„Mö­beli­no“be­en­det Leer­stand

Bergische Morgenpost Remscheid - - REMSCHEIDER STADTPOST - VON HEN­NING RÖSER

sich auch mit den Pro­ble­men der Er­reich­bar­keit der Al­lee und vie­len an­de­ren De­tails be­schäf­tigt, „bei der Ver­wal­tung of­fe­ne Tü­ren“ein­ge­rannt und in der In­nen­stadt viel Hoff­nung ge­weckt. Sei­ne Ab­tei­lung wer­de am Ball blei­ben. Der Stadt sei klar, dass die Zu­sam­men­le­gung von Flä­chen auf der Al­lee not­wen­dig sei, um gro­ße Ge­schäfts­kon­zep­te un­ter­brin­gen zu kön­nen. Zu­dem ha­be es be­reits ers­te Ge­sprä­che mit der Ge­wag über den wei­te­ren Um­gang mit den Pa­vil­lons ge­ge­ben.

Ge­wag-Vor­stand Hans-Jür­gen Beh­rendt zeig­te sich auf BM-An­fra­ge beim The­ma grund­sätz­lich ge­sprächs­be­reit. Ob ein Ab­riss der Wür­fel, die noch mit Wer­ten in den Bü­chern ste­hen, der al­lei­ni­ge Kno­ten­lö­ser für ei­nen Auf­schwung der Al­lee sein wer­de, zwei­fel­te er aber an. Es kom­me auf das Ge­samt­kon­zept an. Beh­rendt er­in­ner­te dar­an, dass die Pa­vil­lons zu ih­rer Zeit be­wusst als Un­ter­bre­chung der sehr lan­gen Sicht­ach­se Al­lee ge­baut wor­den sei­en. Auch der Aspekt des Wind­schut­zes auf der zu­gi­gen Al­lee ha­be da­bei ei­ne Rol­le ge­spielt. Gi­u­sep­pe Ci­ril­lo und sei­ne Frau Iman Mou­rad muss­ten die Fra­ge­run­de der Jour­na­lis­ten ges­tern Vor­mit­tag im­mer wie­der kurz ver­las­sen. Im „Mö­beli­no“, ih­rem Ge­schäft für ge­brauch­te, auf­be­rei­te­te Mö­bel und Mö­bel-Re­pa­ra­tur in der Al­lee­stra­ße 56 war am Er­öff­nungs­tag viel los. Mun­ter wur­de da et­wa über den Preis ei­nes Dop­pel­bet­tes mit da­zu­ge­hö­ri­gem Schrank ge­feilscht. Die bei­den Da­men mit Zu­wan­de­rungs­ge­schich­te sind hart­nä­ckig, auch wenn Gi­u­sep­pe Ci­ril­lo wech­sel­wei­se auf Eng­lisch oder Deutsch er­klärt, war­um er nicht wei­ter run­ter­ge­hen kann – schließ­lich ist der Trans­port schon mit drin.

Das Paar hat sich ein paar Mo­na­te be­reits auf Flä­chen des Im­mo­bi­li­en­be­sit­zers Leo Schön­hals als Mö­bel­händ­ler aus­pro­biert. Das lief gut, dar­um ha­ben sie nun den Schritt auf die mitt­le­re Al­lee ge­wagt. Ei- gent­lich hat­ten sie ei­nen Leer­stand auf der an­de­ren Al­lee-Sei­te im Au­ge, doch dann sa­hen sie, dass in dem ehe­ma­li­gen Schuh­ge­schäft mehr Platz ist, be­rich­tet Gi­u­sep­pe Ci­ril­lo. Und den brau­chen sie, denn das Paar hat un­ter an­de­rem bei Haus­halts­auf­lö­sun­gen oder bei Käu­fen im In­ter­net ein an­sehn­li­ches La­ger an Mö­beln zu­sam­men­ge­tra­gen.

Dass sie sich die 650 Qua­drat­me­ter leis­ten kön­nen, hat mit dem Ent- ge­gen­kom­men des In­ha­bers zu tun. Der hat sich ent­schie­den, ei­nen Miet­zins zu ver­lan­gen, der für die Jung­un­ter­neh­mer be­zahl­bar ist, an­statt län­ger auf Mie­ter zu war­ten, die mehr bie­ten.

„Das ist ein Si­gnal“, freut sich Ralf Wie­ber von der Im­mo­bi­li­en- und Stand­ort­ge­mein­schaft (ISG) Al­lee­stra­ße. Er hofft nun auf Nach­ah­mer. Und auch In­nen­stadt­ma­na­ger Jo­nas Rei­mann ist zu­frie­den. Sein Bü­ro am Markt 13 be­rät seit rund ei­nem Jahr Im­mo­bi­li­en­be­sit­zer, wie sie ih­re Häu­ser auf der Al­lee bes­ser ver­mark­ten kön­nen und bringt sie mit Ge­schäfts­grün­dern zu­sam­men.

Teil­wei­se geht es auch um so­ge­nann­te Zwi­schen­nut­zun­gen, die die Zeit bis zum nächs­ten rich­ti­gen Mie­ter über­brü­cken. Ein La­den­lo­kal, das belebt sei und vor dem die Stra­ße re­gel­mä­ßig ge­säu­bert sei, ver­mit­te­le ei­nen ganz an­de­ren Ein­druck und wer­te zu­dem die Al­lee auf, sagt Rei­mann.

Gui­sep­pe Ci­ril­lo und sei­ne Frau Iman Mou­rad von „Mö­beli­no“.

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