Vit­amin-B12-Man­gel be­trof­fen, der zu Dau­er­mü­dig­keit führt. Denn in aus­rei­chen­den Men­gen ist der Vi­tal­stoff nur in tie­ri­schen Le­bens­mit­teln wie Fleisch und Fisch ent­hal­ten. Wird über das Blut ein De­fi­zit nach­ge­wie­sen, kön­nen hoch do­sier­te Prä­pa­ra­te aus der Apo­the­ke die­sen aus­glei­chen.

Weiß­mehl­pro­duk­te

Crois­sants, Bröt­chen oder Nu­deln ­för­dern Mü­dig­keit. Denn beim Ver­zehr von Weiß­mehl-Pro­duk­ten schüt­tet die Bauch­spei­chel­drü­se viel In­su­lin aus. Da­durch fällt der Blut­zu­cker­spie­gel schnell ab, Sie wer­den schläf­rig. Drei Crois­sants kön­nen so­gar ähn­lich wie Schlaf­ta­blet­ten wir­ken. Wei­chen Sie ­lie­ber auf Voll­korn-Pro­duk­te aus. Sie hal­ten fit und län­ger satt.

Flüs­sig­keits­man­gel

Schei­det der Kör­per mehr Flüs­sig­keit aus, als er auf­nimmt, wird das Blut di­cker und die Durch­blu­tung des Ge­hirns schlech­ter. Die Fol­ge: Mü­dig­keit. Test­wei­se soll­ten Sie ein­mal ei­ne Wo­che lang ein bis drei Glä­ser Was­ser zu­sätz­lich zur ge­wohn­ten Trink­men­ge zu sich neh­men. Geht’s bes­ser?

Als idea­le Schlaf­dau­er, um Ta­ges­mü­dig­keit zu ver­mei­den, emp­feh­len Ex­per­ten 7,5 St­un­den pro Nacht

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