Sei­ters lobt deut­sche Leis­tung in Flücht­lings­kri­se

DRK-Prä­si­dent stolz auf Eh­ren­amt­ler

Bersenbrucker Kreisblatt - - VORDERSEITE - Von Bea­te Ten­fel­de

OS­NA­BRÜCK. Der Prä­si­dent des Deut­schen Ro­ten Kreu­zes (DRK), Ru­dolf Sei­ters, hat zum En­de sei­ner Amts­zeit die Leis­tun­gen eh­ren­amt­li­cher Hel­fer ge­wür­digt. „Wir kön­nen stolz dar­auf sein, wie Deutsch­land im Jahr 2015 die Flücht­lings­kri­se ge­meis­tert hat. Wohl kein an­de­res Land hät­te das so hin­be­kom­men“, sag­te der CDU-Po­li­ti­ker im In­ter­view mit un­se­rer Re­dak­ti­on.

Der frü­he­re Bun­des­in­nen­mi­nis­ter, der an die­sem Frei­tag 80 Jah­re alt wird, wür­dig­te be­son­ders das En­ga­ge­ment der Ju­gend bei der Be­treu­ung von Flücht­lin­gen. Die mit dem Flücht­lings­zu­strom zu­sam­men­hän­gen­den Sor­gen sei­en von „in­ter­es­sier­ter po­li­ti­scher Sei­te ge­schürt“wor­den, so der eins­ti­ge Kanz­ler­amts­chef. Kri­tisch äu­ßer­te sich Sei­ters über den zwei­jäh­ri­gen Streit über die Flücht­lings­ober­gren­ze zwi­schen CDU und CSU. Das sei „nicht ge­ra­de ver­trau­ens­bil­dend“ge­we­sen.

BER­LIN. Die ehe­ma­li­ge AfD-Vor­sit­zen­de Frau­ke Pe­try lässt den Ge­rüch­ten über ei­ne Par­tei­grün­dung jetzt Fak­ten fol­gen. In ei­nem In­ter­view mit dem Re­dak­ti­ons­netz­werk Deutsch­land (RND) kün­dig­te Pe­try die Grün­dung von „Die Blaue Par­tei“an. Be­glei­tend da­zu wol­len Pe­try und ih­re Mit­strei­ter ein Bür­ger­fo­rum „Blaue Wen­de“ins Le­ben ru­fen, „in dem man sich mit und oh­ne Par­tei­buch un­ab­hän­gig von der Far­be en­ga­gie­ren kann“. Das neue Par­tei­pro­jekt soll ab No­vem­ber auch öf­fent­lich in Gang kom­men. „Wir wer­den in den kom­men­den Mo­na­ten das Bür­ger­fo­rum vor­stel­len.“

Pe­try hat­te ei­nen Tag nach der Wahl an­ge­kün­digt, sie wol­le der AfD-Bun­des­tags­frak­ti­on nicht an­ge­hö­ren. Kurz dar­auf trat sie aus der Par­tei aus. Mit ih­rer neu­en Par­tei will sie ent­täusch­te kon­ser­va­ti­ve Wäh­ler ge­win­nen, de­nen die AfD zu weit rechts steht.

Nach An­ga­ben des Bun­des­wahl­lei­ters war „Die Blaue Par­tei“am 17. Sep­tem­ber ge­grün­det wor­den – ei­ne Wo­che vor der Bun­des­tags­wahl. Pe­try, die in der AfD lan­ge ge­gen den wach­sen­den Ein­fluss des rechts­na­tio­na­len Flü­gels ge­kämpft hat­te, sag­te dem RND, der AfD-Par­tei­tag in Köln im ver­gan­ge­nen April sei für sie ei­ne Zä­sur ge­we­sen, „weil dort öf­fent­lich sicht­bar wur­de, dass die Par­tei dem Nar­ren­saum freie Hand gab“.

Pe­try nimmt be­reits die nächs­ten Wahl in den Blick: „Wir wer­den 2019 bei der Land­tags­wahl in Sach­sen und spä­tes­tens 2021 bei der Bun­des­tags­wahl se­hen, wel­cher Po­li­tik die Wäh­ler ih­re Stim­me ge­ben.“

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