Stra­ßen­re­pa­ra­tur kos­tet mehr als ei­ne Mil­li­on Eu­ro

Bergische Morgenpost Radevormwald - - WUPPERTAL KOMPAKT - VON KAT­HA­RI­NA RÜTH

Mit den jüngs­ten Un­wet­ter­schä­den wer­den die Stadt und Fremd­fir­men noch ei­ne gan­ze Wei­le be­schäf­tigt sein.

„Es wird sie­ben­stel­lig wer­den“. So­viel kann Ste­fan Le­de­rer, Ab­tei­lungs­lei­ter im Res­sort Stra­ßen und Ver­kehr, schon sa­gen. Da­bei las­sen sich die Kos­ten für all die Schä­den, die die jüngs­ten Un­wet­ter an Stra­ßen und We­gen hin­ter­las­sen ha­ben, noch nicht ex­akt schät­zen.

Et­wa 200 Bau­stel­len müs­sen die Stra­ßen­bau­er der Stadt der­zeit ab­ar­bei­ten. Das Was­ser hat Pflas­ter­stei­ne weg­ge­spült, gan­ze „As­phalt­schol­len“ge­löst, teil­wei­se Schot­ter aus dem Un­ter­grund weg­trans­por­tiert und so Grä­ben und Lö­cher ge­ris­sen. Die größ­ten Schä­den gibt es am Se­dans­berg, am Rott, an der Wie­sen­stra­ße, der Bril­ler Stra­ße und der Fried­richEbert-Stra­ße, an der Kuh­ler Bach­stra­ße und der Theo­dor-Heuss- Stra­ße. Al­lein die Re­pa­ra­tur der Se­dan­stra­ße wer­de 200.000 Eu­ro kos­ten, kün­digt Le­de­rer an. Die Re­pa­ra­tur des Geh­wegs an der Tan­nen­stra­ße wer­de mit rund 50.000 Eu­ro zu Bu­che schla­gen. Die Stadt hof­fe auf So­fort­hil­fe vom Land.

Ei­ne Ur­sa­che der Schä­den sei auch der schlech­te Zu­stand von Stra­ßen und We­gen, macht Ste­fan Le­de­rer auf­merk­sam. Neu asphal­tier­te Fahr­bah­nen sei­en auch nach dem Re­gen noch in Ord­nung. Aber Stra­ßen mit Lö­chern und Fli­cken hät­ten seit dem Un­wet­ter noch mehr Schä­den.

Gut zu er­ken­nen ist das an der Stra­ße Zie­gen­burg, ei­ner klei­nen Stich­stra­ße auf der Hardt. Hier ha­ben Stadt­mit­ar­bei­ter am Di­ens­tag den Geh­weg neu asphal­tiert, in den das Was­ser 30 bis 40 Zen­ti­me­ter tie­fe Grä­ben ge­ris­sen hat­te. Vier Stun-

Ste­fan Le­de­rer den wa­ren die drei Stra­ßen­bau­er be­schäf­tigt, bis sie die et­wa 20 Qua­drat­me­ter gro­ße Flä­che Schot­ter auf­ge­füllt und die­sen ver­dich­tet, As­phalt auf­ge­tra­gen und ge­glät­tet ha­ben.

Auf der Stra­ße selbst, auf der der As­phalt das al­te Kopf­stein­pflas­ter stel­len­wei­se wie­der frei­ge­ge­ben hat, sind noch zahl­rei­che Lö­cher. An man­cher Kan­te ist zu se­hen, dass der As­phalt erst kürz­lich ab­ge­ris­sen ist. Ei­ni­ge Me­ter wei­ter hat der Geh­weg ge­gen­über eben­falls ei­ne 30 Zen­ti­me­ter tie­fe Rin­ne. An an­de­ren Geh­we­gen der Stadt ha­be der Re­gen lo­cke­re Klein­pflas­ter-St­ei­ne weg­ge­spült, er­klärt Ste­fan Le­de­rer. „Wenn sich ein Stein löst, gibt es ei­nen Do­mi­no-Ef­fekt.“Ist die Ab­de­ckung ge­öff­net, wird der dar­un­ter lie­gen­de Schot­ter aus­ge­spült.

Am Mor­gen nach dem Stark­re­gen am Di­ens­tag, 29. Mai, lie­fen 88 Mel­dun­gen bei der Stadt Wuppertal ein. Stra­ßen­wär­ter­meis­ter Ste­fan Rieck vom Be­triebs­hof der Stadt be­rich­tet, dass so­fort al­le Ko­lon­nen – ins­ge­samt 30 städ­ti­sche Stra­ßen­bau­er – da­mit be­schäf­tigt wa­ren, die Schä­den ab­zu­si­chern und dann zu re­pa­rie­ren.

„Es ist gut, dass wir noch ei­ge­ne Leu­te ha­ben“, be­tont er. „Mit Fremd­fir­men hät­ten sie nicht so schnell re­agie­ren kön­nen.“Seit­her mach­ten sie nichts an­de­res. Da­mit sie aber auch wie­der an­de­re Auf­ga­ben wie Grün­schnitt und Schil­der­re­pa­ra­tur über­neh­men kön­nen, wer­den jetzt auch Fremd­fir­men en­ga­giert.

„Wenn sich ein Stein löst,

gibt es ei­nen Do­mi­no

Ef­fekt“

Res­sort Stra­ßen/Ver­kehr

FO­TO: STADT WUPPERTAL

Chris­ti­an Stasch und Frank Kopp schau­feln hei­ßen As­phalt auf den Geh­weg an der Stra­ße Zie­gen­burg.

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