Show „Ma­gier 2.0“ver­zau­bert Be­su­cher

Bergische Morgenpost Remscheid - - KULTUR - VON LORRAINE DINDAS

Bei der Vor­stel­lung lie­ßen sich die Zu­schau­er ger­ne zum Mit­ma­chen ani­mie­ren. In der Co­bra gab es Il­lu­sio­nen, Mu­sik, Schau­spiel und Tanz.

Da­vid Cop­per­field und die Ehr­lich Bro­thers – Fans von Il­lu­si­on und Zau­ber­küns­ten dürf­ten die­se Na­men mehr als ge­läu­fig sein. Die Künst­ler ver­blüf­fen ih­re Zu­schau­er, mit Men­schen, die plötz­lich ver­schwin­den oder auf­tau­chen, oder mit schwe­ben­den Ge­gen­stän­den. Am Don­ners­tag­abend konn­ten sich et­wa 100 Zu­schau­er in der Co­bra an der Mer­schei­der Stra­ße bei der Show „Ma­gier 2.0“von den Küns­ten von vier Ma­gi­ern – die un­ter­schied­li­cher nicht sein kön­nen – über­zeu­gen. An­ders bei Mo­de­ra­tor und Kar­tent­rick-Fan Chris­to­pher Köh­ler. Der ließ sich bei sei­nen of­fen­sicht­li­chen Schum­me­lei­en ein­deu­tig in sei­ne Kar­ten schau­en, nahm sich selbst und sei­ne Vor­stel­lung nicht all­zu ernst.

Na­tür­lich durf­te das Pu­bli­kum nicht ein­fach nur zu­se­hen, son­dern war Teil der Show. Köh­ler hol­te sich Elek­tri­ker Andre­as auf die Büh­ne und bat ihn, ihn noch­mals an­zu­sa­gen. „Und ich wet­te, wenn ich dann noch mal nach vor­ne kom­me, flie­gen Schlüp­pis“, war der Ma­gier sich si­cher. „War­um ich das weiß? Weil ich welche mit­ge­bracht ha­be“, lach­te er und ver­teil­te die Reiz­wä­sche im Pu­bli­kum. Die Zu­schau­er war­fen sie ger­ne zu­rück auf die Büh­ne.

Be­son­ders ger­ne Teil der Show war Be­su­che­rin Anja Hal­ling aus So­lin­gen. „Ich lie­be es, mich ver­zau­bern zu las­sen und be­su­che ger­ne Ma­gier-Shows“, so die 47-Jäh­ri­ge. Zu­sam­men mit Mut­ter Re­na­te, Toch­ter Sa­rah und de­ren Freund Ed­gar setz­te sich das Quar­tett in die be­rüch­tig­te ers­te Rei­he.

Mit viel Charme und ei­nem gel­ben An­zug samt Hut und Fe­der er­in­ner­te der nächs­te Zau­be­rer, Sam Co­le, an Jim Car­rey in „Die Mas­ke“– ei­nem Come­dy-Strei­fen von 1994. So zau­ber­te er Blu­men, Sei­den­tü­cher und Fla­schen aus ver­meint­lich lee­ren Glit­zer-Roh­ren. Aber auch künst­le­risch konn­te der En­ter­tai­ner über­zeu­gen. Er zeich­ne­te auf ei­nem lee­ren Ka­len­der ein ein­fa­ches Ge­sicht mit Au­gen, Na­se, Mund und Haa­ren. Doch plötz­lich fin­gen Mund und Au­gen an, sich zur Mu­sik zu be­we­gen und mit­zu­sin­gen. Das künst­le­ri­sche Werk be­kam an­schlie­ßend Zu­schau­er Ed­gar von Co­le ge­schenkt. „Ich ha­be es di­rekt un­ter­sucht. Ich ha­be kei­ne Ah­nung, wie er das ge­macht hat“, so der 16-Jäh­ri­ge.

Mit Il­lu­sio­nen, Mu­sik, Schau­spiel, Licht und Tanz ver­zau­ber­te auch Swann die Zu­schau­er. Men­ta­list Lars Ruth zeig­te, wie es mög­lich ist, Ge­dan­ken zu le­sen. Zu­schaue­rin Sa­b­ri­na (23) aus Le­ver­ku­sen soll­te sich ei­ne Zahl auf ei­nem Wür­fel raus­su­chen und ver­de­cken.

Mit sei­nen Hän­den vor sei­ner Brust zeig­te er dem Pu­bli­kum heim­lich, welche Zahl sie sich aus­ge­sucht hat und die Zu­schau­er in der Hal­le der Co­bra rie­fen die Zahl laut aus. „Ich kann mir echt nicht vor­stel­len, wie es funk­tio­niert“, lach­te Sa­b­ri­na.

FO­TO: RHEIN-KON­ZER­TE

Vier Ma­gier tra­ten in der Mer­schei­der Co­bra auf und fas­zi­nier­ten auch durch ih­re Viel­sei­tig­keit.

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