Hand­wer­ker ap­pel­lie­ren an Bun­des­tags­kan­di­da­ten

Bergische Morgenpost Hueckeswagen - - HÜCKESWAGEN -

OBER­BERG ( rue) Zu­frie­den klingt an­ders. Der zwei­te Die­sel­gip­fel mit Ver­tre­tern von Städ­ten und Län­dern in Berlin bleibt hin­ter den Er­war­tun­gen des Hand­werks im Ber­gi­schen zu­rück. Das geht aus ei­ner Pres­se­mit­tei­lung her­vor, die die Kreis­hand­wer­ker­schaft jetzt ver­öf­fent­lich­te. Die zu­sätz­lich zu­ge­sag­ten 500 Mil­lio­nen Eu­ro Hil­fe soll be­son­ders stark von Stick­oxid-Emis­sio­nen be­trof­fe­ne Kom­mu­nen un­ter­stüt­zen. „Dies ist ein wich­ti­ges Si­gnal und ei­ne rich­ti­ge In­ves­ti­ti­on“, sagt der Haupt­ge­schäfts­füh­rer der Kreis­hand­wer­ker­schaft Ber­gi- sches Land, Mar­cus Ot­to. „Al­ler­dings sei die­se fi­nan­zi­el­le Hil­fe ei­ne mit­tel- und lang­fris­ti­ge Per­spek­ti­ve. Die Hand­wer­ker be­nö­tig­ten aber ei­ne So­fort­hil­fe – vor al­lem, wenn noch in die­sem Herbst ei­ne Grund­satz­ent­schei­dung des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­rich­tes über Fahr­ver­bo­te er­war­tet wird.

„Die meis­ten der 2500 Hand­werks­un­ter­neh­men, die Mit­glied bei der Kreis­hand­wer­ker­schaft Ber­gi­sches Land sind, fah­ren Die­sel­au­tos, um zu ih­ren Kun­den zu ge­lan­gen und Auf­trä­ge wahr­zu­neh­men. Die dro­hen­den Fahr­ver­bo­te sind da­her nicht nur in­ak­zep­ta­bel, son­dern exis­tenz­ge­fähr­dend. Un­se­re Be­trie­be er­war­ten, dass nicht sie da­für ge­ra­de ste­hen müs­sen, was an­de­re ver­bro­chen ha­ben“, schreibt Ot­to. Die KfZ-Be­trie­be und Au­to­häu­ser ge­hen ei­nen Schritt wei­ter und wen­den sich in die­sen Ta­gen schrift­lich an je­den Bun­des­tags­kan­di­da­ten. Beim Ver­brau­cher ha­be die Un­si­cher­heit und Angst vor mög­li­chen Fahr­ver­bo­ten be­reits zu schlim­men Kon­se­quen­zen ge­führt. Der Ver­kauf von Die­sel­au­tos ist ge­gen­über dem Vor­jahr um 20 Pro­zent zu­rück­ge­gan­gen. Auch auf dem Ge- braucht­wa­ren­markt ver­lie­ren Die­sel­fahr­zeu­ge im­mer mehr an Wert. Schät­zungs­wei­se mehr als 300.000 Eu­ro5-Fahr­zeu­ge im Händ­ler­be­stand sind bun­des­weit mo­men­tan nicht ver­käuf­lich. Der Scha­den wird auf et­wa 1,3 Mil­li­ar­den Eu­ro ge­schätzt.

Die Fach­be­trie­be plä­die­ren für ei­ne Um­rüs­tung von Die­sel­fahr­zeu­gen, die le­dig­lich die Ab­gas­norm Eu­ro5 oder we­ni­ger er­fül­len, durch den nach­träg­li­chen Ein­bau von Ab­gas­nach­be­hand­lungs­sys­te­men (Hard­ware-Lö­sung). In dem Schrei­ben an die Po­li­ti­ker, die sich zur Bun­des­tags­wahl auf­ge­stellt ha­ben, fragt das KfZ-Ge­wer­be ganz ge­zielt nach der Un­ter­stüt­zung je­den ein­zel­nen Kan­di­da­ten für die­se in­tel­li­gen­te Um­rüs­tungs­lö­sung, die nicht nur im Sin­ne des Hand­werks und der KfZ-Be­trie­be ist, son­dern auch im In­ter­es­se der Mil­lio­nen Be­sit­zer von Die­sel­fahr­zeu­gen.

Die Kreis­hand­wer­ker­schaft Ber­gi­sches Land ver­tritt die In­ter­es­sen ih­rer et­wa 2500 Mit­glieds­un­ter­neh­men in 13 ver­schie­de­nen In­nun­gen (un­ter an­de­rem der KfZ-In­nung Ber­gi­sches Land) in Rhein-Berg, Ober­berg und Le­ver­ku­sen.

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