EU-Staats­an­walt­schaft: Mi­nis­ter ge­ben grü­nes Licht

Bersenbrucker Kreisblatt - - POLITIK -

LU­XEM­BURG. In min­des­tens 20 EU-Staa­ten wer­den be­stimm­te Fi­nanz­ver­ge­hen künf­tig von eu­ro­päi­schen Staats­an­wäl­ten ver­folgt wer­den. Die Jus­tiz­mi­nis­ter der teil­neh­men­den Staa­ten ga­ben am Don­ners­tag in Lu­xem­burg end­gül­tig grü­nes Licht für die Grün­dung ei­ner eu­ro­päi­schen Staats­an­walt­schaft.

Die neue Be­hör­de wird vor­aus­sicht­lich ab dem Jahr 2020 in Lu­xem­burg an den Start ge­hen. Im Fo­kus der eu­ro­päi­schen Staats­an­walt­schaft sol­len zu­nächst Straf­ta­ten mit Be­zug zu EU-Gel­dern ste­hen, in ers­ter Li­nie grenz­über­schrei­ten­der Mehr­wert­steu­er­be­trug. Schät­zun­gen zu­fol­ge ent­ge­hen den öf­fent­li­chen Haus­hal­ten da­durch in je­dem Jahr rund 50 Mil­li­ar­den Eu­ro.

Um die Be­hör­de war jah­re­lang ge­run­gen wor­den. Die straf­recht­li­che Ver­fol­gung von Ver­ge­hen fiel bis­lang in die Zu­stän­dig­keit der ein­zel­nen Na­tio­nal­staa­ten. „Das ist ein ganz gro­ßer Schritt zur Ver­tie­fung der Eu­ro­päi­schen Uni­on“, sag­te Bun­des­jus­tiz­mi­nis­ter Hei­ko Maas (SPD). Nicht al­le 28 EU-Staa­ten wol­len der­zeit bei dem Pro­jekt mit­ma­chen. Ei­ne spä­te­re Teil­nah­me ist aber mög­lich.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.