Brach-Nach­fol­ge im Dor­f­la­den scheint ge­si­chert

Bergische Morgenpost Wermelskirchen - - WERMELSKIRCHENER ANZEIGER - VON STE­PHAN SIN­GER

WER­MELS­KIR­CHEN Für den Päch­ter des Dor­f­la­dens Dhünn, Burk­hard Brach, ist ein Nach­fol­ger ge­fun­den. So­mit kann der klei­ne Su­per­markt über den Jah­res­wech­sel hin­aus be­ste­hen blei­ben. Brach hat­te im Som­mer an­ge­kün­digt, sei­ne Tä­tig­keit zu be­en­den, um neu­en be­ruf­li­chen Her­aus­for­de­run­gen nach­zu­ge­hen.

„Zu 98 Pro­zent ist ein neu­er Päch­ter ge­fun­den. Es müs­sen le­dig­lich noch For­ma­li­tä­ten zur Fir­men­grün­dung ge­klärt wer­den“, sag­te der Dhün­ner CDU-Orts­ver­bands­vor­sit­zen­de Hol­ger Ko­wa­lew­ske auf An­fra­ge un­se­rer Zei­tung. So­bald die Un­ter­schrif­ten un­ter den Pa­pie­ren tro­cken sei­en, wür­de die Per­son, die die Brach-Nach­fol­ge an­tritt, spä­tes­tens An­fang De­zem­ber der Öf­fent­lich­keit vor­ge­stellt.

„Wir wa­ren ganz schön hap­py, als wir da­von hör­ten“, be­rich­tet der Christ­de­mo­krat. Der Orts­ver­band hat­te seit Au­gust vie­le He­bel in Be­we­gung ge­setzt, um den Dor­f­la­den zu er­hal­ten. So­mit ha­be sich der ernst­haf­te In­ter­es­sent bei der CDU ge­mel­det, er­zählt Ko­wa­lew­ske, der die Ver­mitt­lung auf die Fah­ne sei­ner Par­tei schreibt: „Es sieht jetzt sehr gut aus, wir ha­ben die be­grün­de­te Hoff­nung auf ei­nen rei­bungs­lo­sen Über­gang. Wir wer­den mit un­se­ren Ide­en so­wie Rat und Tat beim Start des neu­en Be­trei­bers hel­fen.“

Ge­sprä­che mit dem Ver­mie­ter und auch dem „Noch-Päch­ter“Burk­hard Brach sind laut Hol­ger Ko­wa­lew­ske viel­ver­spre­chend ver­lau­fen: „Die Ver­mie­ter sind ein­ver­stan­den und un­ter­stüt­zen. Das gilt eben­so für Burk­hard Brach, der sich be­reit­er­klärt, bei Be­darf in der Über­gangs­zeit der An­fangs­mo­na­te dem neu­en Päch­ter vor Ort hel­fend zur Ver­fü­gung zu ste­hen.“Der Päch­ter­wech­sel gin­ge jetzt sei­nen kon­kre­ten Weg. Ob an der Ent­sch­ei- dung der Deut­schen Post zu rüt­teln sei, den Dor­f­la­den zum Jah­res­en­de als Fi­li­al­stand­ort auf­zu­ge­ben, sei nicht ab­seh­bar.

Hol­ger Ko­wa­lew­ske blickt auf auf­re­gen­de Wo­chen zu­rück: „So et­was dau­ert eben, man muss am Ball blei­ben und darf nicht nach­las­sen. Al­les funk­tio­niert nur Schritt für Schritt, mir wä­re es schnel­ler lie­ber.“Er ist froh, dass nun al­ler Vor­aus­sicht nach kei­ne Lö­sung über ei­nen Ver­ein oder ei­ne Ge­nos­sen­schaft an­ge­strebt wer­den muss: „Solch ei­ne Va­ri­an­te wä­re mei­ner per­sön­li­chen Mei­nung nach im Dorf schwer um­setz­bar. Des­halb ist mir ein or­dent­li­cher Päch­ter lie­ber.“Die jetzt an­ste­hen­de Nach­fol­ge­lö­sung für Burk­hard Brach sei kei­ne „x-be­lie­bi­ge“Per­son. Hol­ger Ko­wa­lew­ske ver­rät so viel: „Der Dor­f­la­den-Be­trei­ber stammt aus der nä­he­ren Um­ge­bung von Dhünn und kennt so­mit die Ge­ge­ben­hei­ten so­wie die Men­ta­li­tät.“

BM-FO­TO: UDO TEIFEL

Die Nah­ver­sor­gung der Dhün­ner Bür­ger scheint für die Zu­kunft ge­si­chert. Mit ei­nem neu­en Päch­ter wird jetzt ge­plant.

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